Technik | Energie, 09.06.2020
Sicherheit im Fokus
Wasserstofftechnologien an der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)
Wasserstoff ist ein Schlüsselelement für die Energiewende. Als sogenannter „grüner" Wasserstoff klimaneutral erzeugt, bietet er große Potenziale, um die CO2-Emissionen in Industrie und Verkehr nachhaltig zu senken. Sowohl bei der Speicherung wie auch beim Transport des Stroms aus Wasser-, Windkraft und Solaranlagen kann der vielseitige Energieträger zum Einsatz kommen. Er hat damit für den Ausbau der erneuerbaren Energien und für die Erreichung der Klimaschutzziele, die sich Deutschland und die EU gesetzt haben, eine zentrale Rolle. An der BAM steht die Sicherheit der innovativen Technologie im Fokus.
Das Bundeskabinett hat in seiner heutigen Sitzung die Nationale Wasserstoffstrategie von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier verabschiedet. Deutschland will die gesamten Wasserstofftechnologien als Schlüsselelemente der Energiewende weiter etablieren, die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft in diesem Bereich stärken und alle damit verbundenen Wertschöpfungsketten nachhaltig in Deutschland sichern. „Ziel ist es, dass Deutschland die Nummer eins in der Welt wird", erklärte Bundeswirtschaftsminister Altmaier dazu. „Wasserstoff wird ein Schlüsselrohstoff für eine erfolgreiche Energiewende sein."Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), die als Ressortforschungseinrichtung dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) zugeordnet ist, forscht seit vielen Jahren im Bereich der Wasserstofftechnologien. Im Fokus steht dabei immer der Aspekt der Sicherheit.
Die Untersuchungen reichen von der Entwicklung marktreifer Power-to-Gas-Technologien, über die Entwicklung sicherer und zugleich leichterer Tanks für Wasserstofffahrzeuge bis zur Forschung an großtechnischen Wasserstoffspeichern im EMPIR-Projekt „Mefhysto", bei dem die BAM ein Konsortium aus 14 europäischen Partnerorganisationen koordiniert.
„Der heutige Beschluss des Kabinetts ist ein Meilenstein", erklärt BAM-Präsident Prof. Dr. Ulrich Panne. „An der BAM leisten wir über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg signifikante Beiträge in Chemie, Sicherheits- und Materialtechnik, um die Bundesregierung in ihrem Ziel zu unterstützen, eine Führungsposition in den Wasserstofftechnologien einzunehmen. Wir fördern damit die Innovationskraft Deutschlands in diesem Zukunftsmarkt und im gesamten Bereich der erneuerbaren Energien."
Kontakt: Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)
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