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„ANKOMMER. Perspektive Deutschland“ schafft Ausbildung und Arbeit für geflüchtete Menschen

Seit November werden die Gründer/innen im achtmonatigen Programm gecoacht.

ANKOMMER. Perspektive Deutschland wendet sich an (sozial)unternehmerisch und gemeinnützig engagierte Menschen, die mit innovativen Modellen und Konzepten die gesellschaftliche und wirtschaftliche Teilhabe von geflüchteten Menschen durch Zugang zu Bildung und/oder zu Ausbildungs- und Arbeitsplätzen verbessern. Am 9. Juni werden drei der besonders hervorzuhebenden Social Startups/Initiativen durch den Schirmherrn Sigmar Gabriel, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, mit einem Startgeld in Höhe von jeweils 20.000 Euro prämiert.

Rund 190 Startups und (sozial-)unternehmerische Initiativen, die mit innovativen  Ansätzen Geflüchteten Zugang zu Bildung sowie zu Ausbildungs- und Arbeitsplätzen bieten, haben sich für das Stipendienprogramm „ANKOMMER. Perspektive Deutschland" beworben. Statt der geplanten 12 wurden im November sogar 14 Projekte von einer Expert/-innenjury ausgewählt. Seitdem werden die Gründer/-innen im achtmonatigen Programm gecoacht. Schirmherr des gemeinsamen Programms der KfW Stiftung und der Social Impact gGmbH ist Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel.

Das Stipendium umfasst Leistungen im Gegenwert von 12.500 Euro. Darunter fallen Coaching, Fachberatung, Workshops und Co-Working-Arbeitsplätze in den Social Impact Labs der Social Impact gGmbH in Berlin, Frankfurt, Hamburg, Leipzig und Duisburg. Auf der Abschlussveranstaltung am 9. Juli werden die drei besonders hervorzuhebenden Projekte mit einem Startgeld von jeweils 20.000 Euro prämiert. Vor der feierlichen Preisverleihung wird eine Podiumsdiskussion zu Arbeits- und Erwerbsperspektiven für Geflüchtete stattfinden.

„ANKOMMER. Perspektive Deutschland" ist das erste Projekt in Deutschland, das lokalen Initiativen systematisch bundesweite Sichtbarkeit verschafft. Die KfW Stiftung und die Social Impact gGmbH möchten mit ihrem Stipendienprogramm die Infrastruktur für das neue Sozialunternehmertum stärken, das eine wichtige Rolle bei der Lösung der aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen mit ökonomischen Mitteln spielt. Um einen möglichst großen Impact für so viele Geflüchtete wie möglich zu generieren, spielte daher der Vorbild- und Modellcharakter der Projekte bei der Auswahl der Stipendiat/-innen eine entscheidende Rolle. Viele der ins Programm aufgenommenen Projekte fingen zwar als relativ kleine Ideen an und etablierten sich zunächst an einem Ort. Künftig können sie jedoch bundesweit die ökonomische und soziale Integration vieler Menschen erleichtern. Daraus ergibt sich eine Win-win-Situation: Einerseits erhält die deutsche Wirtschaft durch neue, gut vorbereitete und teils sogar fertig ausgebildete Arbeitskräfte eine zusätzliche Chance, dem demografischen Wandel entgegenzuwirken. Auf der anderen Seite können mehr Flüchtlinge selbstbestimmt leben und sind nicht auf staatliche Leistungen angewiesen.

Dazu Schirmherr Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel: „Die hohe Zahl der zu uns kommenden Flüchtlinge stellt Europa und Deutschland vor große wirtschaftliche und soziale Herausforderungen. Die Kommunen allein können diese nicht bewältigen, sondern es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, Flüchtlinge gesellschaftlich und ökonomisch besser zu integrieren. Dazu leistet das Projekt „ANKOMMER. Perspektive Deutschland" der KfW Stiftung und der Social Impact gGmbH einen wertvollen Beitrag."

Der Geschäftsführer der KfW Stiftung, Dr. Bernd Siegfried: „Die KfW Stiftung setzt sich für verantwortungsbewusstes unternehmerisches Denken ein, das sich mit kreativen Ideen und innovativen Strukturen den gesellschaftlichen Herausforderungen der Zukunft stellt. Die Eingliederung von Flüchtlingen, ihre Befähigung zur Teilhabe am sozialen und wirtschaftlichen Leben in unserem Land ist eine solche Herausforderung. Das Programm „ANKOMMER. Perspektive Deutschland" entspricht geradezu exemplarisch unserer Zielsetzung."

Geschäftsführer der Social Impact gGmbH, Norbert Kunz: „Das Thema Flüchtlingspolitik und die damit verbundenen gesellschaftlichen Herausforderungen können nicht ausschließlich auf politischer oder kommunaler Ebene gelöst werden. Eine Willkommenskultur in Deutschland braucht heute mehr denn je neue und gerechte Lösungen. Sie erfordert soziales Umdenken und die Bereitschaft, Vielfalt als festen Teil unserer Gesellschaft zu verstehen. Wir müssen lernen, die neuen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Chancen für Deutschland zu erkennen und zu nutzen."

Weiterführende Informationen zu den Stipendiaten, Bildmaterial, Audio und Video auf www.ankommer.eu/presse

Kontakt: ANKOMMER, Iris Barth | barth(at)socialimpact.eu | www.ankommer.eu


Gesellschaft | Migration & Integration, 21.05.2016
     
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