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Weitergeben statt Wegwerfen

Neuer KostNixLaden in Höhr-Grenzhausen

Am Samstag, den 18. April 2026, hat in der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen ein neuer KostNixLaden eröffnet. Unter dem Motto „Weitergeben statt Wegwerfen" wird das Projekt von Sophie Bourger und Paulina Sohni geleitet. Bürgerinnen und Bürger können dort gut erhaltene Gegenstände kostenlos abgeben oder mitnehmen.

© Janos WlachopulosZiel des Projekts ist es, vorhandene Ressourcen sinnvoll weiterzunutzen und Gegenständen ein zweites Leben zu geben, anstatt sie wegzuwerfen. Gleichzeitig soll mitten in der Innenstadt ein Ort der Begegnung entstehen, der Menschen miteinander ins Gespräch bringt. Bereits am Eröffnungstag nutzten schätzungsweise 700 bis 800 Interessierte die Gelegenheit, den Laden in den ehemaligen Räumen der Volksbank zu besuchen und das Angebot kennenzulernen. Das große Interesse zeigt, dass der KostNixLaden in der Bevölkerung auf breite Zustimmung stößt. 

Die Resonanz in den ersten Wochen nach der Eröffnung fiel durchweg positiv aus. Wie Sophie Bourger und Paulina Sohni der Verbandsgemeindeverwaltung Höhr-Grenzhausen mitteilten, habe das Projekt ihre Erwartungen deutlich übertroffen. Die Nachfrage sei so groß, dass die anfallende Arbeit kaum zu bewältigen sei. Selbst außerhalb der Öffnungszeiten blieben immer wieder Menschen vor dem Schaufenster stehen, um einen Blick in den Laden zu werfen.

Nach Angaben der Projektverantwortlichen kämen die Bürgerinnen und Bürger über den KostNixLaden zunehmend miteinander ins Gespräch – insbesondere auch über Themen wie Nachhaltigkeit und bewussten Konsum. Viele Besucherinnen und Besucher begrüßten zudem, dass mit dem Projekt ein Beitrag gegen den Leerstand in der Innenstadt geleistet werde.

Der KostNixLaden ist jeweils am ersten und dritten Samstag im Monat von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Während dieser Zeiten können Haushaltswaren, Spiele und Bücher abgegeben oder mitgenommen werden. Voraussetzung ist, dass die Gegenstände sauber und voll funktionsfähig sind. Größere Gegenstände, etwa Möbelstücke, können über ein Schwarzes Brett im Laden angeboten werden. Dort besteht auch die Möglichkeit, gezielt nach bestimmten Gegenständen zu suchen. Sollte sich das Projekt dauerhaft etablieren und ausreichende personelle sowie organisatorische Ressourcen vorhanden sein, ist künftig auch eine Erweiterung des Sortiments – beispielsweise um Kleidung – denkbar.

Der KostNixLaden möchte dazu anregen, Konsumgewohnheiten zu hinterfragen und vorhandene Ressourcen bewusster zu nutzen. Darüber hinaus schafft das Projekt mitten in der Innenstadt einen neuen Treffpunkt und fördert den Austausch über nachhaltige Themen.

Realisiert wird das Projekt im Rahmen des Modellvorhabens „Stadt.Idee.Wirkung" der Stadt Höhr-Grenzhausen in Zusammenarbeit mit der Verbandsgemeindeverwaltung. Das Vorhaben beschäftigt sich mit der zukünftigen Entwicklung der Innenstadt und der Frage, wie städtische Räume unter veränderten sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Bedingungen genutzt werden können. Finanziell gefördert wird „Stadt.Idee.Wirkung" durch das Förderprogramm „Innenstadt-Impulse" des Ministeriums des Innern und für Sport Rheinland-Pfalz. Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die aktive Beteiligung der Bürgerschaft – etwa durch das Engagement der beiden Projektleiterinnen des KostNixLadens.

Neben dem KostNixLaden finden im Rahmen von „Stadt.Idee.Wirkung" regelmäßig sogenannte Zukunftswerkstätten statt. Dort haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, Ideen und Anregungen zur Weiterentwicklung der Innenstadt von Höhr-Grenzhausen einzubringen. Ergänzend können Vorschläge jederzeit auch über einen digitalen Briefkasten eingereicht werden.

Dieser Beitrag ist Teil der Best Practice-Reihe "Kommunen Machen Klima". Sie erscheint seit 2025 im Rahmen des Kommunalen Klimapakts Rheinland-Pfalz (KKP) und wird gemeinsam von der Energieagentur Rheinland-Pfalz, dem Gemeinde- und Städtebund, dem Kompetenzzentrum für Klimawandelfolgen Rheinland-Pfalz, Ministerien, dem Landkreistag und dem Städtetag getragen.

Kontakt: Gemeinde- und Städtebund Rheinland-Pfalz, Kim Falkenstein | kfalkenstein@gstbrp.de | www.gstb-rlp.de


Quelle: Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz GmbH



     
        
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