Umwelt | Umweltschutz, 29.08.2013
Paradies ist in Gefahr
Schauspieler Andreas Hoppe setzt sich gegen die Ölförderung in Kanada ein
Berlin - Schauspieler Andreas Hoppe, vor allem bekannt als Kommissar Mario Kopper aus dem Ludwigshafener Tatort, sucht Unterstützer, um auf eine drohende Umweltkatastrophe in Westkanada hinzuweisen. In der Provinz Alberta wird seit Jahrzehnten Öl aus Teersanden gewonnen. Dies ist die schmutzigste Ölgewinnung, die Klimabilanz verheerend, da die C02-Emissionen bei kanadischem Öl 23mal höher sind als bei konventionellen Öl.
Die kanadische Regierung will die Ölproduktion aus Teersanden ausbauen. Um das Öl vor allem nach Asien transportieren zu können, will das Unternehmen Enbridge ab 2015 eine Pipeline von fast 1 200 Kilometer Länge von Alberta an die Westküste bauen.
Diese Pipeline müsste nicht nur über die Rocky Mountains führen, Sorgen macht sich Andreas Hoppe auch über die Auswirkungen auf Umwelt, Tiere und Menschen: "Betroffen wäre in jedem Fall der Great Bear Rainforest, der größte zusammenhängende Regenwald in der gemäßigten Zone. Hier lebt der Spirit Bär, ein Schwarzbär mit weißem Fell. Er lebt nur hier und ist den ,first nations' heilig." Darüber hinaus seien die Gewässer in diesem Bereich wichtige Nahrungsgebiete für Orcas, Buckel- und Finnwale.
Umweltschutzverbände schlagen Alarm. "Dies ist die größte Bedrohung für die Natur, die wir je erlebt haben", sagt Ian McAllister, Mitbegründer von Pacific Wild, "es wird einen der größten Kämpfe für die Umwelt geben, den Kanada je erlebt hat."
Bis Ende des Jahres wird entschieden, ob Enbridge die Baugenehmigung bekommt. Bisher sind sich die ,first nations' einig: Sie lehnen den Bau der Pipeline ab. "Ich möchte, dass möglichst viele Menschen erfahren, was in Kanada geplant ist, denn es gibt auch einen Bezug zu Deutschland", erklärt Andreas Hoppe, "denn seit einiger Zeit wird in Brüssel darüber diskutiert, ob Öl aus Teersanden mit einem Importverbot belegt werden soll oder nicht." Noch steht diese Entscheidung aus, was Hoppe nicht verstehen kann. "Sollte das schmutzigste Öl der Welt in Europa verkauft werden, würde das unsere Klimaschutzbestrebungen doch ad absurdum führen."
Um die Zusammenhänge zu verdeutlichen, will Andreas Hoppe eine TV-Dokumentation produzieren. Da bisher kein TV-Sender diese Dokumentation produzieren lassen möchte, versuchen Hoppe und sein Team es über die crowdfunding-Plattform startnext.
Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter startnext.de/durch-die-hoelle-ins-paradies
Die kanadische Regierung will die Ölproduktion aus Teersanden ausbauen. Um das Öl vor allem nach Asien transportieren zu können, will das Unternehmen Enbridge ab 2015 eine Pipeline von fast 1 200 Kilometer Länge von Alberta an die Westküste bauen. Diese Pipeline müsste nicht nur über die Rocky Mountains führen, Sorgen macht sich Andreas Hoppe auch über die Auswirkungen auf Umwelt, Tiere und Menschen: "Betroffen wäre in jedem Fall der Great Bear Rainforest, der größte zusammenhängende Regenwald in der gemäßigten Zone. Hier lebt der Spirit Bär, ein Schwarzbär mit weißem Fell. Er lebt nur hier und ist den ,first nations' heilig." Darüber hinaus seien die Gewässer in diesem Bereich wichtige Nahrungsgebiete für Orcas, Buckel- und Finnwale.
Umweltschutzverbände schlagen Alarm. "Dies ist die größte Bedrohung für die Natur, die wir je erlebt haben", sagt Ian McAllister, Mitbegründer von Pacific Wild, "es wird einen der größten Kämpfe für die Umwelt geben, den Kanada je erlebt hat."
Bis Ende des Jahres wird entschieden, ob Enbridge die Baugenehmigung bekommt. Bisher sind sich die ,first nations' einig: Sie lehnen den Bau der Pipeline ab. "Ich möchte, dass möglichst viele Menschen erfahren, was in Kanada geplant ist, denn es gibt auch einen Bezug zu Deutschland", erklärt Andreas Hoppe, "denn seit einiger Zeit wird in Brüssel darüber diskutiert, ob Öl aus Teersanden mit einem Importverbot belegt werden soll oder nicht." Noch steht diese Entscheidung aus, was Hoppe nicht verstehen kann. "Sollte das schmutzigste Öl der Welt in Europa verkauft werden, würde das unsere Klimaschutzbestrebungen doch ad absurdum führen."
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