B.A.U.M.-Jahrbuch: Jetzt kostenlos reinlesen!
Halfar. Starke Taschen | Nachhaltigkeit im Fokus | Recycling-Materialien

Lösungsvorschlag für Post-EEG-Anlagen

Ende dieses Jahres fallen die ersten Photovoltaik-Anlagen mit fester Einspeisevergütung im Rahmen des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) aus der Förderung.

Bislang ist keine gesetzliche Anschlussregelung in Sicht. Dafür gibt es aus verschiedenen Ecken Vorschläge zum wirtschaftlichen Weiterbetrieb der Anlagen - und EUROSOLAR positioniert sich.

© andreas160578, pixabay.comEUROSOLAR gibt einen Überblick über die Lösungsansätze verschiedener Institutionen und bringt selbst einen - zielgerichteten und praktikablen - Vorschlag für das weitere Nutzen der Post-EEG-Anlagen ein. Die europäische Energiewende-Organisation fordert eine ergänzende Gesetzgebung im EEG, die den Altanlagen erlaubt, weiterhin am öffentlichen Netz betrieben zu werden und Strom nach Bedarf einzuspeisen. Die Anlagenbetreiber bekommen dafür keine Vergütung. Den Netzbetreibern sei ein wenig kostenloser grüner Strom gegönnt. Um eine unvergütete Einspeisung, die zunächst nach einem schlechten Geschäft für Anlagenbetreiber klingt, attraktiv zu gestalten, braucht es allerdings Rahmenbedingungen:
  1. Verzicht auf einen Zähler: So spart der Anlagenbetreiber jährlich bis zu 100 Euro für den zusätzlichen Messstellenbetrieb mit einem SmartMeter. Der 20 Jahre alte Einspeisezähler für die Abrechnung der EEG-Vergütung wird nicht mehr benötigt, weil Überflussstrom umsonst eingespeist wird.

  2. Die Wechselrichter der PV-Anlagen müssen zum Zweck der Eigenstromnutzung auf das hausinterne Netz umgeklemmt werden. Der Wechselrichter hängt dann hinter dem Verbrauchszähler, der mit Rücklaufsperre weiter funktioniert wie bisher, ohne dabei den eingespeisten Strom zu berücksichtigen.
Um das Verteilnetz weiter zu entlasten, sollte zusätzlich die Installation von Speichern mit Fördermitteln angereizt werden. Batteriespeicher, Wärmepumpen, Heizstäbe, die Heizungswasser erwärmen, Infrarotheizungen oder Ladestationen für E-Autos und E-Bikes gehören hierzu. Durch Optimierungsmaßnahmen in Hinblick auf die technische Ausstattung und den Stromverbrauch der Prosumer lässt sich eine Eigenstromnutzung von mehr als 95 Prozent erreichen.

Noch weiter gedacht könnten auch Anlagen, die noch ein paar Jahre von der EEG-Einspeisevergütung profitieren, aus der Umlagefinanzierung entlassen werden. Voraussetzung wäre, dass sie auf Eigenverbrauch umstellen und im Gegenzug eine Speicherförderung erhalten, die der jeweiligen Restlaufzeit der EEG-Förderung entspricht. Damit würden die Stromkosten für alle Verbraucher sinken, die Netzstabilisierung begünstigt und der kostenintensive Ausbau der Verteilnetze überflüssig.


Kontakt: EUROSOLAR - Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien e.V. | presse@eurosolar.de | www.eurosolar.org

Technik | Energie, 30.08.2020
     
Cover des aktuellen Hefts

Digitalisierung und Marketing 4 Future

forum 03/2020 ist erschienen

  • Digitalisierung
  • VerANTWORTung
  • Green Money
  • Marketing 4 Future
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
25
SEP
2020
Globaler Klimastreik
Wir streiken zur Energiewende und Klimagerechtigkeit!
deutschlandweit
15
OKT
2020
Expertenforum Nachhaltigkeit
Antriebstechnologien der Zukunft – wo steuern wir hin?
89073 Ulm und online
Alle Veranstaltungen...

Gemeinsam ist es Klimaschutz

natureOffice nimmt Sie mit auf die Reise durch den Klimakosmos - gleich YouTube-Kanal abonnieren und Baum pflanzen!

Pioniere & Visionen

3Q4U - 3 Questions for you
Antworten auf die Krise von Georg Kell, Gründungsdirektor der United Nations Global Compact, Leiter Nachhaltigkeitsboard der VW AG

Jetzt auf forum:

Dr. Andreas F. Philipp und David Christ: Postdigital

Thomas Liebsch: Zivilisationskollaps

Manfred Folkers und Niko Paech: All you need is less

Fußball als Kitt der Gesellschaft ist viel systemrelevanter, als Beamten und Behörden glauben.

Erfolgreiche Partnerschaften mit Kommunen im Globalen Süden gesucht

Kunst, Kultur und die Eventbranche in Not - Zeit für einen nachhaltigen Neuanfang

ESCP Business School kooperiert mit dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen

Verkehr, Wirtschaft, Klimaflucht: Die Themen der 12. Hamburger Klimawoche (20.-27.09.2020)

  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • PEFC Deutschland e. V.
  • TourCert gGmbH
  • Global Nature Fund (GNF)
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • VDMA Nachhaltigkeitsinitiative Blue Competence
  • Telefónica Germany GmbH & Co. OHG
  • SÜDWIND e.V. - Institut für Ökonomie und Ökumene