Warum kann ich beim Online-Einkauf nicht nach Nachhaltigkeit sortieren? DU KANNST! Mehr erfahren.

Handlungsempfehlungen für Wirtschaft und Politik

Zum Umgang mit den Sustainable Development Goals

Auf ihrem CSR-Kongress „Die Neuvermessung der Welt" gab das CSR-Team der IHK nachfolgende Anregungen an die Zuhörer aus Wirtschaft und Politik.
Handlungsempfehlungen für die Wirtschaft
  • Gerti Oswald, IHK München und Oberbayern, gab beim CSR-Kongress wertvolle Informationen für Wirtschaft und Politik. © Goran Gajanin für den BIHK e. V.Die SDG als Chance begreifen
    Die Ziele erleichtern die Ausrichtung der Unternehmensstrategie auf die Bedürfnisse der heutigen Gesellschaft, zeigen Innovationsfelder auf und tragen zur Erschließung neuer Märkte bei. Indifferente Unternehmen sollten die SDG daher als Impuls verstehen, ihr bisheriges Handeln zu überprüfen und ggf. neu auszurichten.

  • Verantwortung übernehmen
    Viele Unternehmen sind sich der Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit auf Umwelt und Gesellschaft bereits bewusst. Sie sollten deshalb die Auswirkungen des eigenen Handelns auf zukünftige Generationen und über nationale Grenzen hinweg berücksichtigen und die Unternehmensverantwortung stärker in das Kerngeschäft verankern.

  • Gemeinsam vorangehen
    Die Agenda 2030 misst Partnerschaften für nachhaltige Entwicklung eine besondere Rolle für die Zielerreichung bei. Ein Teil der bayerischen Unternehmen, insbesondere Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern, hat dieses Potenzial bereits erkannt. So geben rund 36 Prozent der teilnehmenden Unternehmen an, durch Projekte und Partnerschaften mit anderen Akteuren einen Beitrag zu den SDG zu leisten. Insbesondere für kleinere und mittelgroße Unternehmen lohnt es sich, die Möglichkeiten von Partnerschaften, Branchen- und Zertifizierungsinitiativen für höhere Nachhaltigkeitsstandards entlang ihrer Wertschöpfungsketten zu prüfen.
Handlungsempfehlungen für die Politik
  • Die Wirtschaft als Partner für die Zielerreichung begreifen
    Der Großteil der Unternehmen versteht sich als Akteur, der die Erreichung der globalen Entwicklungsziele maßgeblich beeinflussen kann. Die Unternehmen sehen ihren Beitrag nicht nur in rein ökonomischen Zielen wie „Wirtschaftswachstum und menschenwürdige Arbeit", sondern auch in Zielen, die hauptsächlich ökologische und soziale Handlungsfelder betreffen. Die Regierungen sollten die Wirtschaft daher als Partner in der Zielerreichung begreifen und aktiv in die Entwicklung und Ausgestaltung einer Nachhaltigkeitsstrategie einbinden, um Potenziale zu bündeln und gemeinsam zukunftsweisende Ideen und Lösungsansätze zu entwickeln.

  • Öffentliches Bewusstsein schaffen und Wertewandel anregen
    Die Umfrage zeigt, dass ein Informationsdefizit in der breiten Öffentlichkeit das Engagement der Wirtschaft hinsichtlich der SDG schmälert. Nachhaltiges Wirtschaften setzt jedoch nicht nur nachhaltige Produktionsmuster, sondern auch eine steigende Nachfrage nach nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen voraus, die eine Wertschätzung dieser impliziert. Mit dem Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung hat die Bundesregierung ein wichtiges Fundament gelegt, um das notwendige Verständnis für Nachhaltigkeit in der Bevölkerung entlang der gesamten Bildungskette zu verankern. Es gilt, die geplanten Maßnahmen konsequent umzusetzen und begleitende Aufklärungskampagnen durchzuführen, um das Werteverständnis unserer Gesellschaft grundlegend zu ändern.

  • Informationsangebote und Fördermöglichkeiten ausbauen
    Eines der größten Hindernisse im Unternehmen bei der Integration der SDG in die Unternehmensstrategie stellt ein Mangel an Ressourcen im Sinne von Finanzen, Expertise und Technologie dar. Dies lässt auf einen erheblichen Bedarf an Informations- und Förderangeboten für die Wirtschaft schließen. Insbesondere KMU sind auf entsprechende Starthilfen und Unterstützungsangebote angewiesen. Die Politik sollte daher innovative Anreizsysteme einführen, die Forschung und Entwicklung im Bereich nachhaltiger Produkte und Dienstleistungen weiter vorantreiben und in zukunftsweisende Technologien investieren. Auch die Unterstützung von Brancheninitiativen und Multi-Stakeholder-Partnerschaften sollte weiter ausgebaut werden.


Dieser Artikel ist in forum Nachhaltig Wirtschaften 04/2017 - Jetzt die SDG umsetzen erschienen.



     
        
Cover des aktuellen Hefts

Zukunft braucht Frieden

forum 02/2026

  • Militär & Märkte
  • Grüner Wasserstoff
  • Moorschutz als Invest
  • ESG loves KI
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
21
APR
2026
Sustainable Economy Summit
Rückenwind für die Wirtschaft der Zukunft
10117 Berlin
08
JUN
2026
SuperReturn Energy Transition - Ticket discount for forum readers!
Powering progress. Investing in the future of energy.
10789 Berlin
20
JUN
2026
Woche des Wasserstoffs 2026 (#WDW2026)
Wasserstoff verbindet
deutschlandweit
Alle Veranstaltungen...
forum goes international! Download the international edition for forum free of charge.
Anzeige

Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.

Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.

LOHAS & Ethischer Konsum

"All You Need is Love"
Christoph Quarch verteidigt den Valentinstag als Schutzzeit für die romantische Liebe
B.A.U.M. Insights
Hier könnte Ihre Werbung stehen! Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot

Jetzt auf forum:

Luftverkehrssteuer: Klimaschädliche Steuergeschenke dank Sondervermögen

Ostern – Zeit des Friedens

Deutschland summt!-Pflanzwettbewerb startet heute

Ihr brennt mit eurem Projekt für digitale Bildung?

Kann man Frieden messen?

Trumps Iran-Krieg: Worum geht es?

Der Weg zum geschlossenen Kunststoffkreislauf

Nachhaltig Ostern feiern

  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • WWF Deutschland
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • circulee GmbH
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • ZamWirken e.V.
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • Global Nature Fund (GNF)
  • TÜV SÜD Akademie
  • 66 seconds for the future
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • Engagement Global gGmbH
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • NOW Partners Foundation
  • SUSTAYNR GmbH