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Technik | Energie, 01.12.2018

Frauen * Energie * Netzwerk

Weibliche Energie für die Energiewende

Die Energiewende sollte nicht länger auf weibliche Energie verzichten! Magdalena Teufner ist FEMtech-Expertin und unterstützt Unternehmen dabei, die technologischen und wirtschaftlichen Vorteile der Energiewende zu nutzen.

© BMVIT„Die Arbeit mit Unternehmen ist unglaublich spannend und abwechslungsreich. Selbst bei gleichen Problemstellungen gibt es abhängig von den jeweils eingesetzten Technologien, Prozessen und Verfahren unterschiedlichste Lösungsansätze, die zum optimalen Ergebnis führen", erzählt Magdalena Teufner, Gründerin und Leiterin des Beratungsunternehmens kleinkraft. Sie hilft Unternehmen beim gesamten Transformationsprozess hin zum energie- und umwelteffizienten Betrieb und sucht auch nach der passenden Projektförderung. Der Expertin ist es ein großes Anliegen, praktische Lösungen für komplexe Problemstellungen zu finden. Daher forscht sie zusätzlich an technischen Lösungen zur Verbesserung der Energieeffizienz und von erneuerbaren Energien, die wirtschaftlich sinnvoll eingesetzt werden können. Mit Vorzeigeprojekten im Energiebereich will sie weitere Akteure motivieren, aktiv in die Energiewende einzusteigen. Für ihren Einsatz wurde Magdalena Teufner zur FEMtech-Expertin des Monats gekürt und erhielt bei der Energieeffizienzkonferenz von klimaaktiv eine Auszeichnung. klimaaktiv ist die Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) und mit zahlreichen Förderprogrammen ein wichtiges Instrument auf dem Weg der Energiewende.

Wissen, wie es funktioniert
„Zusammenhänge und Prozesse und wie sie funktionieren, das hat mich schon immer interessiert. Um mit Prozessen arbeiten zu können oder um sie zu verbessern, muss man sie verstehen", sagt Magdalena Teufner. Aus diesem Grund beschloss sie auch, ein technisches Studium zu absolvieren. Nach ihrem Abschluss an der Höheren Lehranstalt für Umwelt und Wirtschaft in Ysper studierte sie an der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) und absolvierte das Masterstudium „Stoffliche und energetische Nutzung nachwachsender Rohstoffe" (NAWARO), ein kooperativer Studiengang mit der Technischen Universität München (TUM). Gegen Ende ihres Studiums begann sie am Austrian Institute of Technology (AIT) als wissenschaftliche Mitarbeiterin, wo sie unter anderem an Prozessen zur Nutzung von Kohlendioxid (CO2) für die Herstellung von Chemikalien arbeitete. Im Zuge ihres Doktorates an der Technischen Universität Wien arbeitet sie an einem effizienten Prozess zur Nutzung von CO2 als Kohlenstoffquelle für die Industrie oder als Treibstoff der Zukunft.

Magdalena Teufner ist nicht nur FEMtech-Expertin und Gründerin von kleinkraft, sondern auch Mentorin bei Global Womens Network for the Energy Transition (GWNET). GWNET fördert und vernetzt Frauen aus dem Bereich der nachhaltigen Energie aus allen Teilen der Welt und zielt darauf ab, die globale Energietransition zu beschleunigen. Teufner rät Frauen, im Energiebereich Fuß zu fassen, wo durch komplexe Problemstellungen und deren Lösung eine abwechslungsreiche und spannende Arbeit wartet. Das Video und das Experten-Interview von Frau Teufner finden Sie in der Infothek des BMVIT.

FEMtech – Frauen in Forschung und Technologie
Mit FEMtech unterstützt das österreichische Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) Frauen in Forschung und Technologie. Um die Chancengleichheit in der industriellen und außeruniversitären Forschung zu fördern, gibt es ein Bündel attraktiver Maßnahmen.

Die FEMtech Expertinnendatenbank ist eine Initiative zur Unterstützung von Frauen in Forschung und Technologie. Hier können sich Frauen verschiedenster Fachgebiete eintragen, wobei der Schwerpunkt der Datenbank in den Bereichen Naturwissenschaft und Technik liegt. Mit der „Expertin des Monats"  macht das BMVIT erfolgreiche Frauen im Forschungs- und Technologiebereich in der Öffentlichkeit sichtbar! Hier werden Frauen aus der FEMtech Expertinnendatenbank vorgestellt, die in der technologieorientierten Forschung mit Erfolg tätig sind. Die Nominierung für die „Expertin des Monats" erfolgt durch die Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik (ÖGUT), die Auswahl durch eine interdisziplinär besetzte Jury. Zur Expertin des Monats gibt es ein kurzes Imagevideo, das einen persönlichen Einblick in deren Arbeitswelt gibt.

Die FEMtech Netzwerktreffen dienen dem Kennenlernen und der Weitergabe von Informationen, die für Frauen in Forschung und Technologie relevant sind, informieren über Neuigkeiten aus dem Förderschwerpunkt und zeigen aktuelle Themen auf. Des Weiteren gibt es die Möglichkeit zu informellem Austausch und zur Förderberatung durch die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft FFG. Frauen und Männer, die den FEMtech-Gedanken unterstützen und gemeinsam die Rahmen- und Zugangsbedingungen für Frauen im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich verbessern wollen, sind zum Informations- und Erfahrungsaustausch herzlich eingeladen!

Mit FEMtech Wissen stellt das BMVIT relevante Daten und Informationen zur Verfügung, präsentiert Studien und Publi­kationen sowie thematische Kurzfassungen zu nationalen und internationalen Forschungen im Themenfeld.

Fördermaßnahmen für Forschung und Praxis
Der FEMtech Karriere-Check für KMU unterstützt forschungs- und technologieintensive Klein- und Mittelbetriebe in Naturwissenschaft und Technik beim Einstieg in die Beschäftigung mit dem Thema Chancengleichheit.

Mit FEMtech Karriere unterstützt das BMVIT forschungs- und technologieintensive Unternehmen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen in Naturwissenschaft und Technik, die Chancengleichheit in der Praxis umsetzen.

Die FEMtech Praktika für Studentinnen stehen speziell für Studentinnen österreichischer Universitäten und Fachhochschulen zur Verfügung. Ziel ist es, forschungsinteressierten Studentinnen attraktive Praktika bei Österreichs innovativen Unternehmen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen anzubieten und so den Einstieg in eine Forschungskarriere zu erleichtern.


Dieser Beitrag ist mit der freundlichen Unterstützung des Österreichischen Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie entstanden. Entgeltliche Einschaltung.

Dieser Artikel ist in forum Nachhaltig Wirtschaften 04/2018 - Frauen bewegen die Welt erschienen.



     
        
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