Mitsubishi Outlander Plug-in Hybrid

Im forum-Test: Bericht

Welche Fahrzeugtechnologie die Richtige ist, entscheidet immer der Einsatzzweck. Wer viel Kurzstrecken fährt und regenerativen Strom – am besten aus eigener Erzeugung – bezieht, ist mit einem Plug-in Fahrzeug wie dem Mitsubishi Outlander gegenwärtig gut bedient. 
 
Der Mitsubishi Outlander © © Laura Muranaka"Zu den herausragenden Merkmalen der Plug-in Hybridtechnologie von Mitsubishi Motors gehört, dass die in den Fahrzeugen verwendeten Fahrbatterien nicht nur als „Stromtank" für das Fahrzeug selbst dienen; durch ihre bi-direktionale Auslegung können sie die gespeicherte elektrische Energie auch wieder abgeben und dienen somit als mobiler Pufferspeicher".

So ähnlich schreibt Mitsubishi in einer Pressemeldung und schon sind wir neugierig, denn die Aussicht nicht nur ein Auto zu testen, sondern den Strom aus unseren Solaranlagen tagsüber zu speichern und nachts im Haus verbrauchen zu können, begeistert uns. Endlich wollen wir als eingefleischte E-Mobilisten bi-direktionales Laden erleben, wie wir es seit Jahren fordern.
 
Doch da waren wir wohl etwas zu voreilig und hatten die Meldung nicht aufmerksam genug gelesen: „Um die bi-direktionale Lademöglichkeit optimal zu nutzen, arbeitet Mitsubishi Motors derzeit intensiv an der Entwicklung eines Gesamtenergiekonzeptes für die häusliche Stromversorgung. Dieses als „Dendo Drive House" bekannte Konzept wurde erstmals auf dem Genfer Automobilsalon 2019 vorgestellt und befindet sich derzeit in der Entwicklung. Eigenheimbesitzer brauchen neben dem Fahrzeug auch eine bi-direktionale Schnelllade-Wallbox mit CHAdeMO-Gleichstromanschluss in der Garage. Erst mit dieser Ladeeinheit kann das Fahrzeug dem Stromnetz nicht nur elektrische Energie für den Eigenbedarf entnehmen, sondern diesen Prozess auch umkehren. Beispielsweise ist es zu Spitzenzeiten mit hoher Netzauslastung möglich, die in der Fahrbatterie gespeicherte Energie ins Haus zurück einzuspeisen." Aha, das war es also...
 
Dennoch: Ideal für Camper und Handwerker
Bi-direktional ist der Outlander schon, allerdings nur über zwei 220 Volt Schukosteckdosen im Fahrzeug. Die kann man, gespeist aus den Fahrzeugbatterien, für alle erdenklichen Elektrogeräte nutzen. Besonders nützlich ist das, wo keine Steckdose vor Ort verfügbar ist. Ideal also für das Betreiben von Werkzeugen, Pumpen, für Licht oder Musik im Outdoorbereich.

Diese Stärke wollen wir testen. Kann der Outlander einen Elektrokompressor und eine Bohrmaschine gleichzeitig betreiben und dabei auch noch den Arbeitsplatz beleuchten? Ja – das kann er – wir lernen die Steckdose im Auto zu schätzen. Aber grundsätzlich ist dieses Auto ja zuallererst ein Fortbewegungsmittel und dafür ist es ausgerüstet mit der Kombination eines 2,4-Liter-DOHC-Benzinmotors mit 99 kW (135 PS) in Verbindung mit einem E-Frontmotor – 60 kW (82 PS) – sowie einem E-Heckmotor – 70 kW (95 PS). Hierdurch blickt der Outlander PHEV auf eine maximale Systemleistung von 165 kW (224 PS). Die Lithium-Ionen-Batterie speichert 14 Kilowattstunden elektrische Energie. Die elektrische Reichweite nach NEFZ beträgt laut Herstellerangaben 54 Kilometer.
 
Fazit: Wir sind rundum zufrieden mit dem Fahrzeug.
 
Weitere Informationen zu nachhaltigen Fahrzeugtechnologien können Sie in unserem Artikel "Verkehrswende – Da ist noch Luft nach oben" finden.
 
von Fritz Lietsch

Dieser Artikel ist in forum Nachhaltig Wirtschaften 03/2019 - Social Business beseitigt Plastik-Müll und schafft neue Jobs erschienen.



     
        
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