Weltläden starten aktion #fairwertsteuer

Weltläden geben Mehrwertsteuer-Absenkung an Produzenten weiter

Der Weltladen-Dachverband startet gemeinsam mit der bundesweiten Fair-Handels-Beratung und dem Forum Fairer Handel zum 1. Juli die aktion #fairwertsteuer. Sie zielt darauf ab, im Rahmen der geplanten Mehrwertsteuer-Absenkung Mittel zu generieren und diese an Fair-Handels-Produzenten im Globalen Süden weiterzuleiten.

Ein Einkauf im Weltladen stärkt Produzenten im Globalen Süden. Elsie Amomoo arbeitet als Näherin für die Fair-Handels-Organisation Global Mamas in Ghana © logbOlmo"Die Produzenten in Afrika, Asien und Lateinamerika sind besonders stark von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen. Viele von ihnen können wegen der Ausgangssperren derzeit nicht in ihren Werkstätten und auf den Feldern arbeiten, sie erhalten kein Material, fertig produzierte Ware kann teilweise nicht verschifft werden und der Verkauf im Inland ist zum Erliegen gekommen", erläutert Steffen Weber, Geschäftsführer des Weltladen-Dachverbandes. Gleichzeitig können sie laut Weber am wenigsten mit staatlicher Unterstützung rechnen. "Als Weltladen-Bewegung leisten wir mit der aktion #fairwertsteuer einen Beitrag zur globalen Solidarität", so Weber weiter. Außerdem wolle man sicherstellen, dass die erfolgreich aufgebauten Strukturen und Prozesse des Fairen Handels erhalten bleiben.

"Für uns als Weltladen Dieburg war schnell klar, dass wir uns an der aktion #fairwertsteuer beteiligen werden", erklärt Gerhard Werum vom Vorstand des Trägervereins. "So können wir die Produzenten stärken, damit sie und ihre Organisationen die Krise hoffentlich gut überstehen", so Werum.

Die Mehrwertsteuer-Absenkung macht nach Angaben des Weltladen-Dachverbandes bei Einkäufen in Weltläden in der Regel nur wenige Cent aus. In der Summe könne im Laufe eines halben Jahres jedoch ein nennenswerter Betrag generiert werden, der für Handelspartner im Süden einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung ihrer Organisationen leisten kann. Die Beteiligung der Weltläden an der Aktion sei freiwillig. Der Weltladen-Dachverband geht von einer breiten Teilnahme der bundesweit rund 900 Weltläden aus.

Gleichzeitig ruft der Weltladen-Dachverband Verbraucherinnen und Verbraucher zum Einkauf in Weltläden auf. Der Faire Handel der Weltläden trägt u.a. durch höhere Erlöse für die Produzenten sowie Beratung und weitere Leistungen dazu bei, die Organisationen der Handelspartner zu stärken. Gerade in dieser Zeit sind verlässliche Einnahmen von besonderer Bedeutung für die Produzenten.

Über den Weltladen-Dachverband
Der Weltladen-Dachverband e.V. ist seit über 40 Jahren ein zentraler Akteur des Fairen Handels in Deutschland. Er wurde 1975 als Interessenvertretung der Weltläden gegründet und hat aktuell knapp 460 Mitglieder. Als Selbstorganisation der Weltläden unterstützt er diese in allen Fragen rund um die Weltladen-Arbeit, z.B. mit vielfältigen klassischen und E-Learning-Angeboten zur Qualifizierung der Weltladen-Mitarbeiter*innen. Ein wichtiges Ziel ist, die Idee des Fairen Handels der Weltläden in der Öffentlichkeit und der Politik bekannter zu machen. Die jährlich vom Weltladen-Dachverband veranstalteten Weltladen-Fachtage in Bad Hersfeld bieten die größte Austauschplattform für Weltläden und ihre Partnerorganisationen in Deutschland.

Weltläden sind Fachgeschäfte des Fairen Handels. Sie setzen sich für mehr Gerechtigkeit im Welthandel ein - durch den Verkauf fair gehandelter Produkte, durch Informations- und Bildungsarbeit und durch die Beteiligung an politischen Kampagnen.

Der Weltladen-Dachverband ist Gründungsmitglied des Forum Fairer Handel e.V. und Mitglied in der World Fair Trade Organization. Die Website www.weltladen.de bietet umfangreiche Informationen über die Arbeit der Weltläden, einen Weltladen-Finder, eine Sortimentssuche sowie einen Veranstaltungskalender.

Kontakt
Weltladen-Dachverband e.V., Christoph Albuschkat | c.albuschkat@weltladen.dewww.weltladen.de

Lifestyle | LOHAS & Ethischer Konsum, 29.06.2020

     
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