evoBuild - Zirkulär gedacht. Für Visionen gemacht.
Umwelt | Klima, 03.07.2008

Allianz und WWF:

G8-Staaten zu langsam im Wettlauf gegen den Klimawandel

Der Klimawandel ist nicht mehr aufzuhalten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Ecofys, einer unabhängigen Beratungsgesellschaft, die heute in Berlin vorgestellt wurde. Die Studie wurde vom WWF und der Allianz SE in Auftrag gegeben. Auf dem Prüfstand standen die Bemühungen der G-8 Staaten und von fünf Schwellenländern gegen den Klimawandel.



Auf alles vorbereitet sein: Das Foto zeigt einen Sammelpunkt im Falle einer Sturmflut bei Hamburg.
Foto: Mathias Prange


Untersucht wurden die Emissionstrends der einzelnen Länder seit 1990 und es wurde eine Aufstellung für die Anstrengungen der Länder in den Bereichen Energieeffizienz, erneuerbare Energien und CO2-Emissionshandel erstellt. Selbst bei den Vorreitern Großbritannien, Deutschland und Frankreich reichen die eingeleiteten Maßnahmen nicht aus, um das Ansteigen der globalen Durchschnittstemperatur auf maximal 2°C zu beschränken. Der Bericht kommt zu dem Ergebnis, dass bis zum Jahre 2050 Einsparungen von mindestens 80 Prozent, und davon möglichst bereits 40 Prozent bis zum Jahre 2020 bei den Emissionen erreicht werden müssen!

Dieses Ziel erscheint illusorisch. Da weder Rußland, noch die USA und Kanada sich kurzfristig auf ehrgeizige Klimaziele einlassen werden und die Schwellen- und Entwicklungsländer ihre Emissionen auf jeden Fall steigern werden, erscheinen alle Bemühungen als Kampf gegen Windmühlenflügel.

Wenn man den Klimawandel als Fakt akzeptiert, sind umfassende Maßnahmen nötig. Dazu zählt in den Industrieländern die Ausschöpfung des Effizienzpotenzials. Als segensreich für dieses Ziel werden sich wahrscheinlich die steigenden Energiekosten erweisen, denn sie sind eine starke Triebfeder zum Sparen und zur Innovation. Man kann nur hoffen, dass die Politik nicht vor dem vermeintlichen Wählerwillen zu billigem Strom und Sprit einknickt - zu erwarten ist es nicht.

Noch wichtiger ist ein umfassender und weitgehend bedingungsloser Technologietransfer in die Entwicklungs- und Schwellenländer. Hier tritt die Transformation in eine ganz neue Phase und Länder wie China und selbst der afrikanische Kontinent beginnen, ihren ökologischen Fußabdruck überzustrapazieren. Dieser Transfer wird kurzfristig zu Wohlstandseinbußen in den entwickelten Ländern führen, mittelfristig aber Klima und Wirtschaft gleichermaßen zugute kommen.

Außerdem ist eine umfassende Vorbereitung auf den Klimawandel nötig. Dazu gehören z. B. vorsorgende Deichbaumaßnahmen, die Auflassung gefährdeter Gebiete, die Vermeidung überflüssiger Infrastrukturen in Gebieten (z.B. Flusslandschaften), die gefährdet sind, etc.

So wie es sich zur Zeit darstellt, scheint der Klimawandel nicht mehr aufhaltbar zu sein, aber es gibt noch Potenziale, die mobilisiert werden können. Und Vorsorge hat selten geschadet.
Mathias Prange


Interview mit Joachim Faber, Vorstandsmitglied der Allianz SE zu den Möglichkeiten der Industriestaaten, mehr für den Klimaschutz zu tun.

Pressemeldung des WWF, Downloadmöglichkeit der Climate Score Cards

Quelle:



     
        
Cover des aktuellen Hefts

Die Natur lebt vom Kreislauf – und wir?

forum 04/2026

  • Kreislaufwirtschaft
  • Biodiversität
  • Bildung
  • Wasserweisheiten
  • Altöl im Kreislauf
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
12
SEP
2026
Corso Leopold
Ein Wochenende voller Musik, Kunst und Begegnung
80804 München, Leopoldstraße
22
SEP
2026
WindEnergy Hamburg 2026
Connect with the global wind industry
20357 Hamburg
23
NOV
2026
Energie- & Umweltgipfel 2026: Produzierende Industrie
Where Industrial Transformation Creates Competitive Advantage
10623 Berlin
Alle Veranstaltungen...
Energie- & Umweltgipfel 2026
Anzeige

Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.

Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.

Klima

Die italienischen Momente im Leben?
Christoph Quarchs Überlegungen zum Hitzesommer
Munich Climate Week 2026
Hier könnte Ihre Werbung stehen! Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot

Jetzt auf forum:

Ein Wochenende voller Musik, Kunst und Begegnung

11. Internationaler Bodentag zum Thema "Gesunder Boden: vom Acker zum Teller" am 18,/19. November 2026 in Neunburg v. Wald

EthioTrees ist das Leuchtturm-Projekt 2026

PLAN-B NET ZERO gewinnt zweiten PaaS-Kunden

Regenwald-Konferenz erhält den "Making a Difference" Award 2026 des Jane Goodall Instituts Deutschland

Hitzeschutz muss verbindlicher Bestandteil von Neubau, Sanierung und Instandhaltung von Schulen werden

Zendure auf der IFA 2026

Der Kanzler will den Klimawandel zurückdrängen

B.A.U.M. Insights
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • WWF Deutschland
  • Zendure DE GmbH
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • Global Nature Fund (GNF)
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • SUSTAYNR GmbH
  • Klimabündnis Ebersberg-München
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • ZamWirken e.V.
  • NOW Partners Foundation
  • Engagement Global gGmbH
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • 66 seconds for the future
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG