Anzeige, Umwelt | Klima, 01.09.2025
„Ich hätte nicht gedacht, dass wir einen so großen Hebel haben"
Fahrplan zu Klimaneutralität für die denkmalgeschützte Brauerei Krones
Bastian Leikeim ist frisch zurück aus Denver, wo er als Juror beim World Beer Cup, dem größten Bierverkostungswettbewerb der Welt, tätig war. Eine tolle Erfahrung, sagt er: „Es ist schön, mal wieder aus der eigenen Blase rauszukommen und sich mit Kollegen aus der ganzen Welt auszutauschen. Es gibt einfach nichts Schöneres, als über Bier zu reden."
Anfang Mai, ist er wieder in der heimischen Blase im denkmalgeschützten Brauhaus in Altenburg in Thüringen. Der Betrieb beschäftigt 50 Personen und braut rund 100.000 Hektoliter Bier im Jahr. Abgefüllt wird in Bügelflaschen, die Rohstoffe bezieht man aus der Region.Krones Nachhaltigkeitsberatung
So schön das denkmalgeschützte Gebäude ist, so kompliziert werden Neuerungen und Umbauten. Als die Investition in einen neuen Dampfkessel anstand, wandte man sich für die Planungen an Krones. Zunächst als Fabrikplanung gestartet, entwickelte sich dann die Arbeit an einem Transformationskonzept. Erstellt hat dieses die Krones Nachhaltigkeitsberatung, vertreten durch Norbert Ottmann und Jonas Mayer.
Den Rahmen gab ein Förderprogramm vor. „Wir passen unsere Beratung natürlich an die Förderrichtlinien der „Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft" an und beziehen nur Maßnahmen ein, die den jeweiligen Vorgaben entsprechen", sagt Norbert Ottmann.
In diesem Fall: ein Bekenntnis des Unternehmens zum Ziel der Treibhausgas-Neutralität bis 2045 und die Festlegung eines Zehn-Jahres-Ziels ab Projektstart mit mindestens 40 Prozent Emissionsreduktion. Erstellt werden mussten eine Ist-Analyse und die Treibhausgas-Bilanz, ein konkreter Maßnahmenplan zur Erreichung des Zehn-Jahres-Ziels und eine Darstellung, wie die Klimaziele im Unternehmen verankert werden.
„Ich hätte nicht gedacht, dass wir einen so großen Hebel haben."
Brauereichef Bastian Leikeim
(einer der 10 besten Biersommeliers der Welt)
Mit 4 Maßnahmen zum Zehn-Jahres-Ziel
Aus der Analyse des Ist-Zustands ergaben sich 20 verschiedene Maßnahmen, die zusammengenommen den Betrieb auf Klimaneutralität bringen können. Und mit nur vier Maßnahmen kann die Altenburger Brauerei ihr Zehn-Jahres-Ziel, also eine 40-prozentige Reduktion ihrer Emissionen, erreichen: Die Rückgewinnung von CO2, die Umstellung auf Elektro-Stapler, die Erweiterung der Photovoltaik-Anlage auf dem Brauereidach und der energieeffiziente Umbau des Sudhauses.
Der letzte Schritt ist am aufwendigsten und besteht unter anderem in der teilweisen Umstellung von einer Dampf- auf eine Heißwasserversorgung, der Installation eines Energiespeichertanks und in Wärmerückgewinnung.
Aber die Brauerei kann damit rund 1.000 Megawattstunden Wärme und 30 Megawattstunden Strom einsparen. In Altenburg geht man die ersten Punkte schon an, unter anderem denkt man über die CO2-Rückgewinnung nach. Dieser Punkt hat Leikeim wirklich überrascht, sagt er: „Ich hätte nicht gedacht, dass wir damit einen so großen Hebel haben."
Weitere Informationen auf www.krones.com
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