Nachhaltiges Gamen: Das können Gamer tun

Nachhaltigkeit ist ein Thema, das viele Bereiche der Wirtschaft betrifft. Auch im technologischen Sektor und im Web wird laufend daran gearbeitet, digitale Prozesse umweltfreundlicher und effizienter zu gestalten. Das betrifft auch die Welt der Videospiele. Nachhaltiges Gamen ist nicht nur möglich, sondern wird langfristig auch immer wichtiger. Was Unternehmen dafür bereits leisten und was auch Spieler tun können, um Energie zu sparen, haben wir uns einmal genauer angesehen.

Alles beginnt bei der Hardware
© Max Deroin, pexels.comWie groß der Energieverbrauch beim Gaming ist, hängt vor allem von der benutzten Hardware ab. Spieler sollten sich deshalb vor jedem Kauf genau überlegen, welche Anforderungen der Gaming-PC oder die neue Konsole wirklich erfüllen muss. Während man bei Konsolen natürlich eingeschränkt ist, schließlich gibt es meist nur eine oder zwei Ausführungen eines Geräts, kann man seinen PC völlig frei gestalten. Dabei muss es nicht immer die stärkste Hardware sein, denn viele Spiele lassen sich auch auf einem mittelstarken PC flüssig spielen. Wer trotzdem das Nonplusultra an Technik verwenden möchte, sollte sich vor allem bei der Grafikkarte über energiesparende Technologien erkundigen. Hier gibt es bereits mittelpreisige Modelle, die einen möglichst geringen Stromverbrauch haben. Natürlich kann auch komplett auf eine leistungsstarke Hardware verzichtet werden, indem Videospiele gestreamt und auf externen Servern ausgelagert werden. Dabei verbraucht die eigene Hardware zwar weniger Strom, gleichzeitig muss die verbrauchte Energie der Server allerdings mitbedacht werden. 
 
Streaming vs. Browsergames
Game Streaming ist zu einem neuen Trend geworden, der viele begeistert. Spiele müssen dabei nicht mehr heruntergeladen werden, sondern können – ähnlich wie Filme auf Netflix – einfach gestreamt werden. Das bedeutet, dass beim User nur das fertige Bild ankommt, das Spiel selbst und die Befehle am Controller jedoch in Sekundenschnelle auf einen externen Server ausgelagert werden. Für Gamer bedeutet dies zwar, dass keine teure Hardware gekauft werden muss, gleichzeitig entsteht dabei jedoch ein sehr hoher Daten- und Energieverbrauch. Anders sieht dies bei Browsergames aus. Zwar müssen auch sie auf externen Servern ausgeführt werden, die Spiele benötigen jedoch fast immer deutlich weniger Datenvolumen und haben damit einen viel geringeren Verbrauch. Browsergames wurden lange nur als simple Minispiele betrachtet, heute erleben viele von ihnen jedoch ein Revival. Vor allem die iGaming-Branche hat das Feld revolutioniert. Beliebte Casino- und Kartenspiele wie Poker stehen dabei ganz oben auf der Liste für User. Im Netz werden zahlreiche Pokervarianten angeboten, die am virtuellen Tisch mit anderen gespielt werden können. Spieler finden im Netz nicht nur Guides zu Themen wie Regeln Texas Holdem, sondern können ihr neu erlerntes Wissen auch direkt einsetzen – gegen die KI oder gegen echte Teilnehmer aus aller Welt. Die Spiele sind mit ihrer Datenmenge verhältnismäßig klein – und damit auch umweltfreundlicher.

Tipps für umweltbewusste Gamer
© Jéshoots, pexels.comUnabhängig davon, mit welcher Hardware gespielt und welche Art von Spielen präferiert wird, können Gamer auch ein paar simple Dinge beachten, um ihr Hobby zu genießen und gleichzeitig die Nachhaltigkeit zu fördern. So ist es bspw. wichtig, die Geräte nach dem Spielen vollständig abzuschalten. Viele Gamer betreiben ihre Konsolen auch nach dem Spielen im Standby-Modus, statt die Elektronik komplett abzuschalten. Da Konsolen wie die PlayStation 5 oder die Xbox Series X allerdings sehr schnell hochfahren, werden damit nur wenige Sekunden an Zeit gespart. Deshalb sollte man die Geräte lieber ganz ausschalten. Damit bleiben sie auch länger intakt. Selbiges gilt für den Gaming-PC, der während den Spielsessions herunterkühlen sollte. Das gelingt am besten, wenn er komplett abgeschaltet wurde. Auch das Reinigen der Geräte kann den Stromverbrauch verringern. Befindet sich viel Staub in der Konsole oder dem PC-Gehäuse, so kann die Hitze schlechter abtransportiert werden und staut sich im Inneren. Um die Temperatur zu reduzieren, müssen dann die Kühler stärker arbeiten und verbrauchen mehr Strom. Zahlreiche Videos und Guides zeigen, wie man seine Geräte putzt und langfristig sauber hält. Zum Nachhaltigkeitsgedanken zählt natürlich auch, dass Konsolen und PCs, die kaputtgehen, repariert statt ersetzt werden. Das ist meist nicht nur günstiger, als sich ein neues Gerät zuzulegen, sondern spart auch Ressourcen. Auch der Kauf von gebrauchter Hardware ist ratsam.
 
Nachhaltiges Gaming ist keine Zukunftsmusik, sondern wird für die Spielebranche zu einem immer wichtigeren Thema. Sowohl die Hersteller als auch die Spieler können dazu beitragen, dass das Spielen umweltfreundlicher wird.

Technik | Green IT, 20.08.2022

     
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