Wirtschaft | Führung & Personal, 02.04.2019
Arbeit 4.0 und psychische Gesundheit fordern Arbeitgeber und Arbeitnehmer
Maschinenbauer Spaleck wird für seine innerbetriebliche Gesundheitsförderung gewürdigt
Rund 100 Teilnehmer sind am 21. März in Bocholt auf der Regionalkonferenz Mitarbeitergesundheit 4.0 zusammengekommen. Auf Einladung der Spaleck GmbH & Co. KG und der Bertelsmann Stiftung tauschten sich die Besucher über neue Anforderungen an eine betriebliche Gesundheitsförderung in Zeiten zunehmender Arbeitsbelastung durch Digitalisierungsprozesse aus.
Die Bertelsmann Stiftung würdigte mit der Konferenz zugleich den Maschinenbauer Spaleck als Preisträger des Wettbewerbs „Mein gutes Beispiel" 2017 für seine innerbetriebliche Gesundheitsförderung. Detlef Hollmann, Projektmanager bei der Bertelsmann Stiftung und Mitorganisator der Konferenz: „Aktuelle Zahlen der Krankenkassen belegen, dass Unternehmen heute nicht nur in IT-Infrastruktur sondern auch in die Gesundheit ihrer Mitarbeiter investieren müssen. Dabei spielt insbesondere deren psychische Gesundheit eine immer größere Rolle, um den wachsenden Anforderungen der modernen Arbeitswelt
gerecht zu werden."Erweiterung bereits bestehender betrieblicher Gesundheitsangebote
Ziele der Regionalkonferenz waren deshalb der Austausch von neuen Impulsen und Ideen für die aus unterschiedlichsten Branchen stammenden Unternehmensvertreter. Zudem sollten Wege zur Erweiterung bereits bestehender betrieblicher Gesundheitsangebote mit dem Fokus der psychischen Gesundheitsvorsorge aufgezeigt werden. Carsten Sühling, Geschäftsführer der Spaleck GmbH & Co. KG: „Wir bieten unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seit Jahren ein umfassendes Gesundheits- und Sportangebot im firmeneigenen Gesundheitszentrum. Mit der zunehmenden Vernetzung der
Arbeitswelt haben wir unser Gesundheitsangebot erweitert und offerieren unseren Mitarbeitern erste Lösungen für die Stärkung ihrer Psyche."
Beim Thema psychische Gesundheit und Arbeit 4.0 sind Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichermaßen gefordert
Die Konferenz umfasste einen Vortrag von Prof. Dr. Bertolt Meyer über die Veränderungen in der Arbeitswelt und die damit verbundenen psychischen Belastungen. Meyer, Professor für Organisations- und Wirtschaftspsychologie an der TU Chemnitz, beleuchtete was der digitale Wandel mit uns macht. Zudem referierte Dr. med. Maximilian Bunse, Gesundheitsexperte der AOK NORDWEST, wie Arbeitsnehmer mit persönlicher Prävention den steigenden Anforderungen begegnen können. In der anschließenden Podiumsdiskussion sowie im direkten Austausch an Thementischen wurden konkrete Lösungsansätze für Unternehmen diskutiert. Dabei standen als Gesundheitsexperten auch Personal Coach Pia Zimmermeyer und Ansprechpartner des ipaBoh zur Verfügung. Fazit der Veranstaltung: Beim Thema psychische Gesundheit und Arbeit 4.0 sind Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichermaßen gefordert, mit passenden Konzepten und persönlicher Prävention die Resilienz zu stärken.
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