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Fachzentrum Nachhaltige Urbane Mobilität in Frankfurt eröffnet

Das Fachzentrum soll die hessischen Städte und Kommunen bei der Planung und Förderung geeigneter Maßnahmen der nachhaltigen städtischen Mobilität unterstützen.

„Kommunen, die in nachhaltige urbane Mobilität und damit lebenswerte Städte investieren, sorgen auch für ein gutes Klima für Besucher und Touristen für Einkauf und Stadtbesichtigung", erklärte Matthias Gräßle, Hauptgeschäftsführer der IHK Frankfurt am Main, anlässlich der Eröffnung des Fachzentrums Nachhaltige Urbane Mobilität am House of Logistics and Mobility in Frankfurt. „Wir begrüßen diese Einrichtung, weil die Kommunen in der Metropolregion FrankfurtRheinMain damit einen kompetenten Ansprechpartner für dieses dringende Anliegen bekommen."
 
Kommunen, die in nachhaltige urbane Mobilität investieren, sorgen für ein gutes Klima für Besucher und Touristen. © MichaelGaida / pixabay.comDas Fachzentrum soll die hessischen Städte und Kommunen bei der Planung und Förderung geeigneter Maßnahmen der nachhaltigen städtischen Mobilität unterstützen. Dies ist insbesondere für Frankfurt und die anderen Städte der Metropolregion eine gute Nachricht in Anbetracht des Bemühens, drohende Dieselfahrverbote durch alternative Maßnahmen zu verhindern und die Stickoxidwerte bis 2020 unter den Grenzwert von 40 µg/m³ zu bringen. So stehen aktuell die Konzeption der „Masterpläne Green City" an, mit denen sich Kommunen für die Mittel aus dem Sofortprogramm „Saubere Luft" der Bundesregierung bewerben können. Auch bei weiteren Mobilitätsplänen, wie den „Sustainable Urban Mobility Plans" (SUMPs) als Instrumenten für eine kontinuierliche Verbesserung, sollen die Kommunen vom neuen Fachzentrum unterstützt werden. „Diese Pläne sind wichtig, um Städte langfristig für den Wirtschaftsverkehr befahrbar zu halten und dennoch für gute Luftqualität und Lärmschutz zu sorgen", sagte Gräßle. Es sei auch für Pendler wichtig, eine echte Alternative zum eigenen Auto zu haben. Mehr Menschen, die den ÖPNV und das Rad nutzen, helfen am Ende allen: dem Wirtschaftsverkehr, der pünktlich liefern kann ohne im Stau zu stehen, und den Pendlern, die auf das Auto angewiesen sind und dann ebenfalls nicht mehr im Stau stehen müssen.
 
Dieselfahrverbote hingegen bergen die Gefahr, dass die Versorgung und die Erreichbarkeit der Städte leiden und nicht nur viele Unternehmen, sondern zahlreiche Pendler und Besucher Frankfurt nicht mehr erreichen können, so der IHK-Hauptgeschäftsführer. Nach Einschätzung der IHK Frankfurt am Main greifen Fahrverbote zu kurz und sind schwer zu kontrollieren. Langfristig hat der Ausbau des ÖPNV insbesondere in der Metropolregion eine zentrale Bedeutung für die urbane Mobilität, ebenso wie die Optimierung des Waren- und Lieferverkehrs in der urbanen Logistik. Hierzu zählen unter anderem neben dem Ausbau des Bahnknotens Frankfurt besonders die Regionaltangente West, die Nordmainische S-Bahn sowie die Verlängerung der U2 zum Bad Homburger Bahnhof. Nur durch einen leistungsfähigen, zuverlässigen und hochwertigen ÖPNV kann ein Umsteigen der Berufspendler vom eigenen Auto erreicht werden. „Hier anzusetzen ist besonders wichtig", so Gräßle weiter, „denn der Wirtschaftsverkehr ist auch weiterhin auf die Straße angewiesen, und je weniger sich hier der Verkehr staut, desto weniger Abgase und desto effizienter die Belieferung." Die IHK Frankfurt hat zahlreiche Optimierungsvorschläge unterbreitet, die zu einer Entlastung des städtischen Verkehrs führen können. Dazu zählen Konzepte wie Betriebliches Mobilitätsmanagement, Jobtickets, Mikrodepots, Systeme zur Verstetigung des Verkehrsflusses, Stellplätze und Leihsysteme für Lastenfahrräder, Förderung von Carsharing und Ausbau des Elektroladenetzes.
 
Kontakt: IHK Frankfurt am Main | presse@frankfurt-main.ihk.de | www.frankfurt-main.ihk.de


     
        
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