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Klamottenkur: Mit 50 Kleidungsstücken durch die Fastenzeit

Die Kampagne Modeprotest initiiert Reduktionsübungen für reflektierten Konsum

Zum vierten mal hat mit Aschermittwoch die Klamottenkur begonnen. Die sieben-wöchige Aktion hilft den Umgang mit einer reduzierten Garderobe zu üben. Dabei ist erlaubt was Spass macht, eine kleine Herausforderung darstellt und für die eigene Lebenssituation Sinn macht. Mit dieser Kurgarderobe möchten die Initiatorinnen Annika Cornelissen (Modedesignerin) und Lenka Petzold (Textildesignerin) den Konsumentinnen positive Erfahrungen mit wenigen Kleidungsstücken, und das Herantasten an eine Minimalgarderobe ermöglichen. Das Bewusstsein für den eigenen Bedarf wird gestärkt, der eigene Stil fokussiert, eigene Tragegewohnheiten erfahren, Qualität statt Quantität wertgeschätzt.
 
Neben den persönlichen Vorteilen wird das Thema Suffizienz und die damit verbundenen ökologischen Vorteile in eine Handlung geführt. Ein geringerer Verbrauch von Ressourcen durch eine Verringerung der Nachfrage nach Produkten darf nicht länger ein Tabuthema bleiben. Shoppen wird oft zum Selbstzweck, was zum unreflektierten Hyperkonsum führt. Da nach dem Kaufen immer auch vor dem Kaufen ist, will die Klamottenkur in der Folge die Kaufentscheidungen bewusster machen. Gesteuert von Routinen und Gewohnheiten die schwer abzulegen sind, wird die persönliche Kur unterstützt mit Tipps z.B. zum Thema Waschen, Altkleidersammlung und Einkaufsalternativen.
 
Die Kur-Garderobe besteht aus 50 Teilen des persönlichen Kleiderschranks. Zu den absoluten Favoriten kommen unverzichtbare Basics und Specials für Sport oder besondere Anlässe. Dabei entscheidet jeder selbst, welche Kleidungsstücke er oder sie benötigt. Ausschlaggebend sind die individuellen Tragegewohnheiten.
 
Die Bewegung stößt auf wachsendes Interesse. Die Anzahl der Teilnehmenden ist jährlich deutlich gestiegen. Ebenso zeigt eine tägliche Nutzung des online-Fragebogens „Wie viel Kleidung … " auf der Homepage der Kampagne eine generationsübergreifende bundesweite Reflexion.
 
Der erste Schritt in Richtung nachhaltigem Konsum ist weniger Konsum. Das gilt auch für die Klamotten im Kleiderschrank. Schaffst du es, deine Garderobe für sieben Wochen auf 50 Teile zu reduzieren?
 
Mehr Informationen zur Aktion und zur Kampagne Modeprotest finden sie unter: www.modeprotest.de/klamottenkur


     
        
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