Starke Frauen - Prof. Dr. Beate Jessel
Naturschutz - Viel mehr als „Viecherl“ und „Pflänzerl“
Seit nunmehr neun Jahren leitet die gebürtige Stuttgarterin und Professorin die einzige wissenschaftliche Behörde für den Naturschutz auf Bundesebene. Sie ist Chefin von rund 370 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, deren Alltag von der wissenschaftlichen Forschung, der Beratung des Bundesumweltministeriums in allen Fragen des Naturschutzes sowie dem Vollzug verschiedener nationaler und internationaler Abkommen geprägt ist. So ist das BfN unter anderem Vollzugsbehörde für den Meeresnaturschutz in der ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) der Vereinten Nationen und für das internationale Artenschutzübereinkommen CITES. Das BfN fördert aber auch zahlreiche andere Vorhaben, darunter Projekte mit der Wirtschaft im Rahmen des Bundesprogramms zur Biologischen Vielfalt. Hier ist das Projekt „Naturnahe Firmengelände" besonders erfolgreich, ebenso wie die vom BfN unterstützte Dialog- und Aktionsplattform „Unternehmen Biologische Vielfalt 2020", die Organisationen aus Wirtschaft und Naturschutz zusammenbringt.Gerade wenn es um Fragen der Landschaftsentwicklung geht, macht der BfN-Präsidentin so schnell niemand etwas vor. Denn Beate Jessel ist mit der Praxis eines Planungsbüros genauso vertraut wie mit der wissenschaftlichen Forschung und Lehre. Bevor sie im Herbst 2007 auf Vorschlag des damaligen Bundesumweltministers Sigmar Gabriel an das BfN berufen wurde, hat sie ihr „Handwerk" von der Pike auf gelernt: Dem Studium der Landespflege an der TU München in Freising-Weihenstephan folgten praktische, wissenschaftliche und leitende Tätigkeiten, unter anderem an der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege (ANL) in Laufen an der Salzach. Nach ihrer Promotion zum Dr. agr. und vor ihrem Wechsel zum BfN hatte Beate Jessel den Lehrstuhl für Strategie und Management der Landschaftsentwicklung an der Technischen Universität München inne und war Professorin für Landschaftsplanung am Institut für Geoökologie der Universität Potsdam.
Ihre beruflichen Erfahrungen und ihr profundes Fachwissen erleichtern es der BfN-Präsidentin, auch in schwierigen Situationen die oftmals nicht unumstrittene Position des Naturschutzes souverän zu vertreten. Sie ist schon von Amts wegen weniger eine Kämpferin, eher eine Diplomatin für den Naturschutz. Sie agiert klug und überzeugt mit Argumenten. Sie versteht es, dem einen oder anderen, der dem Naturschutz partiell oder sogar per se kritisch gegenübersteht, den sprichwörtlichen Wind aus den Segeln zu nehmen. Ruth Schedlbauer hat Geschichte und Germanistik studiert. Vor ihrer Tätigkeit im BfN war sie u.a. als Pressereferentin für den Deutschen Alpenverein tätig. Ihr besonderes Engagement gilt den „Viecherl" und „Pflänzerl".
Dieser Artikel ist in forum Nachhaltig Wirtschaften 02/2017 - Wie ernähren wir uns in Zukunft? erschienen.
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