Innovation und Engagement für die Umsetzung des Green Deal

Die Politik hat Klimawandel und Umweltzerstörung längst als globale Existenzbedrohung erkannt. Der von der Europäischen Union initiierte Green Deal will gegensteuern und bezieht dabei auch die Unternehmen mit ein. Unternehmerische Innovationen und Engagement für Nachhaltigkeit sollen gefördert werden. Ziel ist eine Wirtschaft, die bis zum Jahr 2050 klimaneutral agiert, unabhängig von Ressourcenverbrauch wächst und ihrer Verantwortung für Menschen und Regionen gerecht wird.

Tragfähigen Lösungen für nachhaltige Produktionsprozesse
Zukunftssicherung durch Klimaneutralität und soziale Verantwortung. © image by rawpixel.com on freepik.comNur wenn Unternehmen ihre Geschäftsprozesse am Konzept der Nachhaltigkeit ausrichten, bleiben sie zukunfts- und wettbewerbsfähig. Der Einkauf der benötigten Rohstoffe, der Bau moderner Produktionsanlagen, der Einsatz klima- und umweltfreundlicher Herstellungsverfahren oder der CO2-neutrale Vertrieb - all dies überzeugt die Kundinnen und Kunden, fördert die Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens und schützt Klima, Umwelt und Menschen.

Insbesondere die Produktion von Gütern ist oft mit einem hohen Energieverbrauch verbunden, der wiederum zu hohen CO2-Emissionen führen kann. Daher ist es umso wichtiger, Produktionsstätten zu errichten, die mit sauberer Energie betrieben werden und umweltfreundliche Produktionsverfahren anwenden. Ein Beispiel dafür ist das schwedische Unternehmen für Arbeitskleidung Blåkläder. Es lässt seine Produkte in Sri Lanka und Myanmar produzieren und hat bereits bei der Planung der Produktionsstätten Nachhaltigkeit zum Leitbild gemacht.

Nachhaltigkeit in Produktionsstätten kann durch zahlreiche Maßnahmen erreicht werden, z.B. durch Solarzellen, die saubere Energie erzeugen und die Energiekosten um 50 Prozent senken. Wassergekühlte, energiesparende und FCKW-freie Klimaanlagen können ebenso eingesetzt werden wie tageslichtgesteuerte LED-Beleuchtung und prismatische Dachfenster für mehr natürliches Streulicht mit maximalem UV-Schutz.

Helle Decken, Böden und Wände minimieren die Tageshitze, automatische Wasserhähne und Wasserrückgewinnung reduzieren den Wasserverbrauch um 75 Prozent. Eine kontinuierliche Mülltrennung reduziert den CO2-Ausstoß, da weniger Müll verbrannt werden muss. Ein hohes Maß an Nachhaltigkeit wird auch erreicht, wenn - wie in den Blåkläder-Werken - 30 bis 40 Prozent der in den Gebäuden verwendeten Baumaterialien recycelt werden können.

Vertrieb von nachhaltigen Produkten als Beitrag zum Green Deal
Gerade die Herstellung von Textilien belastet die Umwelt in erheblichem Maße. Deshalb achten auch Unternehmen, die nicht selbst produzieren, bei der Zusammenstellung ihres Sortiments zunehmend darauf, dass Textilien beispielsweise Bio-Qualität haben, fair gehandelt wurden, vegan sind, recycelt werden können oder aus recycelten Materialien bestehen und somit insgesamt klimafreundlich sind.

Nach diesen Kriterien hat Cantana, ein Unternehmen, das sich auf die Veredelung von Textilien durch Bedrucken und Besticken spezialisiert hat, sein Portfolio zusammengestellt. Das Kriterium „Fair" macht deutlich, dass es bei Nachhaltigkeit nicht nur um umwelt- und klimaschonende Maßnahmen wie die Nutzung von Wind- oder Solarenergie geht. Es geht auch um die Arbeitsbedingungen der Menschen, die die Waren herstellen.

Wer heute als Unternehmen nachhaltig handeln will, muss an allen Standorten im In- und Ausland die Ausbeutung der Menschen, die für ihn arbeiten, verhindern. Kinderarbeit, ungerechte Entlohnung, unangemessene Arbeitszeiten, unsichere Arbeitsplätze, all diese Formen der Diskriminierung und Ausbeutung gilt es konsequent zu verhindern. Cantana legt großen Wert auf die Einhaltung der 8 internationalen Arbeitsstandards, die erfüllt sein müssen, damit ein Produkt als „fair" verkauft werden darf.

Von besonderer Bedeutung ist hier die Zertifizierung „Fairtrade Cotton". Dabei handelt es sich um ein Siegel, das die Umsetzung der ILO-Kernarbeitsnormen bestätigt. Eine wichtige Rolle spielt auch die FairWear Foundation, die die Einhaltung von Sozialstandards in der Textilproduktion kontrolliert.

Nachhaltige Geschäftsmodelle überzeugen
Nachhaltigkeit ist längst kein Trendthema mehr, das irgendwann vom nächsten Hype abgelöst wird. Nachhaltiges Handeln ist ein Gebot der Stunde, wenn unsere Erde auch für nachfolgende Generationen als Lebensraum erhalten bleiben soll. Wer weiterhin exzessiv die Ressourcen der Natur ausbeutet, beraubt zukünftige Generationen ihrer Lebensgrundlagen. Gelingt es Politik und Wirtschaft nicht, den Klimawandel zu stoppen und der Umweltzerstörung Einhalt zu gebieten, wird die Erde eines Tages unbewohnbar sein.

Um ein solches Worst-Case-Szenario zu vermeiden, ist ein Höchstmaß an Verantwortungsbewusstsein und entsprechendes Handeln aller erforderlich. Aus diesem Grund sind Geschäftsmodelle, wie sie von Blåkläder, Cantana und vielen anderen Unternehmen verfolgt werden, ein wesentlicher Beitrag zur Erreichung der Ziele, wie sie von der Europäischen Union im Green Deal festgelegt wurden.


     
        
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