Technik | Mobilität & Transport, 14.11.2016
Mit dem Transportrad durch Deutschland
1000 Kilometer von Konstanz bis Norderstedt
Konstanz am Bodensee und Norderstedt bei Hamburg haben im Sommer die größten
öffentlichen Mietsysteme für Transportfahrräder in Deutschland eingerichtet. Seitdem
können Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste der beiden Städte an einem Stationen-Netz
rund um die Uhr auf die Drei- und Zweiräder mit den großen Ladeboxen zugreifen. TINK
steht für Transportrad Initiative Nachhaltiger Kommunen und hat das Ziel, eine
nachhaltige Mobilität in Städten zu fördern.
Um zu zeigen, dass Transporträder, auch bekannt als Lastenräder oder Cargo-Bikes, sogar
im Winter und auf weiteren Strecken zu gebrauchen sind, wollen Marco Walter,
nationaler Projektleiter von TINK, und seine Kollegin Nathalie Niekisch am 22. November
zu einer abenteuerlichen Radtour von Konstanz nach Norderstedt aufbrechen. 1.000
Kilometer Streckenlänge und insgesamt 2.400 Höhenmeter gilt es mit den 40 Kilogramm
schweren Rädern in 14 Tagen zu überwinden. Dabei greifen die beiden Langstreckenradler
auf die regulären Mieträder zurück, wie sie in den TINK Systemen zum Einsatz kommen.
Diese haben keinen Elektromotor und „nur" acht Gänge in der Nabenschaltung.
Transportiert werden soll neben dem notwendigen eigenen Gepäck auch ein
Geschenkkorb des Konstanzer Oberbürgermeisters Uli Burchardt mit regionalen BioSpezialitäten
vom Bodensee, welcher am Ende der Tour dem Norderstedter
Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote und seinem Nachhaltigkeitsteam überreicht
werden soll.Im Rahmen von „TINK on Tour" werden sich die beiden Radler in mehreren
durchfahrenen Städten mit städtischen und privaten Fahrradaktiven vor Ort über das
Angebot und das Interesse an öffentlichen Transportradmietsystemen austauschen.
Infogespräche sind fest geplant in Karlsruhe, Mannheim, Mainz, Wiesbaden, Darmstadt,
Kassel, Marburg und Hannover. Mitradlerinnen und Radler sind willkommen, welche die
Tour minuten-, stunden- oder auch tageweise mit eigenen Fahrrädern, egal welcher
Bauart, begleiten können.
Nationale Projektpartner sind neben den beiden Städten die e-fect eG und die InnoZ
GmbH, welche auch für die Begleitforschung des Projekts zuständig sind. Den Betrieb der
Systeme stellen nextbike (in Norderstedt) und fahrradspezialitaeten (in Konstanz) sicher.
Gefördert wird TINK von August 2015 bis Juli 2018 durch das Bundesministerium für
Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans
2020 (NRVP). Die Transporträder stehen in den beiden Modellstädten zunächst für zwei
Jahre zur Verfügung.
Frau Reiche – es reicht!
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