Transformation as a Service. Engegie | KI | Cyber | ESG - aus einer Hand | Zum Festpreis.

Empfehlungen des Sustainable Finance-Beirats können starker Hebel für den zügigen Umbau der Wirtschaft werden

„Große Chance, um die deutsche Wirtschaft fit für den internationalen Wettbewerb der Transformation zu machen.”

Die Entwicklungs- und Umweltorganisation Germanwatch sieht in dem veröffentlichten Abschlussbericht des Sustainable Finance-Beirats der Bundesregierung gute Vorschläge für den Weg in eine nachhaltige und krisenfeste Zukunft des Wirtschafts- und Finanzstandorts Deutschland. Knapp zwei Jahre nach seiner Einberufung durch die Regierung hat der Beirat mit den Empfehlungen seines Berichts den Kurs gezeichnet, um Deutschland zu einem führenden Standort für Sustainable Finance zu machen. „Mit diesem größtenteils ambitionierten, aber auch realistischen Empfehlungspaket ist dem Sustainable Finance-Beirat ein starker Anstoß zum notwendigen Wandel in Wirtschaft und Finanzwelt gelungen. Bei konsequenter Umsetzung der Empfehlungen werden sowohl die ökologischen Lebensgrundlagen als auch die Finanzmarktstabilität gesichert. Dies bedeutet auch eine große Chance, um die deutsche Wirtschaft fit für den internationalen Wettbewerb der Transformation zu machen”, sagt Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch und Mitglied des Beirats.
 
Es soll erkennbar werden, welche Unternehmen klimaverträgliche Geschäftsmodelle entwickeln
© Gerd Altmann, pixabay.comDie 31 Empfehlungen des Beirats stellen ein breites Maßnahmenpaket in den Bereichen politische Rahmensetzung, Berichterstattung, Wissensaufbau, Finanzprodukte und Verstetigung des Themas Sustainable Finance dar. Zurecht sind insbesondere die Empfehlungen zur Berichterstattung für Unternehmen und Finanzmarktakteure sowie zur notwendigen Vorreiterrolle der öffentlichen Hand umfangreich ausgefallen. Die bisherigen kurzfristigen Berichtsstrukturen ermöglichen dem Finanzmarkt noch nicht zu erkennen, welche Unternehmen sich auf neue, klimaverträgliche Geschäftsmodelle vorbereiten und welche dies nicht tun. Mit ihren Anlagen, Investitionen und öffentlich-rechtlichen Geldinstituten wiederum kann die öffentliche Hand maßgeblich zum Wandel von Wirtschaft und Gesellschaft beitragen. Mit dem Einsatz von Steuergeldern geht von ihr eine große Signalwirkung aus. „Die öffentliche Hand darf mit Steuergeldern kein Greenwashing betreiben, deshalb ist umso bedeutender, dass sie als Vorreiter auftritt. Die zukunftsgerichtete Berichterstattung in Real- und Finanzwirtschaft bildet zusammen mit politisch verankerten, verpflichtenden Klimazielen und einem verlässlichen Preispfad für CO2-Emissionen ein goldenes Dreieck der Transformation”, so Bals weiter.
 
Der Abschlussbericht kommt zur rechten Zeit, hat das Thema Sustainable Finance doch nicht nur in der EU, sondern auch in den USA und China Fahrt aufgenommen. Um auch globale Standards zu setzen, müssen die Empfehlungen nun zeitnah umgesetzt werden. „Die Bundesregierung kann noch in dieser Legislaturperiode die Weichen zur Umsetzung stellen. Die kommende Sustainable Finance-Strategie muss aufzeigen, was noch vor der Wahl in laufenden Gesetzgebungsverfahren verankert werden kann", so Bals weiter.
 
Schwächen sieht Germanwatch bei Empfehlungen zur Versicherungsbranche
Der Abschlussbericht erfüllt aus Sicht von Germanwatch allerdings nicht in allen Bereichen die Erwartungen. Eher ernüchternd sind etwa die Empfehlungen hinsichtlich der notwendigen Rahmensetzung für die Versicherungswirtschaft. Diese verweisen lediglich auf weitere Grundlagenforschung, anstatt die Erweiterung des derzeit zu kurz greifenden Risikohorizonts zu fordern. „Das ist eine der Aufgaben, die noch liegengeblieben sind und bald nachgeholt werden müssen", so Bals abschließend.
 
 
Kontakt: Germanwatch e.V., Stefan Küper | kueper@germanwatch.orgwww.germanwatch.org


     
        
Cover des aktuellen Hefts

Frau Reiche – es reicht!

forum 03/2026

  • Resilienz
  • Klimafinanzierung
  • Wald
  • Startups
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
11
SEP
2026
Den Demokratie-Muskel stärken – Zusammen für das Gemeinwohl!
Training mit Christian Felber & Roman Huber
38489 Beetzendorf
11
SEP
2026
Den Demokratie-Muskel stärken
Live-Online-Training in Echtzeit mit Grit Bümann, Roman Huber, Christian Felber
online
23
SEP
2026
BootCamp Impact Business Design
Zertifizierter Impact Business Design Master
Berlin
Alle Veranstaltungen...
Anzeige

Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.

Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.

Naturschutz

Urlaub machen, wo die Feuerwehr im Dauereinsatz ist?
Christoph Quarchs philosophischer Blick auf die verheerenden Brände in Südeuropa und jetzt auch Schottland
forum goes international! Download the international edition for forum free of charge.
Hier könnte Ihre Werbung stehen! Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot

Jetzt auf forum:

SCHOTT stellt Klimaziele neu auf

Mehr als 1.300 Fahrradplätze

SCHOTT Pharma treibt Klimaschutz mit aktualisierten wissenschaftsbasierten Klimazielen voran

EWI-Gutachten zu Systemkosten - LEE NRW warnt vor falschem Fokus der Bundesregierung

Pionier des Natur- und Umweltschutzes kurz vor seinem 101. Geburtstag gestorben

Die italienischen Momente im Leben?

Papier sparen mit KI

Bio & Regional: Mehr Nachhaltigkeit in Kantinen und Mensen

B.A.U.M. Insights
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • SUSTAYNR GmbH
  • 66 seconds for the future
  • TÜV SÜD Akademie
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • NOW Partners Foundation
  • Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • Klimabündnis Ebersberg-München
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • Global Nature Fund (GNF)
  • Engagement Global gGmbH
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • WWF Deutschland
  • ZamWirken e.V.
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften