Wirtschaft | CSR & Strategie, 17.07.2014
Auf dem Weg zum eigenen nachhaltigen Kakao
Ritter Sport Plantage in Nicaragua wächst
Die Alfred Ritter GmbH & Co. KG ist ihrem Ziel, selbst ökologisch und sozial nachhaltigen Kakao anzubauen, einen weiteren Schritt näher gekommen. Bereits 2012 hat das mittelständische Familienunternehmen im Osten Nicaraguas rund 2.000 Hektar Land erworben. Diese Fläche konnte inzwischen um weitere 500 Hektar erweitert werden.
Die über 150 Mitarbeiter der Plantage konnten bisher rund die Hälfte der notwendigen Infrastrukturmaßnahmen umsetzen: vom Bau von Wegen und Brücken, über die Installation eines Abwassersystems bis hin zur Errichtung von Sozial- und Wirtschaftsgebäuden. Schritt für Schritt entwickelt sich das ehemalige Brachland in eine Plantage mit Modellcharakter, die nach den Prinzipien der Integrierten Landwirtschaft aufgeforstet wird.
Mit rund 1.500 Hektar Anbaufläche, von denen bereits etwa Dreiviertel bearbeitet werden, entsteht so eines der weltweit größten zusammenhängenden Kakaoanbaugebiete. Weitere 1.000 Hektar entfallen auf Wald- und Feuchtgebiete, die zum Schutz der Biodiversität erhalten bleiben. Bereits 2017 soll "El Cacao" den ersten Kakao für Ritter Sport Schokolade liefern und langfristig 30 Prozent des Bedarfs an Kakaomasse des mittelständischen Tafelschokoladeherstellers decken.
Alfred T. Ritter: "Wir übernehmen Verantwortung."
"El Cacao" ist Teil des fast 25-jährigen Engagements von Ritter Sport in Nicaragua. Bereits seit 1990 unterstützt das Familienunternehmen aus dem schwäbischen Waldenbuch nicaraguanische Kleinbauern beim nachhaltigen Anbau von Kakao.
"Als Industrienation und besonders als Schokoladehersteller stehen wir in der Verantwortung, die sozialen und ökologischen Bedingungen im Kakaoanbau zu verbessern", erklärt Alfred T. Ritter, Inhaber und Vorsitzender der Geschäftsführung von Ritter Sport. "Dabei darf es nicht bei Absichtserklärungen bleiben. Niemand kann heute zuverlässig vorhersagen, dass es ab einem gewissen Zeitpunkt ausreichend nachhaltig angebauten Kakao auf dem Weltmarkt geben wird. Selbst standardsetzende Organisationen wie UTZ Certified oder Rainforest Alliance warnen inzwischen davor, dass sich Hersteller mit immer weiteren Selbstverpflichtungen gegenseitig überbieten, gleichzeitig aber zu wenig getan wird, um die Angebotsseite zu stärken. Deshalb gehen wir bewusst diesen ungewöhnlichen und nicht ganz einfachen Weg".
Wo Kakao zur Schule geht
Aktuell sind auf "El Cacao" rund 120 Hektar mit zirka 100.000 Kakaopflanzen bepflanzt. Für die Aufzucht der Kakaopflanzen hat Ritter Sport eine eigene Baumschule errichtet, wo zur Zeit rund 400.000 kleine Kakaobäume herangezogen werden. Geeignetes Pflanzmaterial in ausreichender Menge zu erhalten ist dabei eine der größten Herausforderungen. "Zum einen haben wir spezielle Anforderungen zum Beispiel was den Geschmack des Kakaos betrifft, zum anderen arbeiten wir nur mit Pflanzmaterial aus Nicaragua und den direkten Nachbarländern", erklärt Manfred Günkel, der seit 15 Jahren wieder im Heimatland seiner Mutter lebt und seit 2012 Geschäftsführer von Ritter Sport Nicaragua ist.
Der eigene Kakaoanbau von Ritter Sport folgt Standards, die eine Zertifizierung nach UTZ Certified oder Rainforest Alliance ermöglichen, sobald die erste Ernte erfolgt.
Insgesamt investiert das Unternehmen jährlich rund fünf Millionen Euro, in "El Cacao", "Cacaonica" und weitere Projekte zum Anbau nachhaltigen Kakaos. "Ein Betrag, der in Relation zu unserem Umsatz den Vergleich mit den Investitionen der großen internationalen Konzerne nicht zu scheuen braucht", betont der Inhaber des mittelständischen Familienunternehmens aus dem schwäbischen Waldenbuch, Alfred T. Ritter.
Ritter Sport - 100 Jahre Verantwortung
Seit jeher zählen Verantwortung für Mensch und Umwelt zu den Grundsätzen des 1912 gegründeten Familienunternehmens, das heute von Alfred T. Ritter in dritter Generation geleitet wird. 2,5 Millionen Tafeln Schokolade produziert Ritter Sport jeden Tag - und das ausschließlich im schwäbischen Waldenbuch. Von dort gelangen die quadratischen Tafeln in über 100 Länder weltweit. Zuhause in Deutschland ist jede vierte verkaufte 100 Gramm Tafel eine Ritter Sport und fast jeder Deutsche kennt die Marke Ritter Sport (gestützte Markenbekanntheit 99 Prozent).
Die über 150 Mitarbeiter der Plantage konnten bisher rund die Hälfte der notwendigen Infrastrukturmaßnahmen umsetzen: vom Bau von Wegen und Brücken, über die Installation eines Abwassersystems bis hin zur Errichtung von Sozial- und Wirtschaftsgebäuden. Schritt für Schritt entwickelt sich das ehemalige Brachland in eine Plantage mit Modellcharakter, die nach den Prinzipien der Integrierten Landwirtschaft aufgeforstet wird.
Mit rund 1.500 Hektar Anbaufläche, von denen bereits etwa Dreiviertel bearbeitet werden, entsteht so eines der weltweit größten zusammenhängenden Kakaoanbaugebiete. Weitere 1.000 Hektar entfallen auf Wald- und Feuchtgebiete, die zum Schutz der Biodiversität erhalten bleiben. Bereits 2017 soll "El Cacao" den ersten Kakao für Ritter Sport Schokolade liefern und langfristig 30 Prozent des Bedarfs an Kakaomasse des mittelständischen Tafelschokoladeherstellers decken.
![]() |
Eine Kakaopflanze auf dem Weg zu ihrem Platz im Herzen der Plantage zwischen Bananenstauden, Leguminosen und anderen Mischkulturpflanzen. |
"El Cacao" ist Teil des fast 25-jährigen Engagements von Ritter Sport in Nicaragua. Bereits seit 1990 unterstützt das Familienunternehmen aus dem schwäbischen Waldenbuch nicaraguanische Kleinbauern beim nachhaltigen Anbau von Kakao.
"Als Industrienation und besonders als Schokoladehersteller stehen wir in der Verantwortung, die sozialen und ökologischen Bedingungen im Kakaoanbau zu verbessern", erklärt Alfred T. Ritter, Inhaber und Vorsitzender der Geschäftsführung von Ritter Sport. "Dabei darf es nicht bei Absichtserklärungen bleiben. Niemand kann heute zuverlässig vorhersagen, dass es ab einem gewissen Zeitpunkt ausreichend nachhaltig angebauten Kakao auf dem Weltmarkt geben wird. Selbst standardsetzende Organisationen wie UTZ Certified oder Rainforest Alliance warnen inzwischen davor, dass sich Hersteller mit immer weiteren Selbstverpflichtungen gegenseitig überbieten, gleichzeitig aber zu wenig getan wird, um die Angebotsseite zu stärken. Deshalb gehen wir bewusst diesen ungewöhnlichen und nicht ganz einfachen Weg".
Wo Kakao zur Schule geht
Aktuell sind auf "El Cacao" rund 120 Hektar mit zirka 100.000 Kakaopflanzen bepflanzt. Für die Aufzucht der Kakaopflanzen hat Ritter Sport eine eigene Baumschule errichtet, wo zur Zeit rund 400.000 kleine Kakaobäume herangezogen werden. Geeignetes Pflanzmaterial in ausreichender Menge zu erhalten ist dabei eine der größten Herausforderungen. "Zum einen haben wir spezielle Anforderungen zum Beispiel was den Geschmack des Kakaos betrifft, zum anderen arbeiten wir nur mit Pflanzmaterial aus Nicaragua und den direkten Nachbarländern", erklärt Manfred Günkel, der seit 15 Jahren wieder im Heimatland seiner Mutter lebt und seit 2012 Geschäftsführer von Ritter Sport Nicaragua ist.
Der eigene Kakaoanbau von Ritter Sport folgt Standards, die eine Zertifizierung nach UTZ Certified oder Rainforest Alliance ermöglichen, sobald die erste Ernte erfolgt.
![]() |
Ritter Sport Mitarbeiterin Maria pflanzt einen Kakao-Setzling aus. In fünf Jahren wird er die ersten Früchte tragen. |
Ritter Sport - 100 Jahre Verantwortung
Seit jeher zählen Verantwortung für Mensch und Umwelt zu den Grundsätzen des 1912 gegründeten Familienunternehmens, das heute von Alfred T. Ritter in dritter Generation geleitet wird. 2,5 Millionen Tafeln Schokolade produziert Ritter Sport jeden Tag - und das ausschließlich im schwäbischen Waldenbuch. Von dort gelangen die quadratischen Tafeln in über 100 Länder weltweit. Zuhause in Deutschland ist jede vierte verkaufte 100 Gramm Tafel eine Ritter Sport und fast jeder Deutsche kennt die Marke Ritter Sport (gestützte Markenbekanntheit 99 Prozent).
Quelle: Alfred Ritter GmbH & Co. KG
Frau Reiche – es reicht!
forum 03/2026
- Resilienz
- Klimafinanzierung
- Wald
- Startups
Kaufen...
Abonnieren...
28
SEP
2026
SEP
2026
Zertifikatskurs „Sustainability Management“
Wir verbinden Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit!
95447 Bayreuth
Wir verbinden Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit!
95447 Bayreuth
Anzeige
Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.
Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.
Sport & Freizeit, Reisen
Teamgeist und ZusammenhaltChristoph Quarchs Überlegungen zum Start der Fußball-Weltmeisterschaft
Jetzt auf forum:
BIOFACH-Gründer Hagen Sunder feiert 85. Geburtstag
Happy Birthday – Pioniere als Inspiration für die nachfolgenden Generationen
Easee - Intelligentes Laden und Nachhaltigkeit für deutsche Fuhrparks
Junge Menschen schauen zunehmend pessimistisch in die Zukunft
Klimafinanzierung: Zwei Drittel sind schöngerechnet























