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Good Company Ranking 2013

DAX -Konzerne führen in Europa die Liste an

Umfassendster Vergleich der 70 größten Unternehmen in puncto Corporate Social Responsibility (CSR) in Europa - Automobil und Chemie vorn, Rohstoffe und Energie hinten.

Deutschlands Unternehmen stehen europaweit im Good Company Ranking 2013 gut da.
Foto by pixabay.com
Die DAX-Konzerne Bayer, BMW und BASF sind in den Disziplinen "Personal-management", "Gesellschaftliches Engagement", "Umwelt- Management" und "Finanzielle Performance und Transparenz" die besten Unternehmen Europas. Zu den erfolgreichsten ausländischen Konzernen zählen die französische SANOFI auf dem sechsten und der englische Wettbewerber Glaxo smithkline auf dem neunten Rang. Die Platzierungen zeigen, wie sehr die in den Indizes STOXX50 und DAX30 gelisteten Unternehmen im Geschäftsjahr 2012 ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrgenommen haben. Besonders gut schnitten dabei Vertreter der Branchen Automobil, Chemie und Pharma ab, während die Unternehmen aus der Finanzdienstleistungsbranche, sowie den Sektoren Rohstoffe und Energie auf den letzten Rängen landen.

Zu diesem Ergebnis kommt das aktuelle "Good Company Ranking 2013", Europas größter unabhängiger Corporate Social Responsibility (CSR)- Wettbewerb, den die Hamburger Kirch hoff Consult AG nach 2005, 2007 und 2009 zum vierten Mal initiiert hat. Wie in den Jahren zuvor wurde die Studie von unabhängigen Experten durchgeführt, die die Leistungen der Unternehmen unter die Lupe genommen haben. Neben dem Ranking-Initiator Klaus Rainer Kirchhoff gehören Prof. Dr. Edeltraud Günther (Technische Universität Dresden), Prof. Dr. Rüdiger Hahn (Universität Kassel), Prof. Dr. Christian Scholz (Universität des Saarlandes) und Prof. Dr. Henning Zülch (HHL) zu den Mitgliedern der Jury.

In einem dreistufigen Verfahren haben sie die Verantwortung der Unternehmen gegenüber Mitarbeitern, Umwelt und Gesellschaft überprüft. Diese Bereiche flossen mit jeweils 20 Prozent in die Bewertung ein. Doppelt so stark gewichtet wurde die finanzielle Performance, weil sie ein Indiz auf den Umgang der Konzernführung mit dem ihm anvertrauten Kapital darstellt. Einen Malus erhielten die Gesellschaften, die nicht wenigstens die Hälfte der Punktzahl des bestbewerteten Unternehmens in einer Prüfungskategorie erzielten.

Die Ergebnisse im einzelnen:

Die ersten fünf Plätze belegen deutsche Konzerne. Das überrascht auf den ersten Blick. So befinden sich unter den Top-10-Unternehmen nur zwei nicht - deutsche Firmen. Worauf ist diese offensichtliche Verschiebung in dem Ranking zurückzuführen? Eine Ursache ist, dass die ausländischen Unternehmen, die im vergangenen Ranking gut abgeschnitten haben, Rohstoffkonzerne waren, die zu der damaligen Zeit - insbesondere vom Kapitalmarkt getrieben - außergewöhnlich gut performten. In den letzten zwei Jahren entwickelten sich deutsche Unternehmen hingegen besser als viele europäische Wettbewerber.

"Die Hauptursache für die Verschiebung sehen wir darin begründet, dass der gesellschaftliche Druck auf die Unternehmen und die gesellschaftlichen Erwartungen an Unternehmen verantwortlich zu handeln in Deutschland größer ist als in den anderen europäischen Ländern. Insbesondere gilt dies für die Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern", so Kirchhoff.

Ein weiterer Grund liegt in der in Deutschland zunehmenden Transparenz während
der letzten Jahre, die Unternehmen bieten müssen, um in der Gesellschaft, aber auch am Kapitalmarkt Akzeptanz zu finden.

Aus Dänemark nimmt mit Novo Nordisk A/S nur ein Unternehmen teil. Aufgrund seines sehr guten Abschneidens gelangt Dänemark im Ländervergleich mit 60,4 Punkten auf dem ersten Platz. Deutschland liegt mit einem Durchschnittswert von 58 ,7 Punkten dahinter. Der Mittelwert ist das Ergebnis der 30 untersuchten Unternehmen , die hierzulande ihren Sitz haben. Die Bronzemedaille geht an die Schweiz mit 57,8 Punkten . Zu den Schlusslichtern zählen die Niederlande (51,8 Punkte), Italien (46,3 Punkte) und Russland (32,6 Punkte). Beim aktuellen Ranking nach Branchen zeigt sich ein ganz anderes Bild als bei der letzten Untersuchung im Jahr 2009: In diesem Jahr startet die Automobilbranche aus der Poleposition (64,0 Punkte), gefolgt von den Sektoren Chemie (62,0 Punkte) und Pharma (61,4 Punkte).

Zu den Absteigern zählen die Finanzdienstleistungsbranche (52,0 Punkte), die Rohstoffindustrie (50,0 Punkte) und die Energiewirtschaft mit 48,5 Punkten. Seinerzeit belegte die Rohstoffbranch e noch den zweiten Platz - nach der Chemie - und vor der Pharmaindustrie. Neuer Spitzenreiter des Gesamtrankings ist die Bayer AG mit 74,0 Punkten, die sich bei der Hitliste vor vier Jahren noch mit dem siebten Platz zufrieden geben musste. Am stärksten aufgeholt hat der diesjährige Silbermedaillen - Gewinner BMW auf Rang 2 , der im Jahr 2009 noch Platz 46 bekleidete. Die Bronzemedaille geht an den Chemieriesen BASF (70,7 Punkte), der das Gesamtranking des Jahres 2009 gewonnen hatte.

Schlusslichter sind die russischen Unternehmen Gazprom (31,4 Punkte) , Lukoil Oil mit 31,2 Punkten sowie Sberbank Rossil, die lediglich 27,4 Punkte erreicht hat. Grund hierfür sind Punktabzüge in mehreren Kategorien, die nach der Malus - Regelung vorgenommen wurden. " Das gegenwärtig herrschende Ungleichgewicht zwischen Wachstum und Verschuldung, die Loslösung von der Realwirtschaft, der Raubbau an natürlichen Rohstoffen und der Klimawandel machen deutlich, dass Unternehmen in einer sozialen Marktwirtschaft mehr Verantwortung übernehmen müssen", kommentiert Kirchhoff die Ergebnisse des " Good Company Ranking 2013".

Die Studie steht hier zum Download zur Verfügung .

Über Kirchhoff Consult
Die Kirchhoff Consult AG ist eine Agentur für Finanz - und Unternehmenskommunikation mit den Schwerpunkten Reporting, Kapitalmarkttransaktionen und IR/PR. Bei der Konzeption und Gestaltung von Geschäfts - und Nachhaltigkeitsberichten sowie der Begleitung von Börseneinführungen ist die Agentur führend in Deutschland. Kirchhoff Consult AG hat Standorte in Deutschland, Österreich, der Türkei und in China.

Quelle: Kirchhoff Consult AG, Dr. Kay Baden
Wirtschaft | CSR & Strategie, 20.11.2013

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