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Technik | Energie, 19.01.2025

Konferenz „Infrarotheizung: Wirtschaftlichkeit im Fokus“ am 3. April 2025 in Würzburg - Konferenzprogramm online

Experten zeigen, wie Infrarotheizungen ein wirtschaftlicher Weg zur Beheizung ganzer Gebäude sind

Infrarotheizungen als Lösung zur kostensparenden, effizienten Beheizung von Ein- und Mehrfamilienhäusern im Neubau und Bestand ++ Der Branchenverband hat nun das detaillierte Programm veröffentlicht.

Infrarotheizungen sind vergleichsweise kostengünstig in der Anschaffung, langlebig und wartungsfrei. © WellthermAuf der Konferenz des IG Infrarot Deutschland e.V. am 3. April 2025 in Würzburg wird sich die Wirtschaftlichkeit von Infrarotheizgeräten zur Beheizung ganzer Gebäude wie ein roter Faden durch die Veranstaltung ziehen. Wie verhält es sich mit den Investitions- und Folgekosten, auch im Vergleich zu anderen Heizsystemen? Wie fallen die Stromkosten ins Gewicht? Welchen Effekt hat Solarstrom aus der eigenen Photovoltaikanlage in der Gesamtwirtschaftlichkeits-betrachtung? Welche Möglichkeiten gibt es, Fördermittel für die langlebigen hocheffizienten Heizsysteme zu erhalten? Diese und mehr Fragen werden in Vorträgen aus der Wissenschaft und Praxis für Ein- und Mehrfamilienhäuser im Neubau und Bestand betrachtet. Der Branchenverband hat nun das detaillierte Programm veröffentlicht, das unter ig-infrarot.de zu finden ist. 

Den Auftakt macht Prof. Dr.-Ing. Bert Oschatz, Geschäftsführer des ITG Institut für Technische Gebäudeausrüstung Dresden, der das Thema von Seiten der Wissenschaft beleuchten wird. Anschließend wirft Frank Hummel, Unternehmer, Berater und Buchautor in seinem Vortrag „Die elektrisierende Zukunft" einen Blick auf Perspektiven für die elektrische Vollversorgung von Gebäuden. Joachim Schrader, Geschäftsführer der Bauen + Energie Konzept GmbH, wird, wie schon 2024, eindrücklich aufzeigen, wie an Stellschrauben in der Planung gedreht werden kann, damit Bauvorhaben klimaneutral und wirtschaftlich realisiert werden können. „Maximale Förderung mit Infrarotheizung im Neubau und in der Sanierung gemäß KfW-Kriterien als KfW-Effizienzhaus 55 beziehungsweise 40" lautet der Titel seines Vortrags. Nach der kurzen Vorstellung eigener Projekte demonstriert er online im Programm „Energieberater" von Hottgenroth, wie er vorgeht, um die Wirtschaftlichkeit für seine Kunden zu maximieren. 

Referenzen im Neubau und Bestand
Am Nachmittag stehen Beispiele aus der Praxis im Mittelpunkt. Den Auftakt machen Prof. Dipl.-Ing. Timo Leukefeld, Bauunternehmer Markus Rössler und der Hersteller von Infrarotheizungen Günther Hraby. Im Mittelpunkt ihres Vortragsblocks steht das erste hochgradig energieautarke Mehrfamilienhaus Bayerns. Rössler Wohnbau hat es in Ehingen bei Augsburg gebaut, das Energiekonzept hat Timo Leukefeld geplant. Seit November 2022 sind die fünf Wohnungen mit Pauschalmiete und Energieflatrate für Wärme und Strom vermietet. Auf dem Dach und an der Balkonbrüstung sind Photovoltaikanlagen mit insgesamt 49 Kilowatt Leistung in Betrieb, der Stromspeicher hat 59,5 kWh Speicherkapazität, in allen Wohnungen wird mit Infrarot geheizt. In der ersten Energiebilanz für ein Jahr brauchten nur rund 8.000 Kilowattstunden Strom für das gesamte Gebäude zugekauft werden. Insgesamt wurden rund 25.500 Kilowattstunden Strom für den Haushalts- und Technikstrom sowie die Infrarotheizungen in fünf Wohnungen verbraucht. 

Timo Leukefeld wird auch auf die Sanierung dreier Plattenbauten aus der DDR-Zeit zu hochgradig energieautarken Mehrfamilienhäusern in Aschersleben in Sachsen-Anhalt eingehen. Eigentümer ist die Ascherslebener Gebäude- und Wohnungsgesellschaft.

Unter 100 Euro Energiekosten pro Monat für Strom und Wärme im Einfamilienhaus
Bei den weiteren Referenzen dreht es sich unter anderem um Einfamilienhäuser, die seit 1987 errichtet wurden, darunter auch ein Holzhaus. Bei den meisten Gebäuden gehört eine Photovoltaikanlage zum Energiekonzept. Alternativ könnten Hauseigentümer auch Ökostrom beziehen, um den Strombedarf CO2-frei zu decken. 

Zwei Beispiele: Das Einfamilienhaus, das Christoph Weiland, Vorstand der IG Infrarot Deutschland, vorstellt, wurde 2019 bezogen. Das Fertighaus mit Effizienzhaus-Standard KfW 40 hat 140 Quadratmeter Wohnfläche. In allen Wohnräumen sind Infrarotheizungen installiert, auf dem Dach erzeugt eine Photovoltaikanlage mit 6,5 Kilowatt Leistung Strom, sie ist an einen Batteriespeicher mit 9 Kilowattstunden Speicherkapazität gekoppelt. Einen Teil des Solarstroms kann die Familie direkt oder über die Zwischenspeicherung in den Akkus selbst verbrauchen, den Rest speist sie gegen eine Einspeisevergütung in das öffentliche Netz ein. Den Stromzukauf und die Einspeisevergütung einbezogen, zahlen die Bewohner in der Summe unter 100 Euro pro Monat für Haushaltsstrom, Warmwasser und die elektrische Heizung. Auf die Integration von Infrarotheizungen im Altbau geht Philipp Haller, Geschäftsführer der Haller Energiefreiheit GmbH, ein. Er stellt zwei Einfamilienhäuser aus den Baujahren 1994 und 1987 vor, in denen die Eigentümer von einer über 30 Jahre alten Ölheizung auf Infrarotheizungen umgestellt beziehungsweise die alten Nachtspeicheröfen durch moderne Infrarotheizungen ausgetauscht haben. 

„Wir zeigen mit diesen Referenzen, dass Infrarotheizungen sowohl im Neubau als auch im Bestand durch ihre niedrigen Investitions- und Folgekosten eine sinnvolle Lösung sind, um die Kosten für den Bau und die Energieversorgung des Gebäudes zu reduzieren. Dazu trägt auch die energiesparende thermostatgesteuerte und bedarfsorientierte Betriebsweise bei", sagt Lars Keussen, 1. Vorsitzender des IG Infrarot Deutschland e.V. Infrarotheizungen, deren Strahlungswärme als sehr behaglich empfunden wird, können als Alleinheizung dienen oder als Komponente im Hybridsystem zusammen mit einer bestehenden Gasheizung oder einer Wärmepumpe.

Zu der Konferenz „Infrarotheizung: Wirtschaftlichkeit im Fokus" sind Mitarbeitende der Infrarotheizungsbranche sowie aus anderen relevanten Branchen wie Wohnungswirtschaft, Architektur und Planung, Gebäudeenergieberatung, Finanzen und Forschungsinstitute eingeladen. Die Teilnahmegebühr für die ganztägige Veranstaltung am Donnerstag, 3. April 2025, beträgt 385 Euro für Mitglieder des IG Infrarot Deutschland e.V. und 440 Euro für Nicht-Mitglieder (zzgl. 19 % MwSt.). 

Am Vortag, Mittwoch, 2. April 2025, findet am gleichen Ort der brancheninterne 5. Runde Tisch der Infrarotheizungsbranche statt. Das Programm ist ebenfalls unter ig-infrarot.de/veranstaltungen-2025/ zu finden. Für Rückfragen steht der Verband unter der Rufnummer 08104 / 64709290 oder per E-Mail unter events@ig-infrarot.de zur Verfügung.
 
Für weitere Informationen: 

Kontakt: IG Infrarot Deutschland e.V. | events@ig-infrarot.de | ig-infrarot.de



     
        
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