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3Q4U - 3 Questions for you

Antworten auf die Krise von Christian Felber, dem Initiator der Gemeinwohl-Ökonomie

  1. Was haben Sie aus der Krise gelernt?
    Dass alles noch viel stärker zusammenhängt, als mir bisher bewusst war: dass Zoonosen auf nicht-nachhaltige Praktiken des Menschen – wie Massentierhaltung, Entwaldung oder illegale Jagd – zurückzuführen und damit vermeidbar sind. Dass das ökologische Gleichgewicht tatsächlich das oberste Ziel des Wirtschaftens sein sollte, und BIP-Wachstum als Ziel unser Überleben gefährdet.

  2. Was hat Sie an der Pandemie am meisten berührt? 
    Der Salzburger Autor, Tanzperformer und politische Aktivist Christian Felber ist Gründungsmitglied von Attac Österreich und Initiator des Projekts Bank für Gemeinwohl und der Gemeinwohl-Ökonomie. © Norbert KopfPositiv berührt hat mich das spontane Angebot an Solidarität und Kooperation sehr vieler Menschen – unser Potenzial, zusammenzuhalten und einander zu helfen, hat sich schlagartig gezeigt. Der Homo oeconomicus wurde vielerorts widerlegt. Negativ berührt hat mich das Ausbleiben einer multiperspektivischen und kontroversen Diskussion der Krisenerzählung, die Unverhältnismäßigkeit in Bezug auf andere Gefahren, von der Luftverschmutzung (450.0000 Tote jährlich in der EU) bis zum Verlust der Biodiversität. Bei anderen, teils größeren Gefahren, wird beschwichtigt oder weggeschaut. Der Begriff, der mich elektrisiert hat, heißt „Phobokratie": Herrschaft durch Angst. Ich fürchte, wir leben gegenwärtig in einer Covid-19-Phobokratie.

  3. Was bedeutet „Keinen Schritt Zurück" für Sie persönlich?
    Nicht mehr im bisherigen Übermaß zu reisen, jeden Flug genau abzuwägen, jede Veranstaltung auf die Alternative online hin zu prüfen. Dabei käme heraus, dass ich stärker in Deutschland, Österreich, der Schweiz wirken würde, das käme mir auch gesundheitlich sehr entgegen.


     
        
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