Eine Welt. Ein Klima. Für globale Entwicklung und Klimaschutz gemeinsam handeln! Engagieren Sie sich jetzt: www.allianz-entwicklung-klima.de

Zivilgesellschaft fordert Ernährungswende in öffentlich finanzierten Einrichtungen

Petition und Positionspapier zeigen dringenden Handlungsbedarf

Das aktuelle Ernährungs- und Landwirtschaftssystem verursacht Schäden mit hohen gesellschaftlichen und ökologischen Folgekosten. Deswegen wenden sich 41 zivilgesellschaftliche Organisationen an den Hamburger Senat und fordern schnelle politische Maßnahmen für eine Ernährungswende in öffentlich finanzierten Einrichtungen. In ihrem Positionspapier und einer Online-Petition verlangen sie eine zukunftsfähige Ernährung und faire Preise bei der Verpflegung in Kitas, Schulen und anderen öffentlich finanzierten Einrichtungen. 

© lbokel, pixabay.com"Die Politik steht in der Verantwortung, in Einrichtungen, die mit Steuergeldern finanziert sind, eine Ernährungswende voranzubringen. Wir brauchen mehr Klima- und Umweltschutz beim Essen. Gleichzeitig muss die Politik für faire Löhne in den Lieferketten und für bezahlbare Preise für die Kinder und ihre Eltern sorgen. Dafür sind mehr öffentliche Zuschüsse für das Essen in Kitas und Schulen genauso notwendig wie verbindliche Nachhaltigkeitsstandards", erläutert Julia Sievers von der Agrar Koordination. 

Das breite Bündnis aus den Bereichen Umweltschutz, Tierschutz, Kirche und Entwicklungspolitik fordert, dass der Einsatz von ökologisch produzierten und fair gehandelten Lebensmitteln in der Außer-Haus-Verpflegung schrittweise erhöht wird. Bis 2030 sollten in öffentlich finanzierten Einrichtungen alle Lebensmittel aus biologischer Landwirtschaft kommen. 

Die Nichtregierungsorganisationen schlagen in ihrem Positionspapier vor, dass die Politik parallel zur Etablierung von Mindeststandards ein Förderprogramm finanziert, damit durch Bildungs- und Beratungsangebote die Umstellung auf eine nachhaltige Ernährung unterstützt wird. 

"Europäische Städte wie Kopenhagen setzen bereits seit Jahren 90 Prozent Bio in allen öffentlichen Kantinen um - und dies haben sie dank intensiver Beratungsangebote erreicht, ohne dass sich die Kosten für die Mahlzeiten erhöht haben. Auch in Deutschland gibt es bereits mehrere Vorreiterstädte. Berlin hat zum Beispiel mit der Kantine Zukunft eine Beratungsinitiative nach dem Kopenhagener Vorbild ins Leben gerufen. Auch Hamburg sollte ambitioniertere Zielvorgaben in öffentlichen Kantinen beschließen und mittels Beratungsförderung umsetzen", findet Alexandra Wandel, Stiftung World Future Council. 

"Für die nicht-regionalen Lebensmittel ist es wichtig, eine global verantwortliche Lieferkette sicherzustellen. Der Faire Handel ist mit seinen direkten, nachhaltigen und transparenten Produktionswegen ein Pionier seit 50 Jahren. Da Kakao, Bananen oder Kaffee vorerst nicht in der Hamburger Region wachsen werden, muss hier der Faire Handel eine Vorbildrolle einnehmen", betont Christine Prießner, Koordinatorin der Fair Trade Stadt Hamburg. 

Das Bündnis ruft die Menschen in Hamburg dazu auf, sich den Forderungen anzuschließen und die Online-Petition zu unterzeichnen. Weitere Organisationen sind als Unterzeichner des Positionspapiers ebenfalls willkommen. 

Der Start der Petition und die Veröffentlichung des Positionspapiers erfolgen im Rahmen einer bundesweiten Initiative für eine Ernährungswende unter dem Motto "Zukunft pflanzen. Nahrung sichern" #Ährensache. 

Positionspapier: bit.ly/3KrDHPJ 

Kontakt:  Agrar Koordination, Julia Sievers | julia.sievers@agrarkoordination.de | www.agrarkoordination.de

Lifestyle | Essen & Trinken, 01.09.2022
     
Cover des aktuellen Hefts

Ist die Party vorbei?

forum Nachhaltig Wirtschaften 03/2022 mit dem Schwerpunkt: Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft

  • Regeneratives Wirtschaften
  • Kapital für nachhaltiges Bauen
  • Der Champagner der Energiewende
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
11
OKT
2022
Frankfurter Zukunftskongress
Frische Ideen angewandt - Willkommen in der Zukunft!
60318 Frankfurt am Main
21
OKT
2022
Nürnberger CSR-Tag „Welt im Wandel!"
Unser Stadt gemeinsam lebensWERT gestalten
Online
26
OKT
2022
"Klimaschutz mit Strategie"
Die Lieferkette von Vaude auf dem Prüfstand
online
Alle Veranstaltungen...
Zero Waste Vision. Mit der DIN SPEC 91436 Zertifizierung von TÜV SÜD Müll- und Abfallmengen nachhaltig reduzieren. Informieren Sie sich jetzt!

Gemeinsam ist es Klimaschutz

natureOffice nimmt Sie mit auf die Reise durch den Klimakosmos - gleich YouTube-Kanal abonnieren und Baum pflanzen!

Branchen & Verbände

Hat der grüne Landwirtschaftsminister einen ökologischen Sündenfall begangen?
Christoph Quarch schlägt einen grundlegenden Paradigmenwechsel in der Landwirtschaft vor
B.A.U.M. Insights

Jetzt auf forum:

Negativpreis für Greenwashing: Goldener Geier 2022

Deutscher Nachhaltigkeitspreis

Pascoe Naturmedizin auf dem Weg zur Klimaneutralität

Mit Kreativität gegen Zukunftssorgen:

Commown: Die Kooperative für nachhaltige Elektronik

forum präsentiert Ihre Events und Awards

Photovoltaik

GROHE präsentiert Recycling-Dusche als innovative Lösung gegen globale Wasserknappheit

  • Verka VK Kirchliche Vorsorge VVaG
  • Nespresso Deutschland GmbH
  • Telefónica Germany GmbH & Co. OHG
  • B.A.U.M. e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • Frankfurt University of Applied Sciences
  • TourCert gGmbH
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • Global Nature Fund (GNF)
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • PEFC Deutschland e. V.