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Kein Müllberg zur Weihnachtszeit

Wiederverwenden statt wegwerfen

Bis zu 20 Prozent mehr Verpackungsmüll in der Weihnachtszeit – Wiederverwendung, der Verzicht auf Kunststofffolien und Recyclingverpackungen machen das Schenken umweltfreundlicher – Deutsche Umwelthilfe kritisiert zunehmenden Einsatz von Geschenkpapier mit Kunststoff- und Aluminiumbeschichtung, das nicht recyclingtauglich ist

Unmengen von Geschenkpapier sind nicht unbedingt nötig - häufig reicht eine Schleife aus, um ein Geschenk zu dekorieren. © KreaTrolden, pixabayWeihnachten ist die Zeit des Schenkens. Zu keinem Zeitpunkt im Jahr wird mehr verpackt, eingetütet und dekoriert. Nach Schätzung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) steigt das Abfallvolumen zum Weihnachtsfest um bis zu 20 Prozent an, vor allem aufgrund von Geschenkverpackungen. Schon kurz nach dem Auspacken landen Papiere, Folien und Anhänger im Müll und sorgen so jedes Jahr für riesige Abfallberge. Um Weihnachten umweltfreundlicher zu machen, empfiehlt die DUH Verpackungen zu vermeiden, sie wiederzuverwenden, auf den Einsatz von Recyclingmaterialien zu achten. Geschenkpapier sollte unbeschichtet sein, damit es recycelt werden kann. Dazu finden Sie online einen Ratgeber der DUH für das umweltfreundliche Verpacken von Geschenken.

„Abfallvermeidung sollte das ganze Jahr über oberste Priorität haben, um Ressourcen zu schonen und Energie einzusparen. Deutschland ist mit 218 Kilogramm pro Kopf und Jahr Europameister beim Verpackungsabfall. Von diesem Titel müssen wir wegkommen. Dafür brauchen wir einen Mentalitätswandel. Besonders zur Weihnachtszeit kann jeder seinen Teil dazu beitragen, die Umwelt zu schonen. Eine intakte Umwelt ist zudem das beste Geschenk, das wir zukünftigen Generationen machen können", sagt die Stellvertretende DUH-Geschäftsführerin Barbara Metz.

Häufig reicht eine Schleife aus, um ein Geschenk zu dekorieren. Besonders bei sehr großen Paketen kann so meterweise auf Papier verzichtet werden. Eine Alternative zu Plastikweihnachtsmännern an Kordeln sind Tannenzapfen oder Zweige. Wenn Geschenkpapier zum Einsatz kommt, bieten sich Mehrweglösungen an, etwa die Wiederverwendung bereits genutzter Papiere. Geschenkverpackungen kann man aber auch einfach selber machen. Beispielsweise sind alte Kunstdruckkalender, Zeitschriften oder schöne Tücher eine wunderbare Alternative zu neuem Papier.

„Wenn Verbraucher nicht auf neues Geschenkpapier verzichten wollen, sollten sie unbedingt auf den Blauen Engel achten, denn das Zeichen garantiert einen hohen Anteil an Recyclingmaterial. Weil durch die Herstellung von Papierfasern besonders viel Energie, Wasser und Holz verbraucht wird, verringert der Einsatz von Recyclingmaterial die Umweltbelastungen", sagt Metz.

Als besonders kritisch sieht die DUH das immer größere Angebot an Geschenkpapier mit einer Kunststoff- oder Aluminiumbeschichtung. „Verbraucher sollten einen großen Bogen um Papier machen, das mit Lack, Kunststoff oder Aluminium behandelt ist, denn dies behindert das Recycling und trägt dazu bei, dass das Material in der Verbrennung landet. Dadurch gehen wertvolle Ressourcen unwiederbringlich verloren. Aluminiumbeschichtete Papiere sind besonders unökologisch, weil deren Herstellung und Verarbeitung sehr energieintensiv ist. Bei der Förderung von Bauxit zur Aluminiumherstellung kommen giftige Chemikalien zum Einsatz und Naturflächen in Teilen Asiens, Südamerikas und Australiens werden zerstört", erklärt der DUH-Leiter für Kreislaufwirtschaft Thomas Fischer.
 
Kontakt: Deutsche Umwelthilfe | presse@duh.de | www.duh.de


     
        
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