COP22: Bekenntnis zum Klimaabkommen bestätigt Chancen für neue Technologien
Auf dem Klimagipfel in Marrakesch haben die Staaten ein Signal für den weltweiten Klimaschutz gegeben.

Auf dem Klimagipfel in der marokkanischen Hauptstadt Marrakesch (COP22) haben sich die Vertragsstaaten klar zum Klimaabkommen von Paris bekannt. Aus Sicht des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus ist das ein positives Signal, weil nur ein globaler Ansatz beim Klimaschutz faire Wettbewerbsbedingungen für die Industrie bietet.
„Deutschland gehört zu den führenden Nationen für Innovationen um Klimaschutz. Hier entwickelte Lösungen bieten einerseits vielen Staaten die Möglichkeit Klimaschutz bezahlbar zu erreichen und andererseits Exportchancen für unsere Industrie", sagt Matthias Zelinger, Energiepolitischer Sprecher des VDMA. Trotz der Unsicherheiten, die sich aus dem kommenden Regierungswechsel in den USA ergeben, hat COP22 bestätigt, dass ein nachhaltiger Paradigmenwechsel stattgefunden hat. Aus Sicht des Maschinenbaus muss Unternehmen nun ein verlässlicher Rahmen für die weltweiten Klimaschutzbemühungen aufgezeigt werden.
„Den Worten zum Pariser Abkommen müssen in allen wichtigen Wirtschaftsräumen Taten folgen. Ehrgeizige Klimaziele sind nur dann zu erreichen, wenn die Industrie zu Investitionen in effiziente Technologien angeregt wird. Dafür brauchen wir einen möglichst globalen Ansatz", sagt Zelinger. „Für Unternehmen ist Transparenz und Planbarkeit entscheidend. Dazu gehört auch, dass sich Staaten, die in diesem Jahr das Klimaabkommen ratifiziert haben, am Ende auch daran halten." Der VDMA sieht als einen Ansatz eine möglichst globale Bepreisung von Treibhausgasemissionen. Hier bieten die Ergebnisse von Marrakesch allerdings keinen starken Ansatz.
Kurz vor dem Start des Klimagipfels in Marrakesch hatte die Bundesregierung einen nationalen Klimaschutzplan vorgelegt. Der VDMA hatte angemahnt, dass darin marktwirtschaftliche Aspekte ausgewogen berücksichtigt sein müssen. Tatsächlich kann der Maschinenbau durch effiziente Technologien zu einer effizienteren Produktion beitragen (Beispiele aus der Praxis finden Sie auf der Website der Initiative Blue Competence). Effizienter Klimaschutz ist aus Sicht des VDMA daher nur in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft möglich.
Kontakt: VDMA, Eike Radszuhn | eike.radszuhn@vdma.org
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