Technik | Energie, 10.06.2020
Grünen Wasserstoff nachhaltig produzieren
Keine fossilen Energieträger für das Energiesystem der Zukunft
Die Klima-Allianz Deutschland begrüßt die Verabschiedung einer Nationalen Wasserstoffstrategie am 10.6.2020 durch das Bundeskabinett und fordert klare Nachhaltigkeitskriterien für Produktion und Import. Dr. Christiane Averbeck, Geschäftsführerin der Klima-Allianz Deutschland, wird als eine Vertreterin der Zivilgesellschaft in den Nationalen Wasserstoffrat berufen und erklärt dazu:
„Gut, dass sich die Bundesregierung nun endlich geeinigt hat und grünen Wasserstoff als einzig nachhaltige Option erkennt. Zentral ist jetzt, dass Produktion und insbesondere nötige Importe grünen Wasserstoffs an stringente soziale und ökologische Nachhaltigkeitskriterien geknüpft werden. Dafür werden wir uns als Klima-Allianz Deutschland im Wasserstoffrat einsetzen. Mindestens 85 Prozent des geplanten Bedarfs bis 2030 müsste aus Importen gedeckt werden. Die Bundesregierung muss sicherstellen, dass die lokale Bevölkerung in den Herstellungsländern, besonders im Globalen Süden, vom Wasserstoffexport profitiert. Der Energiezugang für die ärmste Bevölkerung und die Dekarbonisierung des lokalen Energiesystems dürfen beim Ausbau der erneuerbaren Energien nicht durch die Exporte erschwert werden.Wir begrüßen, dass die Bundesregierung im Konjunkturpaket höhere Erzeugungskapazitäten vorsieht und zusätzlich 7 Mrd. Euro für den Markthochlauf bereitstellt. Eine Ausweitung der inländischen Wasserstoffproduktion ist dringend nötig. Damit sich der grüne Wasserstoff in der Klimabilanz positiv auswirkt, müssen die für ihn benötigten enormen Mengen an Strom allerdings aus zusätzlichen erneuerbaren Quellen gedeckt werden – in Deutschland und weltweit. Als Voraussetzung muss die Bundesregierung dafür sorgen, dass der Anteil der erneuerbaren Energien in Deutschland bis 2030 auf 75 Prozent erhöht wird. Hierzu braucht es eine verbindliche Bund-Länder-Strategie.
Ein nachhaltiger Ausbau von grünem Wasserstoff wird nur dann gelingen, wenn man sich auf wenige Anwendungen beschränkt, in denen die direkte Elektrifizierung nicht möglich ist. Dafür kommen vor allem Teile der Industrie sowie die Schifffahrt und die Luftfahrt auf der Langstrecke infrage. Aber auch hier kann der Einsatz synthetischer Kraftstoffe auf Basis von Wasserstoff (E-Fuels) nur ein letztes ergänzendes Mittel zur Emissionsminderung sein, wenn zuvor alle Potenziale der Bedarfsreduktion und Effizienzsteigerung ausgeschöpft wurden. Der Einsatz im Pkw-Bereich ist klimapolitisch ein Irrweg und sollte ausgeschlossen werden. Gleiches gilt für den Wärmesektor: Statt Wasserstoff müssen elektrische Wärmepumpen und Wärmedämmung im Vordergrund stehen.
Sogenannter blauer und türkiser Wasserstoff auf Basis von Erdgas sollten nicht gefördert werden. Klimaschädliche fossile Energieträger haben im Energiesystem der Zukunft keinen Platz.”
Kontakt:
Klima-Allianz Deutschland, Julia Dittmann | julia.dittmann@klima-allianz.de | www.klima-allianz.de
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