Wirtschaft | Lieferkette & Produktion, 17.02.2024
Studie enthüllt Menschenrechtsverletzungen in Palmöl-Lieferketten - mehr als 20 Unternehmen in Deutschland betroffen
NGO fordert Einhaltung der Sorgfaltspflichten gemäß Lieferkettengesetz
Mehr als 20 Unternehmen in Deutschland beziehen, verarbeiten oder
verkaufen Palmöl von zwei Betrieben, die nachweislich für
Menschenrechtsverletzungen und Umweltvergehen in Guatemala
verantwortlich sind. Darunter große Player wie Aldi, Lidl, Netto, Metro
und BASF. Das ist das Ergebnis des Palmöl-Reports "Im Schatten der
Ölpalme", den die Romero Initiative (CIR) heute veröffentlicht hat. Die
CIR fordert die betroffenen Unternehmen auf, die Einhaltung von
Menschenrechten und Umweltstandards zu gewährleisten, wie es das
Lieferkettengesetz fordert.
"Die Anzahl der involvierten Unternehmen übersteigt das bisher bekannte
Ausmaß um ein Vielfaches", sagt Dominik Groß, Referent für
Agrarlieferketten bei der Romero Initiative. "Über ihre
Geschäftsbeziehungen tragen Unternehmen wie Aldi und Lidl zur
Finanzierung und Legitimierung der problematischen Palmölindustrie in
Guatemala bei."
Die guatemaltekischen Palmöl-Produzenten NaturAceites und Industria Chiquibul stehen aufgrund von Umweltverschmutzungen und Konflikten mit lokalen indigenen Gemeinden regelmäßig in der Kritik. Anwohner*innen und Augenzeug*innen werfen ihnen Landraub, Wasserverschmutzung, Einschüchterung und Arbeitsrechtsverletzungen vor. Zahlreiche Presse- und NGO-Berichte der vergangenen Jahre belegen die anhaltenden Rechtsverstöße durch die Firmen, die mehrere Palmölplantagen in Guatemala betreiben.
Der CIR-Report identifiziert nun über 20 Unternehmen, die Palmöl von NaturAceites und/oder Industria Chiquibul beziehen, verarbeiten oder verkaufen. Darunter sind große Supermarktketten wie Aldi und Lidl, aber auch Markenhersteller wie Upfield oder Vandemoortele und international agierende Agrarhandelskonzerne wie ADM und Bunge.
Das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) verpflichtet Unternehmen, Risikoanalysen durchzuführen und Maßnahmen zu ergreifen, wenn es Hinweise darauf gibt, dass Menschenrechte in ihren Lieferketten nicht eingehalten werden. Aus den durch die CIR-Recherchen aufgedeckten Missständen müssen die Unternehmen, die Palmöl von NaturAceites und Industria Chiquibul beziehen, dringend Konsequenzen ziehen. "Die involvierten Unternehmen müssen ihre große Marktmacht nutzen und die guatemaltekischen Produzenten dazu bewegen, alle Rechtsverstöße zu beenden", fordert Dominik Groß.
Die schwerwiegenden sozialen und ökologischen Folgen der Palmölproduktion in Mittelamerika sind lange bekannt. Doch fehlende Transparenz in den Lieferketten sorgt dafür, dass längst nicht alle Lieferbeziehungen rekonstruiert werden können. "Das BAFA als zuständige Behörde muss hier dringend striktere Vorgaben machen, um diese Lücke in der Umsetzung des Lieferkettengesetzes zu stopfen", fordert Groß.
Der Report "Im Schatten der Ölpalme - Palmölproduktion in Mittelamerika und die Verantwortung von Unternehmen in Deutschland" ist auf der Webseite der CIR abrufbar: www.ci-romero.de/produkt/report-im-schatten-der-oelpalme
"Die Anzahl der involvierten Unternehmen übersteigt das bisher bekannte
Ausmaß um ein Vielfaches", sagt Dominik Groß, Referent für
Agrarlieferketten bei der Romero Initiative. "Über ihre
Geschäftsbeziehungen tragen Unternehmen wie Aldi und Lidl zur
Finanzierung und Legitimierung der problematischen Palmölindustrie in
Guatemala bei." Die guatemaltekischen Palmöl-Produzenten NaturAceites und Industria Chiquibul stehen aufgrund von Umweltverschmutzungen und Konflikten mit lokalen indigenen Gemeinden regelmäßig in der Kritik. Anwohner*innen und Augenzeug*innen werfen ihnen Landraub, Wasserverschmutzung, Einschüchterung und Arbeitsrechtsverletzungen vor. Zahlreiche Presse- und NGO-Berichte der vergangenen Jahre belegen die anhaltenden Rechtsverstöße durch die Firmen, die mehrere Palmölplantagen in Guatemala betreiben.
Der CIR-Report identifiziert nun über 20 Unternehmen, die Palmöl von NaturAceites und/oder Industria Chiquibul beziehen, verarbeiten oder verkaufen. Darunter sind große Supermarktketten wie Aldi und Lidl, aber auch Markenhersteller wie Upfield oder Vandemoortele und international agierende Agrarhandelskonzerne wie ADM und Bunge.
Das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) verpflichtet Unternehmen, Risikoanalysen durchzuführen und Maßnahmen zu ergreifen, wenn es Hinweise darauf gibt, dass Menschenrechte in ihren Lieferketten nicht eingehalten werden. Aus den durch die CIR-Recherchen aufgedeckten Missständen müssen die Unternehmen, die Palmöl von NaturAceites und Industria Chiquibul beziehen, dringend Konsequenzen ziehen. "Die involvierten Unternehmen müssen ihre große Marktmacht nutzen und die guatemaltekischen Produzenten dazu bewegen, alle Rechtsverstöße zu beenden", fordert Dominik Groß.
Die schwerwiegenden sozialen und ökologischen Folgen der Palmölproduktion in Mittelamerika sind lange bekannt. Doch fehlende Transparenz in den Lieferketten sorgt dafür, dass längst nicht alle Lieferbeziehungen rekonstruiert werden können. "Das BAFA als zuständige Behörde muss hier dringend striktere Vorgaben machen, um diese Lücke in der Umsetzung des Lieferkettengesetzes zu stopfen", fordert Groß.
Der Report "Im Schatten der Ölpalme - Palmölproduktion in Mittelamerika und die Verantwortung von Unternehmen in Deutschland" ist auf der Webseite der CIR abrufbar: www.ci-romero.de/produkt/report-im-schatten-der-oelpalme
Kontakt: Romero Initiative (CIR) | Lethmate@ci-romero.de | ci-romero.de
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