Garten-PV - Grüner Strom aus eigenem Anbau.

Was unternehmen Sie, dass die GreenTec Awards auch ein Green Event sind?

Ein Interview mit Marco Voigt, Initiator der GreenTec Awards

Marco Voigt: Die Umsetzung der GreenTec Awards ist konsequent grün. Wir gehen hier bis ins kleinste Detail. Vom umweltfreundlichen GMUND-Papier, das so schonend wie möglich von lokay bedruckt wird, bis hin zur Einladung, die von der PIN AG grün versendet wird. Des weiteren haben wir einen 100 Prozent recycelten Grünen Teppich, der von Aquafil aus Meeresmüll hergestellt wird und über den unsere prominenten Gäste schreiten. Unsere Shuttle-Flotte wird von einem Porsche Panamera S E-Hybrid gestellt. Käfer serviert ein rein vegetarisches und saisonales Catering.
 
Marco Voigt (rechts), Initiator der GreenTec Awards mit Nela Lee auf dem Grünen Teppich aus Econyl. © GreenTec Awards, Ulf Büschleb Hier waren wir übrigens eine der ersten Veranstaltungen in Deutschland, die sich überhaupt "getraut" haben, vegetarische Gerichte einem Großpublikum zu reichen. Für die Anfahrt unserer Gäste haben wir eine Kooperation mit der Deutschen Bahn auf die Beine gestellt, die die Fahrt mit 100 Prozent Ökostrom zum Vorzugspreis anbietet. Auch bei unserem Hotelpartner, der NH Hotel Group, achten wir auf eine vorbildliche Öko-Bilanz. In unserer Ausstellung findet man eine exklusive Auswahl an grünen Pionieren. Und First Climate organisiert einen CO2-Ausgleich der Veranstaltung.

Welche Maßnahmen sind für kommende Events geplant?
Marco Voigt: Aktuell sind wir mit großen Partnern dabei, ein echtes Label für Green Events mit hohem Bekanntheitsgrad zu erarbeiten. Wir waren 2008 wohl auch die Ersten, die eine Gala überhaupt als Green Event veranstaltet haben. Mittlerweile haben wir so viel Know-how gewonnen, dass wir unser Wissen in beratender Funktion weitergeben können. Natürlich arbeiten wir auch bei den GreenTec Awards an einer kontinuierlichen Verbesserung unserer CO2-Bilanz. Möglicherweise bieten wir beim nächsten Mal nicht mehr ein vegetarisches sondern ein veganes Catering an.

Wo sind die größten Schwierigkeiten in der Umsetzung eines Green Events?
Marco Voigt: Die Themen Anreise und Übernachtung stellen immer noch eine große Herausforderung dar, da viele Gäste mit dem Auto anreisen und die wenigsten davon elektrisch betrieben sind. Auch CO2-neutrale Hotels zu finden, die ausschließlich mit erneuerbarer Energie versorgt werden, ist schwierig. Das Thema Müll ist leider auch eine Problematik, der wir uns stellen müssen.

Sind große Partner wie die Messe München schon für das Thema sensibilisiert?
Marco Voigt: Die Messe München bewegt sich bereits seit Jahren mit großem Engagement in die richtige Richtung. So wird zum Beispiel das gesamte Messegelände mit Erdwärme beheizt und mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach Sonnenenergie gewonnen. Aber natürlich sind auch diese Maßnahmen noch ausbaufähig.  
 
Kontakt:
GreenTec Awards, Christine A. Lebert


     
        
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