66 seconds for the future - forum zeigt Zukunftsgestalter:innen und Nachhaltigkeitspionier:innen

Müllberge zum Muttertag:

Pflanzenhandel verschwendet 39 Millionen Einweg-Plastikpaletten

  • Beim Transport von Beet- und Balkonpflanzen kommt zu 95 Prozent Einweg-Plastik zum Einsatz
  • Aneinandergereiht würde Plastikmüll zum Transport von Pflanzen in der Zeit von März bis Mai um den halben Globus reichen
  • Ikea, Obi, Edeka & Co. müssen auf Mehrweg-Paletten umstellen und sich Beispiel an Mittelständlern wie Pflanzen-Kölle nehmen
  • Deutsche Umwelthilfe fordert Abgabe von mindestens 25 Cent auf Einweg-Transportpaletten
Die toom Baumärkte sind Teilnehmer am Floritray Mehrwegsystem, einem Kreislaufsystem für Pflanzenpaletten. Gärtner holen die Paletten ab und nutzen sie für die Anlieferung der Artikel. © toomWir wollen Blumenfreude verschenken – doch erzeugen damit gigantische Plastik-Müllberge. Durch Muttertag, Ostern und die Pflanzsaison landen von März bis Mai rund 39 Millionen Einweg-Plastikpaletten im Müll. Sie werden nur verwendet, um Beet- und Balkonpflanzen vom Erzeuger zum Händler zu transportieren und müssen dann als Abfall entsorgt werden. Aneinandergereiht reichen die Einweg-Paletten mit insgesamt 20.500 Kilometern Länge um den halben Globus. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert deshalb Bau- und Gartenfachmärkte sowie große Supermarktketten auf, beim Transport von Pflanzen unverzüglich auf vorhandene Mehrwegsysteme umzustellen. Um den Wandel von Einweg zu Mehrweg zu beschleunigen, müsse Bundesumweltministerin Svenja Schulze zudem eine Abgabe von mindestens 25 Cent je Einweg-Palette einführen, fordert der Umwelt- und Verbraucherschutzverband. Das eingenommene Geld solle zur Mehrwegförderung eingesetzt werden.

Wenn wir unseren Müttern Blumen für Balkon und Garten schenken, dann sollte das Freude machen und nicht die Umwelt und das Klima belasten. In 95 Prozent der Fälle werden diese Pflanzen in Einwegpaletten transportiert. Mittelständische Gartencenter wie Pflanzen-Kölle zeigen bereits seit vielen Jahren, dass Mehrweg auch bei Transportpaletten sehr gut funktioniert. Mehrweg muss zum Standard werden und darf nicht länger die Ausnahme bleiben. Es muss endlich ein Umdenken stattfinden, insbesondere bei Unternehmen wie Ikea, Obi oder Edeka, die sich Nachhaltigkeit und Klimaschutz auf die Fahnen schreiben. Beim Pflanzentransport hinterlassen diese Unternehmen derzeit nichts als Plastikmüllberge", so die Stellvertretende DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz.

Paletten aus Einweg-Plastik sind immer noch zu günstig, sonst würden sie nicht massenhaft eingesetzt. Der Wandel bei den Transportverpackungen darf nicht länger auf sich warten lassen, sondern muss durch eine konsequente Mehrwegpolitik vorangetrieben werden. Der Pflanzenhandel ist gut beraten, sein Plastikmüllproblem jetzt zu lösen und auf Mehrweg zu setzen", sagt der DUH-Leiter für Kreislaufwirtschaft Thomas Fischer.

Mehrwegtransportverpackungen im Pflanzenhandel verursachen im Vergleich zu Einweg rund 30 Prozent weniger CO2, vermeiden unnötige Abfälle und sparen Ressourcen. 95 Prozent der Schnittblumen werden bereits seit Jahren problemlos in Mehrwegbehältern transportiert, auch über Ländergrenzen hinweg.
Kontakt: Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH), Barbara Metz | metz@duh.de | www.duh.de


     
        
Cover des aktuellen Hefts

Zukunft braucht Frieden

forum 02/2026

  • Militär & Märkte
  • Grüner Wasserstoff
  • Moorschutz als Invest
  • ESG loves KI
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
20
MÄR
2026
Erneuerbare - rund um die Uhr (nutzen)
33. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Solar-Initiativen (ABSI)
84524 Neuötting
21
APR
2026
Sustainable Economy Summit
Rückenwind für die Wirtschaft der Zukunft
10117 Berlin
08
JUN
2026
SuperReturn Energy Transition - Ticket discount for forum readers!
Powering progress. Investing in the future of energy.
10789 Berlin
Alle Veranstaltungen...
forum goes international! Download the international edition for forum free of charge.
Anzeige

Professionelle Klimabilanz, einfach selbst gemacht

Einfache Klimabilanzierung und glaubhafte Nachhaltigkeitskommunikation gemäß GHG-Protocol

Gesundheit & Wellness

Krankheit und Gesundheit
Christoph Quarch empfiehlt die Stärkung der Resilienz als Weg zur Reduzierung der Krankenstände
B.A.U.M. Insights
Lassen Sie sich begeistern von einem Buch, das Hoffnung macht.

Jetzt auf forum:

Intelligenz und Resilienz statt Abhängigkeit

Die Chance der Krise

Sondervermögen: Das 11 Milliarden-Potenzial des Klima- und Transformationsfonds (KTF)

Klimaziele 2030 und 2040 werden deutlich verfehlt

Richtiges Haushalten denkt das Morgen mit

Auftakt mit Strahlkraft - Let's talk about Cotton

3-phasiges Solar- und Speichersystem der nächsten Generation mit integrierter Ersatzstromfunktion

Einfach mal machen

  • Engagement Global gGmbH
  • NOW Partners Foundation
  • ZamWirken e.V.
  • circulee GmbH
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • WWF Deutschland
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • Global Nature Fund (GNF)
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • SUSTAYNR GmbH
  • TÜV SÜD Akademie
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen