Lifestyle | Einrichten & Wohnen, 16.03.2015
Energieeffizientes Eigenheim: Holzböden sparen Heizkosten.
Der Trend geht zum umweltfreundlichen und langlebigen Parkett.
Die Errichtung eines nachhaltigen, energieeffizienten Eigenheims wird häufig mit effektiver Wärmedämmung und einer modernen Heizungsanlage gleichgesetzt. Dabei sollte der Aspekt des Bodenbelages in den eigenen vier Wänden nicht unterschätzt werden. Holzböden schaffen eine natürliche Atmosphäre und isolieren ausgezeichnet. Der Trend zum Parkett macht auch vor dem Bad nicht halt, spezielle Holzböden eignen sich gar für Feuchträume.
Holz als effektiver Isolator
Häufig beliebte Natursteinböden sind durchaus pflegeleicht und langlebig, strahlen aber auch eine natürliche Kälte ab. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn im Erdgeschoss ohne Unterkellerung die Bodenkälte aus dem Erdreich direkt übertragen wird. Um diesen Effekt auszugleichen, neigen viele Menschen ganz automatisch dazu, die Heizung etwas höher zu drehen. Allerdings verbraucht jedes Grad Temperaturerhöhung etwa 6 Prozent mehr Heizenergie. Ein natürlicher Holzboden verhindert die gefürchtete Fußkälte ebenso. Außerdem darf die optische Wirkung nicht unterschätzt werden; Holz strahlt ohnehin eine gewisse Wärme aus. Dieser Effekt kann in Verbindung mit einer Fußbodenheizung noch erhöht werden. Denn anders als beim Radiator wird nicht ein großer Anteil der Wärmeenergie direkt an die Außenwand abgestrahlt. Zudem wird Holz immer häufiger als natürlicher Dämmstoff verwendet, was die isolierenden Eigenschaften des Baustoffs verdeutlicht.
Trittschalldämmung macht Holzboden Flüsterleise
Häufig wird insbesondere in Wohnungen aber aus einem ganz anderen Grund Teppichboden gewählt: Ein Holzboden könnte, so die Annahme, beim Betreten zu laut für die Nachbarn sein. Dabei gibt es heute effektive Trittschalldämmungen, die unter die Bodenpaneele verlegt werden und ihn somit flüsterleise machen. Teppich hat zudem mit anderen Nachteilen zu kämpfen, die besonders zutage treten, wenn auch Kinder im Haushalt leben: Der Reinigungsaufwand ist größer, Flecke lassen sich häufig nur noch mühevoll oder gar nicht mehr entfernen. So ist der Austausch des Teppichbodens nur noch eine Frage der Zeit. Wer Kinder hat, sollte übrigens auch nicht auf PVC setzen: Wegen seiner Unempfindlichkeit und der preiswerten Anschaffung nicht unbeliebt, sondert er aber Weichmacher ab. Kinder reagieren darauf besonders empfindlich und sollten daher nicht auf einem PVC-Boden spielen.
Langlebig und frei von Giftstoffen
Eine anderer Aspekt des Themas Nachhaltigkeit fand bisher noch keine Erwähnung: Abseits der eigenen vier Wände belastet der Einsatz eines Holzbodens die Umwelt nicht. Während die PVC- und Teppich-Entsorgung nicht unproblematisch ist, sind durch natürliche Holzböden keine Risiken zu erwarten - sie kommen in der Regel ganz ohne Giftstoffe aus. Zudem handelt es sich bei Holz um einen nachwachsenden Rohstoff, der sogar regional abgebaut werden kann. Auch Unternehmen setzen zukünftig auf den nachhaltigen Einkauf von Holz. Natursteine werden hingegen meist unter fragwürdigen Bedingungen abgebaut und müssen dann noch lange Transportwege zurücklegen. Nachhaltig ist der Holzboden aber auch, weil er nicht ständig erneuert werden muss. Ein Holzboden kann bis zu 150 Jahre halten. Schäden wie Kratzer können, anders als bei Stein oder Flecken im Teppich, zumeist ausgebessert werden. Letztlich wird die Umwelt und unser Klima am wirkungsvollsten geschont, wenn wir so wenige Ressourcen wie möglich nutzen müssen - ein zeitloser, gemütlicher Holzboden leistet dazu seinen Beitrag.
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