Technik | Mobilität & Transport, 01.08.2017
E-Mobilität im Busverkehr:
Köln geht leise große Schritte
Acht Elektro-Busse der Linie 133 rollen seit dem 3. Dezember vergangenen Jahres geräuscharm durch Köln. Die Anschaffung der Busse kostete 5,6 Millionen Euro. Dadurch wird der CO2-Austoß um rund 520 Tonnen im Jahr reduziert. Bis 2021 steht die erste Ausbaustufe der E-Mobilität im Busverkehr an: Bis dahin sollen sechs weitere Linien umgestellt werden.
Die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) übernehmen eine Vorreiter-Position im Hinblick auf den Busverkehr in Nordrhein-Westfalen und wirken damit aktiv an der dringend benötigten Luftverbesserung in den Innenstädten des Landes mit.
Acht Elektro-Busse der Linie 133 rollen seit einem halben Jahr zwischen dem Breslauer Platz am Kölner Hauptbahnhof und dem Südfriedhof in Zollstock leise und schadstofffrei durch die Stadt – rund 520 Tonnen CO2 werden im Jahr dadurch eingespart. Der Erwerb der acht E-Busse kostete 5,6 Millionen Euro. Nordrhein-Westfalen hat das Projekt mit einer Förderung von 1,92 Millionen Euro unterstützt. Bis 2021 sollen sechs weitere komplette Linien der KVB umgestellt werden.
Im vorangegangenen zehnmonatigen Testbetrieb konnten die E-Busse schon mit ihrer großen Reichweite überraschen, jetzt sollen etwa 50 zusätzliche Solo- bzw. Gelenkbusse mit Batterie angeschafft werden. In der Testphase haben über 1.200 Fahrten stattgefunden. Die E-Bus-Flotte legte hierbei über 35.000 Kilometer zurück. Lediglich bei 15 Fahrten, vor allem am Anfang der Tests, konnte ein E-Bus nicht mehr weiterfahren. Die Herausforderungen lagen hierbei insbesondere in der optimalen Einstellung der Software und verschiedener klassischer Fahrzeugfunktionen.
Die Reichweite der E-Busse hat sich in den Tests als größer herausgestellt als ursprünglich kalkuliert. Theoretisch können die E-Busse 90 Kilometer weit fahren. Praktisch werden sie jedoch maximal nur 45 Kilometer ohne Nachladung eingesetzt, um das Ladevolumen der Batterien nicht unter 30 Prozent abzusenken. Im Normalfall werden die E-Busse jeweils an den beiden Endhaltestellen der Linie 133 nachgeladen, also stets nach rund sieben Kilometern. Auf dem Betriebshof Nord der KVB erfolgt nachts die vollständige Nachladung.
Mehr zu dem Thema finden Sie im aktuellen Projekt des Monats August der EnergieAgentur.NRW.
Kontakt: Gerd Uwe Funk, Kraftstoffe und Antriebe der Zukunft
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