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Aktionskunst im Film: Kunstaktion nutzt den Waldboden als Projektionsfläche

Video Wald der Wünsche des Installationskünstlers Gijs van Bon auf YouTube

Mit dem Sandroboter „Skryf" schrieb der Aktions- und Installationskünstler Gijs van Bon am Internationalen Tag des Waldes die populärsten Wünsche von mehr als tausend Menschen jeden Alters auf den Waldboden bei Stuttgart. Der Film zum Kunstevent des Niederländers ist jetzt auf dem YouTube-Kanal der Waldschutzorganisation PEFC Deutschland zu sehen.

Mit seinem Roboter 'Skryf' schrieb Aktions- und Installationskünstler Gijs van Bon die 50 häufigsten Wünsche von 1.444 Internetnutzern auf den Waldboden. Foto: PEFCAuf dem Waldweg steht in großen, hellen Druckbuchstaben: „Ich wünsche mir für jeden gefällten Baum zehn neue." Diesen Wunsch und zahlreiche andere hat nicht ein Förster mit Sägemehl für den staunenden Waldbesucher hinterlassen, sondern der Aktions- und Installationskünstler Gijs van Bon mit dem von ihm entwickelten Roboter „Skryf". Auf einigen hundert Metern Waldweg unweit des Stuttgarter Haus des Waldes schrieb van Bon am 21. März, dem Internationalen Tag des Waldes, die Wünsche mit Sand auf den Boden. Dabei handelte es sich um die 50 häufigsten Wünsche von 1.444 Internetnutzern. Sie hatten an der Online-Aktion „Wald der Wünsche" teilgenommen, initiiert von der Waldschutzorganisation PEFC Deutschland. Die Performance von van Bon bildete den Abschluss dieser Aktion und wurde filmisch dokumentiert. Das Ergebnis ist nun auf dem PEFC-YouTube-Kanal zu sehen:


Wünsche gestalten die Realität
Van Bon ist Vertreter des Ateliers „La Citta Mobile" in Eindhoven. Als PEFC Deutschland ihn für die Webaktion „Wald der Wünsche" gewinnen wollte, war der Niederländer sofort begeistert. Denn der 41-Jährige steht für eine diskursive Kunst, die die Menschen nicht als passive Betrachter sieht, sondern als Produzenten von Erlebnissen. Durch Aktionen und Kunst sollen sie die Wirklichkeit aktiv mitgestalten. Diesen Anspruch sah er in der PEFC-Initiative verwirklicht. Ist es aber nicht ein Widerspruch, Wünsche zu haben und Realität mitzugestalten? Denn schließlich sind Wünsche doch in erster Linie geheime Träumereien, die die Menschen in sich tragen und nur in Ausnahmefällen preisgeben. Keineswegs, so ist van Bon überzeugt: „Die Menschen dürfen ihre Wünsche nur nicht geheim halten. Vielmehr müssen sie diese laut aussprechen, so dass andere Menschen davon erfahren und diesen Wunsch ebenfalls haben können. Denn wenn viele Menschen ein und denselben Wunsch teilen, dann können sie ihn auch wahr werden lassen."

An dem Projekt „Wald der Wünsche" haben ihn daher besonders zwei Aspekte fasziniert. Zum einen, dass Menschen ihre Wünsche im Internet, also gegenüber der ganzen Welt, zum Ausdruck bringen, um sich damit für eine Sache, die sie lieben, einzusetzen und andere Menschen dafür zu begeistern. Und zum anderen, dass diese Sache der Wald ist. Denn für den niederländischen Künstler gibt es kaum eine passendere Metapher für die Realisierung von Träumen als einen Baum. Van Bon meint: „Ein Wunsch ist wie ein Samen. Und durch die Vernetzung mit anderen Menschen, die diesen Wunsch auch haben, kann aus dem kleinen Samen etwas ganz Großes werden. So groß wie ein mächtiger Baum im Wald." Aber warum nutzt er Sand für das Aufschreiben der Wünsche und nicht ein haltbareres Medium? Van Bon: „Der Sand steht für Wandel und Vergänglichkeit. Wünsche unterliegen auch einem permanenten Wandel, sie entwickeln sich stetig weiter, sind nicht in Stein gemeißelt. Mit der Aktion wollen wir den Wald weiter entwickeln, daher passt der Sand als Bild viel besser als ein Material, das sich nicht mehr verändern lässt."

Zum Hintergrund der Wunschwald-Kunstaktion
1.444 Internetnutzer beteiligten sich an der Webaktion „Wald der Wünsche". Nochmals 1.004 Teilnehmer äußerten ihre Erwartungen in einer repräsentativen Befragung des GfK-Instituts. Beide Male ging es um dasselbe Thema: Wie soll der Wald der Zukunft aussehen? Was wünschen sich die Deutschen für die Zukunft ihres Waldes? Die Auswertung der insgesamt 4.715 Wünsche brachte die unterschiedlichsten Erwartungen zutage. Die meisten der 2.448 Teilnehmer wünschen sich einen Wald, in dem die Natur und die in ihr lebenden Arten geschützt existieren können. Dabei soll er gleichzeitig für Freizeitzwecke und schonende Holzgewinnung offen bleiben. Die Abschlussaktion – wie auch das gesamte Projekt – realisierte PEFC Deutschland e. V. mit der Unterstützung zertifizierter Unternehmen, die das PEFC-Siegel zur Kennzeichnung ihrer Holz- und Papierprodukte einsetzen: BAUHAUS AG, Decker Massivholzmöbel, InCasa Schlafraumsysteme, Margarete Ostheimer, toom Baumarkt und WestRock. Auf diesem Weg konnten möglichst viele Verbraucher auf unterschiedlichen Wegen eingebunden werden.

Mehr Informationen zu PEFC auf www.pefc.de, zur Wunschwald-Aktion auf www.wunschwald.com und zum Tag des Waldes auf www.tag-des-waldes.de.

 
PEFC – die unabhängige Waldschutzorganisation
PEFC formuliert Regeln für den Umgang des Menschen mit dem Wald: Es setzt ökologische und soziale Standards für eine nachhaltige Bewirtschaftung unserer Wälder. Überprüft werden sie durch unabhängige Zertifizierungsstellen, zum Beispiel vom TÜV. Das schließt die Kontrolle des Holzes von der Ernte bis hin zu Produktion und Verkauf mit ein. Somit kann der Verbraucher sicher sein, dass Holzprodukte mit dem PEFC-Siegel aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammen. PEFC ist in Deutschland und weltweit die größte Institution zur Sicherstellung nachhaltiger Waldbewirtschaftung durch ein unabhängiges Zertifizierungssystem. Mehr unter
pefc.de.

Kontakt PEFC: Hannah Kuhfeld (Projektleitung) | fetz@pefc.de | www.pefc.de      
http://www.twitter.com/PEFCDeutschland | http://www.facebook.com/PEFC.Deutschland


Quelle: PEFC Deutschland e. V.



     
        
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