Garten-PV - Der Mini-Solarpark fürs Eigenheim

Für nachhaltige und gesunde Speisen außer Haus

Wissenschaftlicher Austausch an der FH Münster im Forschungsprojekt NAHGAST

Fast die Hälfte aller Mahlzeiten nehmen wir inzwischen außer Haus ein. Gastronomiebetriebe registrieren außerdem, dass ihre Gäste zunehmend nachfragen, wie gesund, ökologisch und sozial verträglich die Speisen auf ihrem Teller sind. Wie Betriebe sich auf diese Entwicklung einstellen und wie sie dabei unterstützt werden können, untersucht das Forschungsprojekt NAHGAST (Nachhaltiges Produzieren und Konsumieren in der Außer-Haus-Gastronomie). Es wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.
 
Dr. Ulrike Eberle vom Zentrum für Nachhaltige Unternehmensführung (ZNU) der Universität Witten/Herdecke und Dr. Guido Reinhardt vom Institut für Energie- und Umweltforschung (IFEU) in Heidelberg sind Experten zu Fragen der ökologischen Bewertung von Produkten und Dienstleistungen. An der FH Münster haben sich die Naturwissenschaftler mit Beteiligten und Partnern des Forschungsprojektes NAHGAST ausgetauscht. (Foto: FH Münster/Fachbereich Oecotrophologie – Facility Management) Silke Friedrich vom Institut für Nachhaltige Ernährung (iSuN) der FH Münster koordiniert das Projekt, Prof. Dr. Petra Teitscheid leitet es. Das iSuN-Team arbeitet mit dem Faktor 10 – Institut für nachhaltiges Wirtschaften, der TU Berlin und dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie zusammen. Derzeit entwickeln die Wissenschaftler praxistaugliche Methoden zur Messung und Bewertung von Speisen in den Dimensionen Gesundheit, Ökologie und Soziales. Einer der Indikatoren für die Ökologie ist Biodiversität, also die Vielfalt an Arten, die genetische Vielfalt innerhalb der Arten und die Vielfalt an Lebensräumen. Negativ auf die Artenvielfalt wirkt sich beispielsweise der Einsatz von Pestiziden während der Produktion von Lebensmitteln aus. „Geeignete Instrumente zu finden, mit denen sich die zahlreichen Auswirkungen auf Biodiversität für jede einzelne Speise erfassen und bewerten lassen, ist äußerst komplex", sagt Friedrich. Zu einem wissenschaftlichen Austausch haben Friedrich und Dr. Melanie Speck vom Wuppertal Institut deshalb zwei ausgewiesene Experten zum Thema Biodiversität, die Verbundpartner des Projektes und weitere Wissenschaftler an die FH Münster eingeladen.
 
Dr. Ulrike Eberle vom Zentrum für Nachhaltige Unternehmensführung (ZNU) der Universität Witten/Herdecke präsentierte die Potentialfeldmethode als pragmatischen Ansatz zur Abschätzung von Biodiversität. Da es für Biodiversität keine global einheitliche Definition gebe, sei ein regional differenzierter Ansatz erforderlich.
 
Über die Einbindung von Biodiversität in ökologische Bewertungssysteme sprach Dr. Guido Reinhardt vom Institut für Energie- und Umweltforschung (IFEU) in Heidelberg. Der Naturwissenschaftler präsentierte zwei Ansätze, die sein Institut als sinnvoll ansieht, um Effekte auf Biodiversität messbar zu machen: den Hemerobie-Ansatz, der die Natürlichkeit der Böden widerspiegelt, und einen weiteren, der auf der Lebenszyklus-Umweltverträglichkeitsanalyse basiert.
 
In einem nächsten Schritt im Projekt wird es um die Frage gehen, wie das Produkt „nachhaltige und gesunde Speise" verständlich an die Verbraucher kommuniziert werden kann. „Dazu müssen wir es schaffen, die Komplexität zu reduzieren, um auch Praxisakteuren Orientierung zu geben", so Speck.
 
Das dreijährige Verbundprojekt NAHGAST läuft bis Februar 2018. Neben den wissenschaftlichen Institutionen sind sechs Praxispartner beteiligt. Unter www.nahgast.de sind weitere Informationen veröffentlicht.
 
 


     
        
Cover des aktuellen Hefts

Frau Reiche – es reicht!

forum 03/2026

  • Resilienz
  • Klimafinanzierung
  • Wald
  • Startups
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
30
JUN
2026
Circular Tech Hub
Europe’s Largest Tech, Startup & Digital Investment Event
14055 Berlin
28
SEP
2026
Zertifikatskurs „Sustainability Management“
Wir verbinden Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit!
95447 Bayreuth
Alle Veranstaltungen...
forum goes international! Download the international edition for forum free of charge.
Anzeige

Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.

Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.

Wissenschaft & Forschung

Artemis und Orion
Christoph Quarch überlegt, was die Namensgebung über die aktuelle Mondmission sagen kann
B.A.U.M. Insights
Garten-PV - Stromkosten um fast 80 Prozent gesenkt

Jetzt auf forum:

Stadtgrün gegen Hitze

Biodiversität beginnt vor der Haustür

Erfolgreicher Moor-Mitmachtag mit 100 Freiwilligen

Klimaneutrale Speicherstadt drei Mal erfolgreich bei DGNB Sustainability Challenge

Die Sommer-INNATEX wartet auf mit bekannten Namen und essenziellen Themen

Recht haben reicht nicht

Neue Wege gehen: Die nächste Generation steht bereit

Der Einkauf als Hebel

  • TÜV SÜD Akademie
  • 66 seconds for the future
  • SUSTAYNR GmbH
  • NOW Partners Foundation
  • Engagement Global gGmbH
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • Klimabündnis Ebersberg-München
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • WWF Deutschland
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • ZamWirken e.V.
  • Global Nature Fund (GNF)
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH