Zertifizierter ESG Reporting Professional. Fit für CSRS & Co. - ESG-Reporting souverän meistern.
Technik | Energie, 27.04.2024

Ökologisch vorbildlich warm baden

Die Moseltherme Traben-Trarbach spart nach umfassender Sanierung mehrere 10.000 Liter Heizöl ein

„So sehen integrierte, sinnvolle Wärmerückgewinnungskonzepte aus, die die kommunale Energiewende voranbringen." Mit diesem starken Lob wird Landesumwelt- und Klimaschutzministerin Katrin Eder zitiert, als sie jüngst einen Förderbescheid an Traben-Trarbachs Verbandsgemeindebürgermeister Marcus Heintel überbrachte. Mehr als 870.000 Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) ist der Bescheid wert, mit dem die energetische Sanierung der Moseltherme Traben-Trarbach unterstützt wird. 

Klimaschutz- und Energieministerin Katrin Eder (links) überreicht EFRE-Förderbescheid in Höhe von rund 873.000 Euro an Bürgermeister Marcus Heintel (Mitte) und den Bäderbetriebsleiter Daniel Schön (rechts) – Moseltherme Traben-Trarbach energetisch saniert, © Verbandsgemeinde Traben-TrarbachNeben einer umfassenden Wärmerückgewinnung sind die dämmende Sanierung der Dachflächen und darauf großflächige Photovoltaikanlagen die zentralen Punkte dieses kommunalen Vorzeigeprojektes. Einschließlich Nebenkosten haben die Maßnahmen insgesamt etwa 2,25 Millionen Euro gekostet. 

Das Thermalbad, in einem kleinen Seitental der Mosel bei Bad Wildstein gelegen, gibt es ursprünglich seit 1969. Die große Mehrzahl der vorhandenen Gebäude und Anlagen entstand allerdings Mitte der 1990er Jahre. Gespeist wird das Bad von einer nahe gelegenen Thermalquelle.  

Bisher hohe Energiekosten
Die einzige Thermalquelle an der Mosel befindet sich im Eleonorenstollen, der früher dem Erzabbau diente. Die dort stündlich hervor strömenden zehn Kubikmeter Wasser erreichen die Moseltherme mit rund 28 Grad Celsius und werden dort – das Sportbecken ausgenommen – noch auf bis zu 32 Grad erwärmt. 

Rund 210.000 Liter Heizöl sind vor der Sanierung jährlich dafür und für die Beheizung der Räume verbraucht worden. Ein erheblicher Brocken innerhalb der Energiekosten von knapp einer Viertelmillion pro Jahr – und wegen der CO2-Bepreisung ein perspektivisch stark ansteigender. 

Das macht die Sanierungsmaßnahmen zusätzlich wirtschaftlich. Die dauerhafte Reduzierung von Betriebskosten ist auch ein starkes Argument für die Investitionen. Statt zweier großer Ölkessel übernehmen nun Wärmepumpen die Heizlast, gestützt auf den regenerativ erzeugten Solarstrom von den Dächern. 
 
CO2-Emissionen verringern
Ziel aller Maßnahmen ist es laut Potenzial-Analyse des beauftragten Ingenieurbüros vom Oktober 2020, nicht nur die Energieverbräuche, sondern auch die damit verbundenen „indirekten CO2-Emissionen des Bades in einem sehr hohen Umfang zu reduzieren". Bei der Projektplanung wurde die Verbandsgemeinde von der Energieagentur Rheinland-Pfalz unterstützt. 

Mit dem jetzt erreichten Ergebnis der Sanierung zeigt sich Werk- und Projektleiter Jens Burch zufrieden. Die Fördergelder aus dem Europäischen EFRE-Programm hätten eine so umfassende Sanierung überhaupt erst möglich gemacht, wenn auch knappe Umsetzungsfristen und lange Genehmigungszeiten nicht leicht zu bewältigen gewesen seien und zu administrativen Problemen in der Abwicklung geführt hätten. In Zeiten knapper Kassen sei jede finanzielle Förderung gut angelegtes Geld, sagte VG-Bürgermeister Heintel und richtete seinen Dank für die Förderung an die Ministerin.  

„Technisch sehr komplex"
Die wiederum dankte der Kommune für ihren Einsatz. Denn im Wärmebereich stecke in Gebäudeenergieeffizienzmaßnahmen einer der größten Hebel, um klimafreundlich zu werden. „Gerade die energetische Sanierung von Schwimmbädern stellt einen technisch sehr komplexen Anwendungsfall dar", sagte Katrin Eder. „Umso mehr freuen wir uns, dass die Verbandsgemeinde Traben-Trarbach die energetische Sanierung der Moseltherme angepackt hat."

Kontakt: Verbandsgemeinde Traben-Trarbach, Jens Burch | 06541 – 708-167 | burch.j@vgwtt.de | vgtt.de


Quelle: Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz GmbH



     
        
Cover des aktuellen Hefts

Frau Reiche – es reicht!

forum 03/2026

  • Resilienz
  • Klimafinanzierung
  • Wald
  • Startups
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
11
SEP
2026
Den Demokratie-Muskel stärken – Zusammen für das Gemeinwohl!
Training mit Christian Felber & Roman Huber
38489 Beetzendorf
11
SEP
2026
Den Demokratie-Muskel stärken
Live-Online-Training in Echtzeit mit Grit Bümann, Roman Huber, Christian Felber
online
22
OKT
2026
csrTAG 2026 – Nachhaltigkeit als Wirtschaftsfaktor
R³essourcen. R³esilienz. R³entabilität. - Ticketverkauf gestartet
A-6236 Alpbach
Alle Veranstaltungen...
Anzeige

Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.

Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.

Sport & Freizeit, Reisen

Teamgeist und Zusammenhalt
Christoph Quarchs Überlegungen zum Start der Fußball-Weltmeisterschaft
Lassen Sie sich begeistern von einem Buch, das Hoffnung macht.
Hier könnte Ihre Werbung stehen! Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot

Jetzt auf forum:

Die AnStifter – Eine Welt. Viele Wege. Der Podcast von Engagement Global

Hiroshima und Nagasaki: Der Mahnruf des missachteten Gewissens

Das nachhaltigste Gebäude steht schon

Hitzegipfel jetzt!

36 Grad und es wird immer heißer...

Erneute Extremhitze: Verbände fordern Hitzegipfel

Hitze gefährdet die Trinkwasserversorgung

Mehr Präsenz für Innovationen und eine nachhaltige Zukunft!

B.A.U.M. Insights
  • 66 seconds for the future
  • Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • NOW Partners Foundation
  • SUSTAYNR GmbH
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • Klimabündnis Ebersberg-München
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • TÜV SÜD Akademie
  • ZamWirken e.V.
  • WWF Deutschland
  • Engagement Global gGmbH
  • Global Nature Fund (GNF)
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen