Umdenken bei Rolls-Royce: Elektroauto in Bau

Luxuswagen-Hersteller testet Akzeptanz des Batterieantriebs

Als erster Autohersteller der obersten Luxusklasse präsentiert Rolls Royce im März ein Modell mit Elektroantrieb. Der "Phantom 102EX" wird demnächst auf dem Genfer Autosalon präsentiert. "Er ist weder Konzept noch gibt es Produktionspläne. Vielmehr dient er uns als vollständig funktionstüchtiger, fahrbarer Experimentierwagen", erklärt Nigel Wonnacott, Sprecher des Konzerns.

Diese für Rolls-Royce typische Kühlerfigur ziert bald ein Elektroauto.
Foto: © Oldtimer / Pixelio.de
Rollende Marktforschung

Vor allem die Akzeptanz des Elektroantriebs bei Rolls-Royce-Kunden soll durch diesen Vorstoß getestet werden. "Wir haben zwar ein bestehendes Klientel, müssen jedoch erkunden, wie und mit welchem Antrieb wir als Marke auch noch in zwei, drei Jahrzehnten erfolgreich sein können. Entscheidungen über die weitere Entwicklung müssen unsere Kunden treffen, diese sprechen jedoch von sich aus nicht über alternative Antriebsarten", so Wonnacott.

Entsprechend wird eine erste Testflotte des 103EX durch Europa, den Nahen Osten, Asien und Nordamerika touren und Rückmeldungen von Rolls-Royce-Fahrern, potenziellen Käufern und Motorjournalisten sammeln. Auch eine Diskussionshomepage wurde gestartet, technische Details werden jedoch erst am 1. März vorgestellt. Wesentlich sei laut Rolls Royce-CEO Torsten Müller-Ötvös, dass die "authentische Rolls-Royce-Erfahrung" sichergestellt bleibe.

Novität in der Topklasse

Spritverbrauch und Elektromobilität waren lange Zeit ein Tabu bei den Herstellern im obersten Preissegment. Bewegung brachten erst deutsche Vorstöße wie jene von Volkswagen-Tochter Bentley oder Daimlers Maybach mit kleineren , weniger pompösen Modellen, die umweltschonendere Techniken mit Top-Luxus verbanden. Die BMW-Tochter Rolls Royce Motor Cars leistet mit dem jetzigen Schritt allerdings Pionierarbeit - ist doch das bisher teuerste Elektroauto, der Tesla Roadster, mit 139.000 Dollar erst in der nächsten Preisklasse angesiedelt.

Quelle: Johannes Pernsteiner
Technik | Mobilität & Transport, 23.02.2011
     
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