Umwelt | Ressourcen, 16.10.2024
Bundesumweltministerium fördert erstmals Repair-Cafés und Selbsthilfewerkstätten
Stärkung der Angebote für Verbraucher*innen, Produkte zu reparieren, anstatt zu entsorgen oder neu zu kaufen
Ab Dezember 2024 können ehrenamtliche Initiativen, die
Verbraucherinnen und Verbrauchern die Reparatur defekter Produkte
ermöglichen, eine eigene Förderung beantragen. Mit den Mitteln aus dem
Förderprogramm "Reparieren statt Wegwerfen" können die Einrichtungen
neue Maschinen, Werkzeuge oder Ausstattung anschaffen. Das
Bundesumweltministerium stärkt auf diese Weise Angebote für
Verbraucherinnen und Verbraucher, die ihre Produkte reparieren wollen
anstatt sie vorzeitig zu entsorgen und neu zu kaufen. Das Förderprogramm
ist die erste Bundesförderung dieser Art. In der ersten Förderrunde
stellt das BMUV mehr als drei Millionen Euro Fördermittel für
gemeinnützige Vereine zur Verfügung. Im weiteren Verlauf sollen auch
Einrichtungen gefördert werden, die nicht als Verein konstituiert sind.
Bundesumweltministerin Steffi Lemke: "Mit dem Förderprogramm
'Reparieren statt Wegwerfen' wollen wir die Lebensdauer von Produkten
verlängern, um Ressourcen zu sparen. Wenn Verbraucherinnen und
Verbraucher ihre Elektrogeräte oder andere Produkte reparieren, dann
können sie diese länger nutzen und müssen erst dann ein neues Produkt
kaufen, wenn es wirklich nötig ist. Repair-Cafés und
Selbsthilfewerkstätten sind eine wichtige Stütze für das Recht auf
Reparatur. Und sie sind Orte der Bürgerbeteiligung, in denen
Umweltschutz aktiv gelebt wird."
Das Förderprogramm ist ein weiteres Element zur Stärkung der Reparatur und zur Schonung knapper Ressourcen. Dieses ergänzt insbesondere die auf EU-Ebene getroffenen Regelungen zum Ökodesign und zum Recht auf Reparatur. So müssen ab 20. Juni 2025 Tablets und Smartphones reparierbar sein und Anleitungen sowie bestimmte Ersatzteile zur Verfügung gestellt werden, wie z.B. Displays und Akkus. In der EU-Richtlinie zum Recht auf Reparatur erhalten die Verbraucher eine um ein Jahr längere Gewährleistungsfrist, wenn sie sich bei einem Mangel während der zweijährigen Gewährleistungsfrist für eine Reparatur entscheiden, anstatt eine neue Sache zu verlangen.
In der ersten Förderrunde des Programms können sich zunächst all jene Reparaturinitiativen bewerben, die als gemeinnützige Vereine organisiert sind. Jede gemeinnützige Reparatur-Initiative kann einmalig eine Förderung von bis zu 3.000 Euro beantragen. Die aktuelle Förderung läuft bis Anfang 2026. Im Jahr 2025 soll auch eine Förderrunde für andere Reparatur-Initiativen gestartet werden, die nicht als Vereine organisiert sind.
Gefördert werden Projekte von Reparatur-Initiativen und Selbsthilfe-Werkstätten, die Verbraucherinnen und Verbrauchern die Reparatur ihrer Geräte erleichtern: durch bessere Ausstattung (Investitionen), Information, Qualifikation, Erhalt und Fortbetrieb der Reparatur-Initiativen und Selbsthilfe-Werkstätten. Förderfähig sind vorrangig investive Maßnahmen zur Beschaffung von Geräten und Maschinen, Werkzeugen, Ausstattung, Materialien und Verbrauchsmaterialien und von vergleichbaren Gegenständen. Ergänzend sind Ausgaben für den Unterhalt von Räumlichkeiten und die Durchführung von Veranstaltungen sowie für Qualifikations- und Fortbildungsmaßnahmen für ehrenamtliche Reparateur*innen und Organisator*innen förderfähig.
Die anstiftung, Initiatorin und Betreiberin des Netzwerks Reparatur-Initiativen in Deutschland, erhält die Fördermittel zur Ausreichung an die gemeinnützigen Reparaturinitiativen. Die Stiftung wird in Kürze ein Förderportal freischalten, über das Reparatur-Initiativen die Unterstützung unbürokratisch elektronisch beantragen können. Die Eröffnung des Antragsverfahrens wird bekannt gemacht, sobald das Bewerbungsportal online gestellt wird. Voraussichtlich im Dezember 2024 können gemeinnützige Reparatur-Initiativen ihre Förderung über das Förderportal beantragen.
Weitere Informationen
FAQ zu Förderrichtlinie
Bundesumweltministerin Steffi Lemke: "Mit dem Förderprogramm
'Reparieren statt Wegwerfen' wollen wir die Lebensdauer von Produkten
verlängern, um Ressourcen zu sparen. Wenn Verbraucherinnen und
Verbraucher ihre Elektrogeräte oder andere Produkte reparieren, dann
können sie diese länger nutzen und müssen erst dann ein neues Produkt
kaufen, wenn es wirklich nötig ist. Repair-Cafés und
Selbsthilfewerkstätten sind eine wichtige Stütze für das Recht auf
Reparatur. Und sie sind Orte der Bürgerbeteiligung, in denen
Umweltschutz aktiv gelebt wird."Das Förderprogramm ist ein weiteres Element zur Stärkung der Reparatur und zur Schonung knapper Ressourcen. Dieses ergänzt insbesondere die auf EU-Ebene getroffenen Regelungen zum Ökodesign und zum Recht auf Reparatur. So müssen ab 20. Juni 2025 Tablets und Smartphones reparierbar sein und Anleitungen sowie bestimmte Ersatzteile zur Verfügung gestellt werden, wie z.B. Displays und Akkus. In der EU-Richtlinie zum Recht auf Reparatur erhalten die Verbraucher eine um ein Jahr längere Gewährleistungsfrist, wenn sie sich bei einem Mangel während der zweijährigen Gewährleistungsfrist für eine Reparatur entscheiden, anstatt eine neue Sache zu verlangen.
In der ersten Förderrunde des Programms können sich zunächst all jene Reparaturinitiativen bewerben, die als gemeinnützige Vereine organisiert sind. Jede gemeinnützige Reparatur-Initiative kann einmalig eine Förderung von bis zu 3.000 Euro beantragen. Die aktuelle Förderung läuft bis Anfang 2026. Im Jahr 2025 soll auch eine Förderrunde für andere Reparatur-Initiativen gestartet werden, die nicht als Vereine organisiert sind.
Gefördert werden Projekte von Reparatur-Initiativen und Selbsthilfe-Werkstätten, die Verbraucherinnen und Verbrauchern die Reparatur ihrer Geräte erleichtern: durch bessere Ausstattung (Investitionen), Information, Qualifikation, Erhalt und Fortbetrieb der Reparatur-Initiativen und Selbsthilfe-Werkstätten. Förderfähig sind vorrangig investive Maßnahmen zur Beschaffung von Geräten und Maschinen, Werkzeugen, Ausstattung, Materialien und Verbrauchsmaterialien und von vergleichbaren Gegenständen. Ergänzend sind Ausgaben für den Unterhalt von Räumlichkeiten und die Durchführung von Veranstaltungen sowie für Qualifikations- und Fortbildungsmaßnahmen für ehrenamtliche Reparateur*innen und Organisator*innen förderfähig.
Die anstiftung, Initiatorin und Betreiberin des Netzwerks Reparatur-Initiativen in Deutschland, erhält die Fördermittel zur Ausreichung an die gemeinnützigen Reparaturinitiativen. Die Stiftung wird in Kürze ein Förderportal freischalten, über das Reparatur-Initiativen die Unterstützung unbürokratisch elektronisch beantragen können. Die Eröffnung des Antragsverfahrens wird bekannt gemacht, sobald das Bewerbungsportal online gestellt wird. Voraussichtlich im Dezember 2024 können gemeinnützige Reparatur-Initiativen ihre Förderung über das Förderportal beantragen.
Weitere Informationen
FAQ zu Förderrichtlinie
Kontakt: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV), Andreas Kübler | presse@bmuv.bund.de | www.bmuv.bund.de
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