evoBuild - Zirkulär gedacht. Für Visionen gemacht.
Umwelt | Klima, 29.05.2019

Mit einer #KlimaVision gegen die Klimakrise

Rückblick auf den Frühlingsevent vom 28. Mai 2019

Der Fokus des Frühlingsfestes lag auf dem Thema Klimawandel. © Peter Lüthi, BiovisionDas Kuk in Aarau war mit weit über 300 Teilnehmenden satt gefüllt. Alle waren sie neugierig auf die Geschichten und Beweggründe der Bühnengäste, warum sie sich fürs Klima engagieren und waren gleichsam motiviert, unter dem Motto #KlimaVision den aktuellen Klimadiskurs mitzuprägen.
 
Die Klimastreik-Bewegung ist eine historische, generationenübergreifende Bewegung, die seit Monaten Druck auf den Strassen aufbaut, dem sich Medien und Politik nicht entziehen können. Die Klimastreiks gelten bereits jetzt als grösste Jugendbewegung der Welt und sie haben den Diskurs über die Frage initiiert, in was für einer Welt wir eigentlich leben möchten. Die drei lokalen Vertretenden dieser Bewegung waren: Elena Wey, Benjamin Koch und Jeremy Chavez. Die beiden Schüler und die Schülerin kennen sich aus der Fachmittelschule in Wohlen und waren unsere poetischen Bühnengäste, die mit mehreren scharfsinnigen Slam-Einlagen wie "Ihr sind schuld am Klimawandel!" "Mir? ...Mir händ nüt gmacht!" "Äbe!" für die Highlights des Abends sorgten.
 
Auf der Klimabank mit KlimaSeniorin
Vier Einzelgesuchstellerinnen und 539 Mitglieder der KlimaSeniorinnen im AHV-Alter haben 2016 symbolisch die erste Schweizer Klimaklage eingereicht. Sie klagten den Bund an, nicht nur die Klimagesetzgebung sondern auch ihr verfassungsmässiges Grundrecht auf Leben und Gesundheit zu verletzen. Rita Schirmer-Braun, eine KlimaSeniorin der ersten Stunde, erklärte den Anwesenden im Saal, dass wenn sie mit ihrem Anliegen Recht bekommen, alle Generationen davon profitieren werden. Leider wurde die Beschwerde vom Bundesverwaltungsgericht im Dezember 2018 abgewiesen. Doch bereits Ende Januar 2019 reichten die KlimaSeniorinnen ihr Anliegen beim Bundesgericht in Lausanne wieder ein. "So erhalten wir mit unserem Anliegen zumindest Aufmerksamkeit, und steter Tropfen höhlt den Stein", schmunzelt Rita Schirmer-Braun.
 
Was macht Biovision zum Thema Klimawandel?
Wie sich Biovision mit ihrer Arbeit gegen den Klimawandel stark macht, wurde gegen Ende des Anlasses von unseren Mitarbeitern beantwortet. Einer unserer Experten für Agrarökologie, Fabio Leippert, betonte: „Es gibt keinen Zweifel daran; der Mensch ist die Hauptursache des Klimawandels und das wird von 98 % aller Klimaforschenden und deren Studien belegt." International arbeitet Biovision auf zwei Ebenen an Lösungen gegen den Klimawandel: Einerseits in Feldprojekten mit Kleinbauern in Ostafrika (von unten her) – und andererseits auf der politischen Ebene (von oben her). Für das zweite ist das Team von Politikdialog und Anwaltschaft zuständig.
 
Als Programmverantwortlicher für Entwicklungsprojekte spürt Simon Gottwalt die Auswirkungen des Klimawandels bereits in unseren Projekten in Ostafrika: „Als ich vor ein paar Wochen in Nairobi war, gab es kein anderes Thema als die ausbleibende Regenzeit." In Äthiopien und Kenia hatten die Biovision-Projektpartner 2016/17 mit einer schweren Dürre zu kämpfen. "Solche einschneidenden Ereignisse häufen sich. Und es trifft die am härtesten, die ohnehin schon prekären Verhältnissen leben und nichts für den Klimawandel können, denn der grösste Teil der Klimagase wird ja in den westlichen Industrieländer ausgestossen", so Gottwalt.
 
Die Landwirtschaft leidet unter dem Klimawandel, ist aber auch Täterin
Die Landwirtschaft mit den durch sie verursachten Landnutzungsveränderungen ist für weltweit für einen Drittel der Klimagasemissionen verantwortlich und damit eine der Hauptverursacherinnen des Klimawandels. Ein Kurswechsel in der Landwirtschaft ist also angezeigt. Die #KlimaVision aus Sicht von Biovision fasste er abschliessend so zusammen: „Wir brauchen eine multifunktionale Landwirtschaft, die nicht einfach nur genügend Essen produziert, sie muss auch die Artenvielfalt und intakte Böden erhalten, um gesunde Nahrung zu produzieren und mithelfen, das Klima in Balance zu halten.„

Kontakt: Martin Grossenbacher, Biovision | info@biovision.chwww.biovision.ch


     
        
Cover des aktuellen Hefts

Die Natur lebt vom Kreislauf – und wir?

forum 04/2026

  • Kreislaufwirtschaft
  • Biodiversität
  • Bildung
  • Wasserweisheiten
  • Altöl im Kreislauf
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
14
SEP
2026
BMW auf dem Prüfstand
Tut der Konzern genug beim Klimaschutz?
80336 München und online
22
SEP
2026
WindEnergy Hamburg 2026
Connect with the global wind industry
20357 Hamburg
23
NOV
2026
Energie- & Umweltgipfel 2026: Produzierende Industrie
Where Industrial Transformation Creates Competitive Advantage
10623 Berlin
Alle Veranstaltungen...
Energie- & Umweltgipfel 2026
Anzeige

Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.

Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.

Pioniere & Visionen

By the dawn's early light
Christoph Quarchs Überlegungen zum 250. Jahrestag der Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von Amerika
Munich Climate Week 2026
Hier könnte Ihre Werbung stehen! Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot

Jetzt auf forum:

PLAN-B NET ZERO gewinnt zweiten PaaS-Kunden

Regenwald-Konferenz erhält den "Making a Difference" Award 2026 des Jane Goodall Instituts Deutschland

Hitzeschutz muss verbindlicher Bestandteil von Neubau, Sanierung und Instandhaltung von Schulen werden

Zendure auf der IFA 2026

Der Kanzler will den Klimawandel zurückdrängen

Sei kein NPC!

Die Natur lebt vom Kreislauf – und wir?

Immer gut informiert mit forum future economy

B.A.U.M. Insights
  • Engagement Global gGmbH
  • ZamWirken e.V.
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • 66 seconds for the future
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • NOW Partners Foundation
  • Zendure DE GmbH
  • Klimabündnis Ebersberg-München
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • SUSTAYNR GmbH
  • Global Nature Fund (GNF)
  • WWF Deutschland