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Procter & Gamble (P&G):

Ressourcenschonende Wertschöpfung ist eine der zentralen globalen Herausforderungen unserer Zeit

Als weltweit tätiges Unternehmen im Konsumgüterbereich, mit starken Marken, auf die die Menschen rund um den Globus vertrauen, sieht sich P&G in der besonderen Verantwortung, die Messlatte bei Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz immer wieder ein Stück höher zu legen.

Procter & Gamble – Children save drinking water projectDieser Verantwortung kommen wir nach, indem wir bereits im Innovationsprozess neben technologischen Spitzenleistungen auch messbare Nachhaltigkeitsziele fest verankert haben. P&G ist heute ein Vorreiter bei verbrauchernahen Innovationen, die nachhaltigen Konsum fördern und auch unter globaler Perspektive möglich machen. Die Beurteilung erfolgt dabei auf Basis von Ökobilanzen, denen sowohl der Gedanke der Wesentlichkeit als auch die Einbeziehung der Daten des gesamten Lebenszyklus‘ zugrunde liegt.

Um Fortschritte nachvollziehbar und überprüfbar zu machen, hat sich P&G klare Ziele gesetzt, an denen wir uns messen lassen:

  • Reduzierung des Energieverbrauchs an P&G Standorten um 20% pro Produktionseinheit bis 2020
  • Reduzierung der direkten und indirekten Treibhausgasemissionen um 30% bis 2020
  • Nutzung des Kaltwaschgangs bei 70% aller häuslichen Wäschen im Jahr 2020
  • Schaffung von Zugang zu wassersparenden Produkten für 1 Mrd. Menschen
  • Verpackungseinsparung von 20% pro Verbrauchseinheit
  • Verdopplung des Recyclat-Anteils in Kunststoffverpackungen. Dies bedeutet 52.000 Tonnen.
  • Anlagenbetrieb zu 30% mit regenerativen Energien
  • Bereitstellung von 15 Mrd. Litern sauberes Trinkwassers für Menschen in Not bis 2020

Infographik: P&G / Statista
Um diese ehrgeizigen Ziele zu erreichen, arbeiten wir an unterschiedlichen Initiativen. Einige davon sollen im Folgenden kurz vorstellt werden:

Regenerative Energien:
Ein aktuell errichteter Windpark in Texas stellt die 100%ige Versorgung mit Strom aus Windenergie für sämtliche Wasch- und Reinigungsmittelwerke in den USA und Canada ab 2017 sicher. In unserem größten Papierwerk in Albany wird derzeit eine 50 MegaWatt Biomasseanlage errichtet, die ab 2017 100% der Dampf- und bis zu 70% der Gesamtenergieversorgung aus regenerativen Quellen liefert. Im deutschen „always"- Werk in Crailsheim wird ab Ende 2016 das komplette Werk mit einer Wärmeleistung von 3 MW thermisch über eine Kraft-Wärme-Kopplung versorgt. Die in einem mit Erdgas betriebenen Heizkraftwerk erzeugte Energie wird als Wärme und Kälteenergie sowie als Strom genutzt. Im deutschen Werk Groß-Gerau („Wick", „Blend-a-med") wird der CO2-Ausstoss durch den Bau einer KWK-Anlage mit intelligenter Wärmerückgewinnung um jährlich bis zu 3000 Tonnen sinken. Die angestoßenen Investitionen in regenerative Energien bedeuten eine Verdopplung des Einsatzes erneuerbarer Energien bei P&G und sind damit auch ein wichtiges Signal für andere Großunternehmen, insbesondere in der US-Industrie. Unser Ziel ist ein weltweiter Anlagenbetrieb mit 30% regenerativen Energien.

Nachwachsende Rohstoffe:
Foto: Procter & GambleEine 2015 gestartete Partnerschaft mit DuPont ermöglicht die Herstellung von Ethanol aus Agrarabfällen. Über 7000 Tonnen Agrarabfall werden so jedes Jahr nachhaltig genutzt. P&G hat zudem gemeinsam mit anderen Partnern die Bioplastic Feedstock Alliance zur Förderung biobasierter Kunststoffe gegründet. Hier werden die technischen Grundlagen erarbeitet, die dann zur Förderung der Kreislaufwirtschaft beitragen.

Recycling:
Stoffliche Wiederverwertung gebrauchter Materialien ist ein wesentlicher Hebel zur nachhaltigen Nutzung von Ressourcen. Unser Ziel ist die Verdopplung des Recyclatanteils in Verpackungen auf 52.000 Tonnen bis 2020. Derzeit erhöhen wir den Recyclatanteil in 230 Millionen Waschmittelgebinden  (Ariel, Lenor) auf bis zu 50%.
P&G ist Gründungsmitglied des Deutschen Systems zur Rücknahme von Elektrogeräten und hat die „Stiftung Altgeräteregister" mitfinanziert. Darüber hinaus unterstützt P&G Deutschland das WertstoffGesetz und den Aufbau einer zentralen Stelle in leitender Position und finanziell.

Lieferkette:
2010 hat P&G gemeinsam mit seinen Zulieferern eine Nachhaltigkeits-Scorecard entwickelt, die Material- und Energieeffizienz fördert und Ressourcenschonung in den Fokus bringt. Der Berechnungsansatz ist Ökobilanz-basiert und verankert wissenschaftliche Kriterien bei der Ermittlung und Bewertung von Energieverbrauch, Wasserverbrauch, THG- Emissionen und Abfallmanagement. P&G hat die ScoreCard und die dahinter liegenden Algorithmen als opensource Dokument freigegeben, um Nachhaltigkeit in der Beschaffungskette über P&G hinaus zu fördern.

Abfall:
Der wertorientierte Blick auf Abfall als Ressource findet ganz konkret in unseren Produktionsanlagen Ausdruck: Alle deutschen Werke erfüllen bereits den „Zero waste to landfill"-Standard. Alles Material wird entweder in den Produktisonkreislauf zurückgeführt oder als Energie zum Betrieb der Anlagen genutzt. Diesen Ansatz treiben wir weltweit voran.

Verpackungen:
P&G verfolgt seine Ziele langfristig und mit Nachdruck. Ein Beispiel dafür sind kontinuierliche Initiativen zur Verbesserung der Material- und Verpackungseffizienz bei Pampers. Eine Initiative bei Großpackungen hat 2015 zu Einsparungen von 80% Verpackungsmaterial geführt. Das sind allein in Europa 6000 Tonnen. Durch die Umstellung von Kartons mit innenliegenden Kunststoffbeuteln auf Folienverpackung konnten mehr Windeln pro Palette transportiert werden. Dies hat summiert zu 114.000 weniger Paletten, weniger LKW- Ladungen und einer Reduktion von 160 Tonnen CO2 in Europa geführt. Über die letzten 25 Jahre wurde bei Pampers 50% des Windelmaterials und 70% des Verpackungsmaterials eingespart. Wir gehen diesen Weg konsequent weiter und werden im August 2016 eine neue Pampers einführen, die aufgrund von speziellen absorbierenden Kanälen das eingesetzte Windelmaterial nochmal um 16% gegenüber dem Vorgängermodell reduziert.

Nachhaltiges Waschen:
Foto: shutterstockÖkobilanzen zeigen, dass der Energieverbrauch einer der großen Einflußfaktoren für den ökologischen Fußabdruck beim häuslichen Waschen ist. Deshalb entwickeln wir gemeinsam mit unseren Zulieferern verbesserte Technologien, die  gründliche Reinigung bei niedrigen Temperaturen möglich macht. Mikroorganismen aus den Ozeanen dienen z.B. als Vorlage für die Synthese kaltwasseraktiver Enzyme. Um die Verbraucher transparent auf die Möglichkeiten nachhaltiger zu Waschen hinzuweisen, nutzen wir unsere Partnerschaften mit Waschmaschinen-Herstellern und versehen neue Maschinen mit Informationen über die Vorteile von Kaltwaschgängen. Im Juli 2016 bringen wir ein Waschmittel auf den Markt, dass die drei wichtigsten Nachhaltigkeitshebel des häuslichen Waschens adressiert: Kompaktierung, Richtiges Dosieren und Kaltwaschen. Dabei macht ein spezielles 3- Kammer-System der Ariel 3in1 eine um ein Vielfaches höhere Kompaktierung möglich. Ariel 3in1 enthält außerdem 10mal weniger Wasser als Flüssigwaschmittel. Das bedeutet Materialeinsparungen und Logistikeffizienzen entlang der gesamten Logistikkette, wie etwa 13% weniger LKW Transporte. Die Vordosierung verhindert ein Über- und Fehldosieren und die Waschleistung ermöglicht es den Verbrauchern, bei niedrigen Temperaturen von 30 Grad, deutlicher nachhaltiger zu Waschen.

Kontakt: Procter & Gamble GErmany GmbH & Co Operations oHG, Nina Knecht
knecht.n@pg.com | www.de.pg.com


Umwelt | Ressourcen, 18.07.2016

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