Umwelt | Umweltschutz, 01.10.2015
999 Zeichen für die Zukunft von Plastik
Was tut die Wirtschaft gegen die Meeresverschmutzung durch Kunststoffabfälle?
„Unsere Gewässer brauchen keinen Plastikmüll - dieses Projekt schon: Gemeinsam
mit der Organisation Plastic Whale haben wir Plastikmüll aus den Grachten
Amsterdams gefischt und zu neuen Spülmittelflaschen recycelt. Dadurch konnte
verhindert werden, dass der Müll überhaupt ins offene Meer gelangt. Bereits im
letzten Jahr sammelten wir Müll aus dem Meer, um ihn zu neuen Flaschen zu
verarbeiten. Bei der Produktion haben wir uns von der Natur inspirieren lassen
und die Zellstruktur von Einzellern als Vorbild genommen: Durch Einkerbungen in
der Oberfläche können 15 % Material eingespart werden. Die Flasche besteht zu 10
% aus Plastikmüll, der aus den Grachten in Amsterdam gefischt wurde und zu 90 %
aus recyceltem Haushalts-Plastikmüll. Jährlich verenden bereits tausende
Meereslebewesen durch die steigende Verschmutzung mit Plastik und am Ende landet
der Plastikmüll auch auf unseren Tellern. Ecover möchte darauf aufmerksam machen
und zeigen, wie wertvoll Plastikmüll sein kann – wenn er weiterverarbeitet statt
weggeworfen wird."Monique Klebsattel, Country Marketing Manager der Ecover Deutschland GmbH
Kunststoffe sind aus dem modernen Leben nicht mehr wegzudenken. Nach der Nutzung
ist ein effizientes Abfallmanagement entscheidend, damit kein Müll in den
Gewässern landet. In Deutschland werden 99 Prozent der Kunststoffabfälle
verwertet. Aus Abfällen werden neue Produkte oder es wird daraus Energie
gewonnen. Doch viele europäische Länder deponieren noch immer mehr als zwei
Drittel der Verbraucherabfälle aus Kunststoff. PlasticsEurope wirbt daher
europaweit für ein Verbot der Deponierung von verwertbaren Siedlungsabfällen und
betreibt Programme für eine qualitativ hochwertige Kunststoffabfallverwertung.
Mit Information und Aufklärung setzt sich die Kunststoffindustrie für einen
sachgerechten Umgang mit Abfällen und den Gewässerschutz ein. Zusätzlich
unterstützen die Kunststofferzeuger die „Globale Deklaration" gegen Meeresmüll
und bieten mit dem World Plastics Council aus rund 50 weltweit führenden
Unternehmen und Verbänden der Kunststoffindustrie eine Plattform für globale
Lösungen.Dr. Rüdiger Baunemann, Hauptgeschäftsführer des Verbands der Kunststofferzeuger
PlasticsEurope Deutschland e.V.
Offensichtlich nicht genug – bis zu 46.000 Teile Plastikmüll pro km2 schwimmen
im Meer. Diese Menge ist sogar vom Weltraum aus zu sehen. Dabei sinken mehr als
70 Prozent auf den Grund, werden zerkleinert, von Meeresbewohnern mit Nahrung
verwechselt und aufgenommen. Nur 15 Prozent der sichtbaren Plastikabfälle
gelangen wieder an Land, plus die z.B. im Fisch eigelagerten Plastikpartikel.
Konsequenzen:- Forschung in Bio-Kunststoffe intensivieren: Rohstoffe aus erneuerbaren Quellen klimaneutral produzieren, recycelbar und sich selbst rückstandsfrei auflösend.
- Plastikabfall reduzieren und recyceln: Bislang werden selbst bei uns nur 42 Prozent Plastikmüll recycelt.
- Schiffsmüll: Strafbewehrte Dokumentationspflicht mit Kontrolle, GPS-Sender-Pflicht für jedes Netz, um „Geisternetze" zu vermeiden.
- Meeresmüll-Bergung: massive Förderung neuer Technologien.
Das kann aber nur gelingen, wenn die politisch Verantwortlichen die
Rahmenbedingungen entsprechend gestalten. Dass es möglich ist, zeigt die
Energiewende.
Theo Besgen, Geschäftsführer von Beoplast
Dieser Artikel ist in forum Nachhaltig Wirtschaften 04/2015 - Ertrinken wir in Plastik? erschienen.
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