Digitalisierung kann Konsum nachhaltiger machen

Produktinformation, Kaufentscheidung und Lieferung - Konsum 4.0 ist kein Selbstläufer

Personalisierte Werbung, Instant-Lieferungen, virtuelle Einkaufsassistenten und kontaktloses Bezahlen: Konsum und Digitalisierung sind mittlerweile eng verbunden. Ob dies zu steigenden Umweltbelastungen führt, ist laut eines Berichts des Umweltbundesamtes (UBA) derzeit noch offen. Die Analyse zeigt jedoch, dass die Digitalisierung gute Chancen bietet, Ressourcen effizienter zu nutzen, zum Beispiel durch Second-Hand-Plattformen oder sogenannte "Grüne Apps". Die Umweltpolitik muss derartige nachhaltige Entwicklungen stärker unterstützen und kommunizieren. 
 
Digitalisierung kann Konsum nachhaltiger machen. © Alexas_Fotos, pixabay.comDie Digitalisierung verändert die Art wie wir arbeiten, produzieren, kommunizieren, aber auch, wie wir konsumieren. Smarte Bestellmöglichkeiten können Kauf-, Zahlungs- und Liefervorgänge mit nur einem Tastendruck oder per Sprachkommando auslösen. Neue Logistikverfahren ermöglichen Sofort-Lieferungen am selben Tag und digitale Bezahlverfahren beschleunigen und vereinfachen Kaufvorgänge.
 
Eine Analyse des UBA zeigt, dass Online-Bestellungen auf dem Land oft CO2-Emissionen einsparen. Begründung: Die Sammlung vieler Sendungen durch die Post ersetzt die einzelnen Einkaufsfahrten der Konsumenten. Anders sieht es aus bei Sofort-Lieferdiensten wie Instant-Lieferung oder Same-Day-Lieferung. Diese verursachen vergleichsweise hohe CO2-Emissionen, denn die Sendungen können nicht mehr gesammelt ausgeliefert werden.
 
Personalisierte Werbung stärkt die Einflussmöglichkeiten der Händler und Hersteller. Durch Produktplatzierungen, virale Kampagnen und Produktbewertungen werden Kaufentscheidungen gefördert, die auf eine Steigerung des Konsums ausgerichtet sind. Zugleich kann durch die große Reichweite der digital aktiven Konsumenten über Social Media und Bewertungswebsites verstärkt Druck auf Hersteller ausgeübt werden, sich umweltfreundlicher aufzustellen, etwa auf Plastikverpackungen zu verzichten oder langlebigere Produkte zu produzieren.
 
Vor allem grüne Apps und Websites bieten große Chancen, nachhaltige Konsumentscheidungen zu treffen, existierende Güter länger oder effizienter zu nutzen und so Umweltbelastungen zu verringern: Über manche Apps reicht ein Scan des Barcodes aus, um sich über die Schadstoffe in Produkten oder ihre Produktionsweise zu informieren. Bei manchen können gebrauchte Kleidungsstücke gehandelt, getauscht oder verschenkt werden. Es gibt Apps, um Mitfahrgelegenheit zu finden oder per App übriges Brot vom Bäcker zu holen, das normalerweise der Lebensmittelverschwendung zum Opfer fiele.
 
Kontakt:
Umweltbundesamt für Mensch und Umwelt | buergerservice@uba.dewww.umweltbundesamt.de


     
        
Cover des aktuellen Hefts

forum Nachhaltig Wirtschaften heißt jetzt forum future economy

forum 01/2026

  • Zukunft bauen
  • Frieden kultivieren
  • Moor rockt!
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
29
JAN
2026
Symposium Bau Innovativ 2026 - Zukunft gestalten, heute handeln!
Das Branchen-Event für alle, die Innovationen mitgestalten wollen.
92339 Beilngries
29
JAN
2026
VSME (Voluntary Sustainability Reporting Standard for SME)
Gerade jetzt so viel mehr als nur ein ESG-Bericht
Online
10
FEB
2026
E-world energy & water
Der Branchentreffpunkt der europäischen Energiewirtschaft
45131 Essen
Alle Veranstaltungen...
forum goes international! Download the international edition for forum free of charge.
Anzeige

Professionelle Klimabilanz, einfach selbst gemacht

Einfache Klimabilanzierung und glaubhafte Nachhaltigkeitskommunikation gemäß GHG-Protocol

Megatrends

Eine Zeit der "Sinnfinsternis"
Ein Blick auf die neuen Zahlen zur Kindswohlgefährdung macht auch den Philosophen Christoph Quarch sprachlos
B.A.U.M. Insights

Jetzt auf forum:

Davos zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Hinterzimmer in Davos

Message to Davos 2026: Time to Rethink Economics

3 Signale aus Davos

Kommunalwahl: Mehr als 80 Organisationen Münchens fordern eine Stadt für Alle!

Wenn Davos leiser wird – und tiefer

SRH Gesundheit setzt neuen Standard für klimafreundliche Patientenversorgung

Wasser statt Hydrauliköl in den Adern von Maschinen

  • Global Nature Fund (GNF)
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • circulee GmbH
  • WWF Deutschland
  • Engagement Global gGmbH
  • NOW Partners Foundation
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • toom Baumarkt GmbH
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • TÜV SÜD Akademie
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig