Bundesweite Lösung beim Umgang mit wassergefährdenden Stoffen ist überfällig

16 Länderanlagenverordnungen (VAwS) regeln bisher den Umgang mit wassergefährdenden Stoffen

Der anlagenbezogene Gewässerschutz braucht dringend eine bundesweite Lösung, das bisherige Stückwerk von 16 Länderverordnungen muss beendet werden. "Wir begrüßen daher, dass die Bundesländer Bayern und Rheinland-Pfalz gemeinsam initiativ geworden sind, um wieder Schwung in das stockende Verfahren um eine bundeseinheitliche Lösung im anlagenbezogenen Gewässerschutz zu bringen", sagte Dr. Stefanie Grubert, Vorsitzende des VDMA-Ausschusses Umweltpolitik. Anlässlich der Frühjahrsitzung des Ausschusses fügte sie hinzu: „Seit den ersten Überlegungen für eine Bundesanlagenverordnung im Jahr 2010 ist bereits viel zu viel Zeit vergangen, nunmehr muss die Verordnung zu Ende gebracht werden".   
 
 Foto : ANDRITH HYDRO Group / Karl-Werner Benz, VDMA

 „Bremser" Landwirtschaft – Keine Auffangwanne für jeden Misthaufen
Grund für die Verzögerungen bei der Bundesanlagenverordnung sind neue Pflichten für landwirtschaftliche Anlagen. Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt (CSU) hatte sein Veto gegen schärfere  Anforderungen für „JGS"-Anlagen (Jauche-, Gülle-, Silagesickersaft-Anlagen) eingelegt und damit die Bundesanlagenverordnung seit gut zwei Jahren blockiert. Mit dem Antrag von Bayern und Rheinland-Pfalz sowie von Ministerpräsident Seehofer (Bundesrats-Drucksache 144/16) soll den landwirtschaftlichen Anlagen ein weitgehender Bestandsschutz gewährt werden, kleine Anlagen bedürfen dann weiterhin keiner Leckageerkennung.  

Vielstaaterei im anlagenbezogenen Gewässerschutz endlich beenden

16 Länderanlagenverordnungen (VAwS) regeln bisher den Umgang mit wassergefährdenden Stoffen. Trotz einer sog. „Muster-VAwS", die den Rahmen für einheitliche Regeln enthält, haben sich die Länderverordnungen stetig weiter auseinanderentwickelt. Hersteller und Betreiber von Anlagen in mehreren Bundesländern müssen deshalb immer noch unterschiedliche Vorgaben bei der Prüfpflicht und der Fachbetriebspflicht von Anlagen beachten. Der Maschinenbau, als einer der Hauptbetroffenen von diesen Regelungen, fordert schon seit den Anfängen im anlagenbezogenen Gewässerschutz eine bundesweite Lösung. Aber erst seit der Föderalismusreform und der damit verbundenen Übertragung der Rahmengesetzgebungskompetenz im Wasserrecht auf die konkurrierende Gesetzgebung ist eine Bundesanlagenverordnung möglich. „Wir brauchen diese Regelung und wir wollen sie so schnell wie möglich, denn unsere Mitgliedsunternehmen und die Dienstleistungsorganisation des VDMA zur Zertifizierung von Fachbetrieben, die FGMA, benötigen Rechtssicherheit. Je schneller - umso besser", ergänzte Naemi Denz, Geschäftsführerin des VDMA-Ausschusses Umweltpolitik und Mitglied der Hauptgeschäftsführung des VDMA.
 

Quelle: VDMA Nachhaltigkeitsinitiative Blue Competence



     
        
Cover des aktuellen Hefts

Zukunft braucht Frieden

forum 02/2026

  • Militär & Märkte
  • Grüner Wasserstoff
  • Moorschutz als Invest
  • ESG loves KI
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
20
MAI
2026
Bayerischer Batteriekongress 2026
Einblicke, Strategien, Innovationen
81671 München
21
MAI
2026
Munich Impact Night
Dieser Abend ist für alle, die die Zukunft noch nicht aufgegeben haben
81379 München
16
JUN
2026
BootCamp Impact Business Design
Zertifizierter Impact Business Design Master
Hamburg
Alle Veranstaltungen...
forum goes international! Download the international edition for forum free of charge.
Anzeige

Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.

Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.

Wissenschaft & Forschung

Artemis und Orion
Christoph Quarch überlegt, was die Namensgebung über die aktuelle Mondmission sagen kann
B.A.U.M. Insights
Lassen Sie sich begeistern von einem Buch, das Hoffnung macht.

Jetzt auf forum:

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft…

EU-Verpackungsverordnung (EU) 2025/40

Rollen und Verantwortlichkeit in der PPWR: Wer ist wofür zuständig?

GWÖ Rheinland Summit 2026, 23./24. Juni in Köln

Pirelli als weltweiter Spitzenreiter in den Sektoren Automobilkomponenten und Automobile der S&P Dow Jones Best-in-Class (DJ BiC) Inzizes bestätigt

Neues SBTN Accelerator-Angebot hilft Unternehmen Biodiversität strategisch mitzudenken

Letzte Chance auf eine umfassende Förderung

With a little help of my friends…

  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • TÜV SÜD Akademie
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • circulee GmbH
  • SUSTAYNR GmbH
  • Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • ZamWirken e.V.
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • Global Nature Fund (GNF)
  • 66 seconds for the future
  • Engagement Global gGmbH
  • WWF Deutschland
  • NOW Partners Foundation
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG