Neues Förderprogramm „Grants4Impact“

Bayer Cares Foundation ermöglicht nachhaltiges Wachstum visionärer Sozialunternehmer mit einer Million Euro

Die Bayer Cares Foundation hat ein neues Förderprogramm ins Leben gerufen: Mit „Grants4Impact" (G4I) unterstützt die Stiftung gezielt internationale Sozialunternehmer und Impact Start-Ups aus den Bereichen Gesundheit und Ernährung, die mit wegweisenden Ideen das Leben vieler Millionen Mitmenschen verbessern wollen. Im Rahmen einer zweijährigen Kooperation erhalten fünf visionäre Unternehmer eine Zuwendung von je 150.000 Euro, um ihre Ideen auf eine neue Wirkungsstufe zu bringen. Zudem erhalten sie Sachleistungen im Wert von je 50.000 Euro, beispielweise in den Bereichen Mentoring, Veranstaltungsmanagement oder kommunikative Unterstützung, sowie einen Zugang zum globalen Experten-Netzwerk der Bayer-Stiftung.
 
Sani Solar: ein neuartiges Sanitär-System. © Bayer AG„Grants4Impact soll zu einer Art Brutkasten für visionäre Sozialpioniere werden, die an Lösungen für die großen Herausforderungen in Gesundheits- und Ernährungsfragen arbeiten", benennt Thimo V. Schmitt-Lord, Vorstand der Bayer-Stiftungen, das Ziel der Initiative. „Neben größeren finanziellen Spielräumen erhalten die jungen Unternehmer durch die enge Kooperation mit Bayer wertvolles Wissen. Gemeinsam wollen wir damit das Größenpotential ihrer Ideen freisetzen und vielen benachteiligten Menschen auf der Welt zu einer besseren Lebensqualität verhelfen."
 
Die folgenden Initiativen wurden für die erste Förderrunde von Grants4Impact durch eine Experten-Jury ausgewählt: Sani Solar (Herkunftsland Deutschland/ Durchführungsland Brasilien) mit einer Sonnenverdunstungs-WC-Technologie, COOLAR (Deutschland/ Kenia) mit einem elektrizitätsfrei betriebenen Kühlschrank, BISA M-Health (Ghana/ Senegal) mit dem Telemed-Dienst „Frag deinen Arzt Online", iBreast Exam (USA/ Brasilien) mit einem tragbaren Handgerät sowie Screening App für die Brustkrebs-Früherkennung und SafetyNet (Vereinigtes Königreich/ Indonesien) mit intelligenten Blitzgeräten für die selektive Fischerei.
 
Alle fünf Projekte kommen aus der Nominierungsrunde für den Aspirin Social Innovation Award 2017/18. Diesen Preis vergibt die Bayer Cares Foundation für innovative Konzepte in den Bereichen Gesundheit und Ernährung, die helfen Versorgungslücken zu schließen und das Potenzial für nachhaltige systemische Veränderungen besitzen. Mit dem Preis sucht die Stiftung weltweit nach den stärksten sozialen Innovationen. Seit 2010 wurde der Preis bereits an 33 Initiativen und Sozialunternehmer mit Preisgeldern von insgesamt 235.000 Euro verliehen.
 
Portrait Sani Solar (Bad Überkingen, Deutschland/ Brasilien)
Rund zwei Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sauberer Sanitärversorgung. Insbesondere in entlegenen Gebieten Afrikas, Indiens oder Lateinamerikas funktionieren traditionelle Sanitärkonzepte nicht nachhaltig, weil dort kein Zugang zur Kanalisation besteht sowie eine Entleerung von lokalen Sickergruben nicht gewährleistet werden kann. Ohne einen angemessenen Zugang zu Abwasserkanälen und Wartung verursachen solche herkömmlichen Systeme aber schwerwiegende logistische und gesundheitliche Probleme. Mit Sani Solar hat Dr. Jochen Scheerer ein Sanitärsystem entwickelt, das völlig losgelöst von Wasser, elektrischer Energie, Kanalisation oder Chemikalien funktioniert. Stattdessen trocknet es Fäkalien durch Sonnenenergie und reduziert diesen dabei auf einen Anteil von unter acht Prozent. Das Sonnenverdörrungs-WC ist einfach und sicher in der Handhabung und arbeitet unabhängig von externer Unterstützung. Im G4I-Pilotprojekt wird Sani Solar ein von der gemeinnützigen Organisation Habitat For Humanity geleitetes Programm durchführen und bis zu 20 Geräte in einer großen Pilotstudie im Nordosten Brasiliens testen. Das Projekt soll mittelfristig der brasilianischen Regierung einen Weg aufzeigen, wie das zentrale Ziel „Sanitäre Versorgung für alle Bürger Brasiliens bis zum Jahr 2050" technisch erreicht werden kann.
 
Portrait COOLAR (Berlin, Deutschland/ Kenia)
In Entwicklungsländern funktionieren traditionelle Kühlsysteme häufig nicht, weil sie eine zuverlässige Energieversorgung oder teure Batterien benötigen. Zudem verschleißen bewegliche Bauteile wie Pumpen und Klimakompressoren schnell unter den rauen klimatischen Bedingungen. Als Konsequenz leiden Millionen Menschen an Hunger oder werden medizinisch nicht richtig behandelt, da eine adäquate Lagerung von Lebensmitteln, Medikamenten und Impfungen nicht möglich ist. Das von Christoph Göller gegründete Start-Up COOLAR hat ein neues Kühlsystem konzipiert, das auf der Technologie des Adsorptionskreislaufs basiert und keinerlei Elektrizität aus Sonnenkollektoren, Stromversorgung oder Batterien benötigt. Im Rahmen des G4I-Pilotprojekts wird COOLAR Feldtests und Machbarkeitsstudien in Flüchtlingslagern und medizinischen Einrichtungen in Kenia durchführen. Dies soll das Gerät auf den Status „Bewährte Technologie" bringen. Weitere Kooperationspartner im Projekt sind die UN-Flüchtlingshilfe, die Organisation Médecins sans Frontières und das kenianische Gesundheitsministerium.
 
Portrait BISA M-Health (Ghana/ Senegal)
Millionen von Menschen im ländlichen Afrika leben mehr als einen Tagesmarsch entfernt vom nächstgelegenen Arzt oder Krankenhaus. Dadurch bleibt ihnen der Zugang selbst zu grundlegendsten Gesundheitsleistungen verwehrt. Raindolf Owusu betreibt mit BISA M-Health den Telemed-Dienst „Ask Your Doctor Online", um Menschen genau diesen Zugang zu ermöglichen. Es ist eine mobile Anwendung, die Menschen mit gesundheitlichen Beschwerden mit einem Pool von Ärzten verbindet. In einem One-on-One-Smartphone-Chat können gesundheitliche Bedenken besprochen werden. Der Online-Arzt kann zudem eine Empfehlung geben, ob ein Praxisbesuch nötig ist. Im G4I-Pilotprojekt wird BISA den bereits gut eingeführten Dienst von Ghana in den Senegal ausbauen, um eine französischsprachige Version des Angebots zu starten. Partner des Projekts ist die deutsche YOU-Stiftung.
 
Portrait iBreast Exam (USA/ Brasilien)
Mammographien sind ein Luxus und für viele Frauen in den ärmeren Regionen der Welt nicht zu finanzieren. Die Folge: Mehr als 70 Prozent der globalen Brustkrebs-Todesfälle gibt es in Entwicklungsländern, da die Tumoren oft erst in einem späten Stadium erkannt werden. Denn gerade der Zeitpunkt der Krankheitsdiagnose ist ausschlaggebend für die Überlebenschance. Mit dem kleinen, von Mihir Shah entwickelten Handgerät IBreast Exam können Ärzte in fünf Minuten unkompliziert Brustkrebs-Vorsorgeuntersuchungen durchführen – und damit potenziell die Perspektiven von vielen Millionen Frauen verbessern. Das Screening-Gerät ist mit hoch entwickelten Technologien ausgestattet, arbeitet ohne Strahlungen und ist für die Patientinnen schmerzfrei. Im Rahmen des G4I-Pilotprojekts wird iBreast in Brasilien und möglicherweise in Chile ausgebaut. In Zusammenarbeit mit der Organisation DASA und einem Netzwerk ausgewählter klinischer Partner sollen 10.000 Frauen behandelt werden, die bisher keinen Zugang zur regelmäßigen Vorsorge haben.
 
Portrait SafetyNet (Vereinigtes Königreich/ Indonesien)
Rund 27 Millionen Tonnen Fisch pro Jahr beträgt der unerwünschte Beifang – und ist damit einer der wesentlichen Gründe für die Überfischung der Weltmeere. Dan Watson und Nadia Laabs vom britischen Start-Up SafetyNet entwickeln intelligente Leichtioden-Geräte für eine selektive Fischerei. Die Technologie nutzt spezifische Lichtspektren, die bestimmte Fische in die Netze anziehen und anderen Arten diesen Weg verwehren. Im Rahmen des G4I-Pilotprojekts wird SafetyNet in Indonesien mit Fischerei-Unternehmen und der gemeinnützigen Organisation MantaWatch zusammenarbeiten, um 120 Blitzgeräte in Betrieb zu nehmen. Die daraus resultierenden Ergebnisse werden dann als Grundlage für eine spätere Ausweitung in Fischerei-Kooperativen in Malaysia, Somalia und auf den Philippinen dienen.
 
Bayer Cares Foundation
Als Sozialstiftung des Innovations-Unternehmens Bayer begreift sich die Bayer Cares Foundation in besonderer Weise als Impulsgeber, Förderer und Partner für Innovationen an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und dem Sozialsektor. Im Mittelpunkt der Förderprogramme steht der Mensch – sein Engagement für das Allgemeinwohl, sein Ideenreichtum bei der Lösung sozialer Aufgaben, aber auch seine Bedürftigkeit in Notsituationen. Die Fördertätigkeit der Stiftung ist ein zentraler Bestandteil des weltweiten gesellschaftlichen Engagements von Bayer, das jährlich rund 49 Millionen Euro beträgt – mit Schwerpunkten auf der Förderung der naturwissenschaftlichen Bildung und Spitzenforschung, der Gesundheitsversorgung und der Befriedigung sozialer Grundbedürfnisse der Menschen im Umfeld der Unternehmensstandorte.
 
Mehr Informationen zur Bayer Cares Foundation finden Sie auf der Website
 
Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung von Bayer beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

Quelle: Bayer Aktiengesellschaft

Gesellschaft | Pioniere & Visionen, 27.07.2018

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