Lifestyle | Gesundheit & Wellness, 18.04.2023
Gesundheitsgefahr Motorradlärm
Deutsche Umwelthilfe und Bundesverband gegen Motorradlärm rufen Betroffene zur Vernetzung und Meldung von Lärm-Hotspots auf
Deutsche Umwelthilfe und Bundesverband gegen Motorradlärm starten Aktivitäten gegen gesundheitsschädlichen Straßenverkehrslärm durch Motorräder; betroffene Personen können sich unter www.motorradlaerm.de/#hotspot-melden informieren und vernetzen sowie Lärm-Hotspots melden.
Zum Start der Motorradsaison im Frühjahr wird die Deutsche Umwelthilfe (DUH) gemeinsam mit dem Vereinigten Arbeitskreis gegen Motorradlärm (VAGM) aktiv gegen gesundheitsschädlichen Motorradlärm. Unter www.motorradlaerm.de/#hotspot-melden haben die Verbände eine neue Plattform ins Leben gerufen, auf der Betroffene Lärm-Hotspots in einer Karte eintragen sowie bestehende Initiativen in der Umgebung ausfindig machen und kontaktieren können. Eine Sammlung von fachlichen Stellungnahmen, Gerichtsurteilen und Gutachten hilft Betroffenen außerdem, ihr Recht auf mehr Lärmschutz durchzusetzen. Dorothee Saar, DUH-Leiterin Verkehr und Luftreinhaltung: "Lärm macht krank. Insbesondere unnötig laute Motorräder sind seit Jahrzehnten ein ernstzunehmendes Problem für Millionen Menschen. Wirkungslose Lärmtests in den Zulassungsverfahren und fehlende Höchstwerte für Motorradlärm tragen dabei ganz klar die Handschrift der Industrielobby. Auf der anderen Seite stoßen Kommunen bei der Durchsetzung lokaler Gegenmaßnahmen wie Tempo 30 nach wie vor auf bürokratische Hürden des Straßenverkehrsrechts. Wir fordern Verkehrsminister Wissing auf, endlich die Änderungen im Gesetz vorzulegen, die den Kommunen den notwendigen Handlungsspielraum geben. Was die Politik nicht regelt, müssen die Bürgerinnen und Bürger ausbaden und teils mit ihrer Gesundheit bezahlen. Mit unserem neuen Bündnis unterstützen wir die betroffenen Menschen dabei, gemeinsam Druck auszuüben."
DUH und VAGM fordern wirksame Maßnahmen gegen Motorradlärm. Dazu gehört, dass die Länder der Polizei ausreichend Personal und Mittel zur Verfügung stellen, um regelmäßige Kontrollen durchführen und zu laute Motorräder aus dem Verkehr ziehen zu können. Pilotprojekte mit Maßnahmen zur Lärmreduzierung müssen ohne bürokratische Erschwernisse auf lokaler Ebene leichter als bisher durchzuführen zu sein. Lärmblitzer, wie sie in Frankreich bereits eingesetzt werden, müssten auch in Deutschland endlich zugelassen und in den betroffenen Regionen installiert werden. Dazu müssen auch auf Bundesebene endlich die Weichen gestellt werden.
Dazu Holger Siegel vom VAGM: "Regelmäßige Kontrollen erzielen eine abschreckende Wirkung und reduzieren unnötigen Lärm. Lärmblitzer können helfen, die Polizei zu entlasten und trotzdem eine hohe Kontrolldichte sicherzustellen. Gleichzeitig setzen wir auch auf einen Diskurs und Einsicht der Lärmverursacher, die sich der Auswirkung ihres Handels auf andere Personen teilweise nicht bewusst sind. Sie schaden letztlich auch ihrem eigenen Hobby."
Hintergrund:
Das Projekt von DUH und VAGM wird vom Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz gefördert. Nach Luftverschmutzung ist Lärm die zweitgrößte umweltbedingte Ursache für Gesundheitsprobleme. Unter den Lärmquellen ist nach Angaben des Umweltbundesamts (UBA) der Straßenverkehr die mit Abstand dominanteste: Drei Viertel der Menschen in Deutschland werden durch Straßenverkehrslärm gestört oder gar belästigt. Das kommt auch die Staatskasse teuer zu stehen: Allein die Gesundheitskosten in Folge der Lärmbelastung betrugen im Jahr 2016 laut UBA 1,77 Milliarden Euro.
Besonders gesundheitsschädlich sind die sogenannten Lärmspitzen. Dies sind einzelne extreme Lärmsituationen (etwa bei zu starker Beschleunigung, oder wegen manipulierter Auspuffanlagen), die vor allem von Motorrädern und teilweise Sport-Pkw sowohl im städtischen Verkehr als auch auf beliebten Ausflugstrecken im ländlichen Raum verursacht werden. Die Fahrzeuge sind oft bereits ab Werk zu laut, halten Vorgaben zu Geräuschemissionen nur unter Bedingungen im Prüfstandzyklus ein und sind teilweise von den Fahrzeughaltern manipuliert.
Links:
- Hier können Sie Lärm-Hotspots in ihrer Umgebung melden
- Mehr Informationen zum Thema Motorradlärm finden Sie hier
Kontakt: Bundesverband gegen Motorradlärm, Holger Siegel | h.siegel@motorradlaerm.de | www.motorradlaerm.de
Zukunft braucht Frieden
forum 02/2026
- Militär & Märkte
- Grüner Wasserstoff
- Moorschutz als Invest
- ESG loves KI
Kaufen...
Abonnieren...
20
MAI
2026
MAI
2026
21
MAI
2026
MAI
2026
Munich Impact Night
Dieser Abend ist für alle, die die Zukunft noch nicht aufgegeben haben
81379 München
Dieser Abend ist für alle, die die Zukunft noch nicht aufgegeben haben
81379 München
16
JUN
2026
JUN
2026
Anzeige
Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.
Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.
Digitalisierung
Neues "Mental Operating System" für Social Media und Ki-SystemeChristoph Quarch plädiert für die Programmierung einer europäischen, humanistischen KI zur Erreichung digitaler Souveränität
Jetzt auf forum:
KOSTAL Wechselrichter und Batterie kompatibel mit Heartbeat AI
Dekarbonisierung als Wettbewerbsfaktor und Innovationstreiber aktiv steuern
Sharena Fabrika kündigt Kurs zum Erwerb des Permakultur-Design-Zertifikats an
Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft…
EU-Verpackungsverordnung (EU) 2025/40
Rollen und Verantwortlichkeit in der PPWR: Wer ist wofür zuständig?




















