Umwelt | Umweltschutz, 28.02.2012
Wettbewerb um nachhaltige Stadtentwicklung
Deutscher Nachhaltigkeitspreis erstmals für Städte und Gemeinden
Um den Deutschen Nachhaltigkeitspreis können sich in diesem Jahr vom 1. März bis zum 31. Mai neben Unternehmen zum ersten Mal auch Kommunen bewerben. Prämiert werden deutsche Städte und Gemeinden, die im Rahmen ihrer wirtschaftlichen Möglichkeiten eine nachhaltige Stadtentwicklung betreiben und damit in besonderer Weise den Gedanken einer zukunftsfähigen Gesellschaft fördern.
Die Auszeichnung ist eine Initiative der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. in Zusammenarbeit mit dem Rat für Nachhaltige Entwicklung, dem Deutschen Städtetag sowie dem Deutschen Städte- und Gemeindebund.
Im Interview erläutert Stefan Schulze-Hausmann, Initiator und Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V., die neue Auszeichnung für den öffentlichen Sektor.
Herr Schulze-Hausmann, nachdem der Deutsche Nachhaltigkeitspreis fünf Jahre in Folge nachhaltig agierende Unternehmen ausgezeichnet hat, soll er jetzt auch Städte und Gemeinden prämieren. Warum?
Schulze-Hausmann: Wir hatten von Anfang an vor, auch den kommunalen Sektor einzubeziehen, wollten aber zunächst den Unternehmenspreis etablieren. In Städten und Gemeinden entscheidet sich nachhaltige Entwicklung in ganz hohem Maße. Sie sind zum Beispiel die größten Immobilienbesitzer, Arbeitgeber, Energieversorger und Bildungsträger. Knappe Kassen und politisches Alltagsgeschäft machen den Verantwortlichen das Leben nicht leichter. Die Auszeichnung will die Akteure motivieren und zeigen, dass nachhaltiges Handeln den Kommunen hilft, soziale und ökologische Herausforderungen im lokalen Maßstab zu meistern, und Standortvorteile schafft.
Sie haben die finanziellen Hürden erwähnt, vor denen die Kommunen stehen. Warum sind Sie trotzdem optimistisch, dass sich ausreichend Städte und Gemeinden mit guten Nachhaltigkeitsprojekten bewerben?
Schulze-Hausmann: Weil wir ausdrücklich auch finanzschwache Städte und Gemeinden zu einer Teilnahme ermutigen, die trotz eingeschränkter Möglichkeiten nachhaltige Projekte auf die Beine stellen. Gerade hier zeigen sich Biss und Motivation. Unsere Methodikpartner Deutsches Institut für Urbanistik, Wuppertal Institut und ICLEI werden also nicht nur auf die großen, erfolgreichen Strategien und Maßnahmen achten, sondern auch auf "hidden champions" unter den deutschen Städten und Gemeinden, die mit kleinen, smarten Projekten etwas bewegen. Den Bearbeitungsaufwand für die Bewerber halten wir so gering wie möglich, um nicht zu viel personelle Ressourcen bei den Bewerbern zu binden. Maximal neun Fragen kommen auf die Teilnehmer zu - Je nachdem, ob sie sich um die Auszeichnung "Deutschlands nachhaltigste Städte und Gemeinden" oder in einzelnen Kategorien, wie zum Beispiel Klima & Ressourcen, Mobilität & Infrastruktur, Bildung & Integration bewerben.
Warum sollen Städte und Gemeinden denn mitmachen? Welchen Mehrwert haben sie von der Auszeichnung?
Schulze-Hausmann: Schon die Auseinandersetzung mit dem Fragebogen kann Mehrwert bringen, weil man sich kritisch mit dem eigenen Nachhaltigkeitsengagement auseinandersetzt, es einschätzt und belegt. Ein Erfolg als nominierte oder gar Siegerstadt profiliert als nachhaltiger Standort im Kampf um attraktive Unternehmen und Zuzug. Möglicherweise loben wir auch ein Preisgeld aus. Der Deutsche Nachhaltigkeitstag für Kommunen am 6.12.2012 bietet eine Plattform für Best Practice-Austausch. Ganz wichtig: Es gibt kein Risiko, als "Verlierer" dazustehen. Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis ist kein Ranking. Nur die Besten werden bekannt gegeben.
Lesen Sie hier die forum-Meldung zur Preisausschreibung.
Weitere Informationen auch unter:
www.nachhaltigkeitspreis.de
Die Auszeichnung ist eine Initiative der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. in Zusammenarbeit mit dem Rat für Nachhaltige Entwicklung, dem Deutschen Städtetag sowie dem Deutschen Städte- und Gemeindebund. Im Interview erläutert Stefan Schulze-Hausmann, Initiator und Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V., die neue Auszeichnung für den öffentlichen Sektor.
Herr Schulze-Hausmann, nachdem der Deutsche Nachhaltigkeitspreis fünf Jahre in Folge nachhaltig agierende Unternehmen ausgezeichnet hat, soll er jetzt auch Städte und Gemeinden prämieren. Warum?
Schulze-Hausmann: Wir hatten von Anfang an vor, auch den kommunalen Sektor einzubeziehen, wollten aber zunächst den Unternehmenspreis etablieren. In Städten und Gemeinden entscheidet sich nachhaltige Entwicklung in ganz hohem Maße. Sie sind zum Beispiel die größten Immobilienbesitzer, Arbeitgeber, Energieversorger und Bildungsträger. Knappe Kassen und politisches Alltagsgeschäft machen den Verantwortlichen das Leben nicht leichter. Die Auszeichnung will die Akteure motivieren und zeigen, dass nachhaltiges Handeln den Kommunen hilft, soziale und ökologische Herausforderungen im lokalen Maßstab zu meistern, und Standortvorteile schafft.
Sie haben die finanziellen Hürden erwähnt, vor denen die Kommunen stehen. Warum sind Sie trotzdem optimistisch, dass sich ausreichend Städte und Gemeinden mit guten Nachhaltigkeitsprojekten bewerben?
Schulze-Hausmann: Weil wir ausdrücklich auch finanzschwache Städte und Gemeinden zu einer Teilnahme ermutigen, die trotz eingeschränkter Möglichkeiten nachhaltige Projekte auf die Beine stellen. Gerade hier zeigen sich Biss und Motivation. Unsere Methodikpartner Deutsches Institut für Urbanistik, Wuppertal Institut und ICLEI werden also nicht nur auf die großen, erfolgreichen Strategien und Maßnahmen achten, sondern auch auf "hidden champions" unter den deutschen Städten und Gemeinden, die mit kleinen, smarten Projekten etwas bewegen. Den Bearbeitungsaufwand für die Bewerber halten wir so gering wie möglich, um nicht zu viel personelle Ressourcen bei den Bewerbern zu binden. Maximal neun Fragen kommen auf die Teilnehmer zu - Je nachdem, ob sie sich um die Auszeichnung "Deutschlands nachhaltigste Städte und Gemeinden" oder in einzelnen Kategorien, wie zum Beispiel Klima & Ressourcen, Mobilität & Infrastruktur, Bildung & Integration bewerben.
Warum sollen Städte und Gemeinden denn mitmachen? Welchen Mehrwert haben sie von der Auszeichnung?
Schulze-Hausmann: Schon die Auseinandersetzung mit dem Fragebogen kann Mehrwert bringen, weil man sich kritisch mit dem eigenen Nachhaltigkeitsengagement auseinandersetzt, es einschätzt und belegt. Ein Erfolg als nominierte oder gar Siegerstadt profiliert als nachhaltiger Standort im Kampf um attraktive Unternehmen und Zuzug. Möglicherweise loben wir auch ein Preisgeld aus. Der Deutsche Nachhaltigkeitstag für Kommunen am 6.12.2012 bietet eine Plattform für Best Practice-Austausch. Ganz wichtig: Es gibt kein Risiko, als "Verlierer" dazustehen. Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis ist kein Ranking. Nur die Besten werden bekannt gegeben.
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