Kein UN-Abkommen gegen Plastikmüll

Verpasste Chance, die entschlossenes Handeln Deutschlands gegen Abfall noch wichtiger macht

Im südkoreanischen Busan wurde am 01.12.2024 keine Einigung über ein UN-Abkommen gegen Plastikmüll erzielt und auf eine nächste Verhandlungsrunde im Jahr 2025 vertagt.
 
Hierzu erklärt Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der Deutschen Umwelthilfe (DUH):  
 
© Rita E.; Pixabay.com"Die weltweite Vermüllung der Natur mit Plastik ist neben dem Klimawandel eines der größten Umweltprobleme. Jährlich landen bis zu 23 Millionen Tonnen als Müll in unseren Meeren, Flüssen sowie Seen und Mikroplastik findet sich mittlerweile im menschlichen Körper, in Tieren und Pflanzen. Deshalb ist es umso bedauerlicher, dass in Busan keine Einigung über ein UN-Abkommen gegen Plastikmüll erzielt werden konnte. Deutschland muss sich bei der nächsten Verhandlungsrunde im Jahr 2025 für ein starkes Abkommen mit einem verbindlichen Ziel für eine geringere Plastikproduktion einsetzen. Die Vermüllung der Umwelt darf jedoch nicht auf die lange Bank geschoben werden. Umso wichtiger ist es, dass Deutschland eine Führungsrolle einnimmt und schon jetzt die richtigen Lösungsansätze aufzeigt. Schließlich wird hierzulande mit 227 Kilogramm pro Kopf im Jahr der zweitmeiste Verpackungsmüll in Europa verursacht. Ein wirksames Mittel gegen die Müllflut ist die Förderung abfallarmer Mehrwegverpackungen, die durch jede Wiederverwendung unnötigen Plastikmüll einsparen. Die künftige Bundesregierung sollte deshalb eine Abgabe von mindestens 20 Cent auf Einweg-Getränkeverpackungen wie Plastikflaschen sowie 50 Cent auf Einweg-Takeaway-Verpackungen erheben." 

Kontakt: Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH), Barbara Metz | metz@duh.de | www.duh.de



     
        
Cover des aktuellen Hefts

forum Nachhaltig Wirtschaften heißt jetzt forum future economy

forum 01/2026

  • Zukunft bauen
  • Frieden kultivieren
  • Moor rockt!
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
17
JAN
2026
INNATEX
Internationale Fachmesse für nachhaltige Textilien
65719 Hofheim-Wallau
29
JAN
2026
Symposium Bau Innovativ 2026 - Zukunft gestalten, heute handeln!
Das Branchen-Event für alle, die Innovationen mitgestalten wollen.
92339 Beilngries
10
FEB
2026
E-world energy & water
Der Branchentreffpunkt der europäischen Energiewirtschaft
45131 Essen
Alle Veranstaltungen...
Anzeige

Professionelle Klimabilanz, einfach selbst gemacht

Einfache Klimabilanzierung und glaubhafte Nachhaltigkeitskommunikation gemäß GHG-Protocol

Megatrends

Eine Zeit der "Sinnfinsternis"
Ein Blick auf die neuen Zahlen zur Kindswohlgefährdung macht auch den Philosophen Christoph Quarch sprachlos
B.A.U.M. Insights

Jetzt auf forum:

Gentechnik: Europas Bürgerinnen und Umwelt schützen!

Klimaschutzprogramm: Potenzial nur ohne Kompetenzgerangel

circulee und CHG-MERIDIAN gewähren Einblick hinter die Kulissen der zirkulären IT

Bauen mit Holz im urbanen Raum

Um das 41-fache verschätzt

E-world energy & water, 10.-12. Februar 2026 in Essen

Deutsche Zivilgesellschaft kritisiert die Unterzeichnung des umstrittenen EU-Mercosur-Abkommens scharf

Stromausfall: Risiko minimieren und rechtzeitig vorsorgen

  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • circulee GmbH
  • TÜV SÜD Akademie
  • Global Nature Fund (GNF)
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • toom Baumarkt GmbH
  • Engagement Global gGmbH
  • NOW Partners Foundation
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH