Für verantwortungsvollen Tourismus

30 Jahre Nachhaltigkeits-Auszeichnung der Reisebranche

Seit nunmehr 30 Jahren macht die deutsche Reisebranche auf ihr Nachhaltigkeits-Engagement aufmerksam – und zwar mit der internationalen Auszeichnung für Umweltschutz und soziale Verantwortung im Tourismus, der EcoTrophea. Der Deutsche ReiseVerband (DRV) zeichnet damit Initiativen und Projekte aus, die einen wirkungsvollen Beitrag leisten, um Umwelt und Natur in Reiseländern zu schützen oder sich für soziale Belange vor Ort engagieren (www.ecotrophea.de). Anlässlich des Deutschen Nachhaltigkeitstages – einem Kongress in Düsseldorf am 24. und 25. November – weist der Branchenverband der Touristik in seinem Informationsdienst „DRV-Politikthemen" an Politik, Medien und Wirtschaft auf Beispiele aus den vergangenen Jahren hin, mit denen sich die EcoTrophea-Preisträger für ökologische und soziale Verbesserungen einsetzen. „Umweltschutz und soziale Verantwortung sind eine unverzichtbare Grundlage des weltweiten Tourismus", betont DRV-Präsident Norbert Fiebig. Die Preisträger reichen von Hotels und Reiseveranstaltern über Städtebünde bis hin zu Forschungsprojekten. Sie belegen, wie fest das Thema in der Reisebranche verankert ist – und fungieren zugleich als Vorbilder mit internationaler Ausstrahlung. Zudem werden immer mehr umweltverträgliche Urlaubsangebote von den Kunden gewünscht: 61 Prozent der Deutschen würden ihre Urlaubsreisen gern ökologisch und sozial verträglich gestalten, so eine Auswertung der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR).

Drei Beispiele von EcoTrophea-Preisträgern der vergangenen Jahre:

  • Nachhaltigkeits-Zertifizierung – TourCert Andina (Preisträger 2016): Transparenz und Nachvollziehbarkeit sind wesentliche Kriterien im nachhaltigen Tourismus. Das mit der diesjährigen EcoTrophea ausgezeichnete Netzwerk TourCert Andina überträgt das in Europa anerkannte TourCert-System in die Andenregion. Dazu bilden Experten aus Deutschland Coaches und Gutachter aus, die Hotels, Veranstaltern und Dienstleistern vor Ort bei der Entwicklung nachhaltiger Reiseformate helfen – zum Beispiel über den Einkauf ökofairer und regionaler Produkte sowie faire Arbeitsbedingungen.
  • Nachhaltige Mobilität – Alpine Pearls (Preisträger 2008): Auch die Reisebranche arbeitet permanent daran, den Treibhausgasausstoß zu senken. Im Rahmen der Allianz „Alpine Pearls" setzen 25 Gemeinden aus sechs Ländern auf klimaneutrale Mobilität im Alpentourismus. Sie bewerben die An- und Abreise mit Bus oder Bahn und bieten vor Ort verschiedene Elektromobile und gasbetriebene Fahrzeuge an. Das Tourismusangebot umfasst außerdem gezielt sportliche Fortbewegung wie Wandern, Reiten oder Mountainbiken.
  • Engagement für den Artenschutz – M.E.E.R. La Gomera (Preisträger 2001) Weltweit sind viele Tierarten vom Aussterben bedroht, darunter gleich mehrere Wal- und Delfinarten. Umso wichtiger ist es, ein öffentliches Bewusstsein für die empfindlichen Ökosysteme zu schaffen. Genau hier setzt M.E.E.R. e.V. mit seinem Projekt auf der kanarischen Insel La Gomera an. Reisende können dort gemeinsam mit Wissenschaftlern Exemplare der 20 heimischen Wal- und Delfinarten beobachten und studieren. Diese Verbindung aus Bildungsarbeit und touristischem Erlebnis hebt sich klar vom kommerziellen Whale Watching ab und gilt als Vorzeigeprojekt.

Kontakt: DRV Deutscher ReiseVerband e.V., Torsten Schäfer | schaefer@drv.de | www.drv.de


Lifestyle | Sport & Freizeit, Reisen, 23.11.2016
     
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