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„Natur in graue Zonen“ wird offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt

Mehr Grün für Gewerbeflächen

Mehr zum Thema Naturnahe Firmengelände lesen Sie in "Mit gutem Beispiel vorangehen". Dieser und weitere spannende Beiträge zum Thema finden Sie in
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Die Kampagne „Natur in graue Zonen" wurde vor zwei Jahren vom Wissenschaftsladen Bonn e.V. ins Leben gerufen. Das Modellprojekt lotet Möglichkeiten zur naturnahen Umgestaltung innerstädtischer Gewerbeflächen zum Nutzen der biologischen Vielfalt aus. Jetzt wurde das Projekt als offizielles „Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt 2015" ausgezeichnet. Damit würdigte die UN-Dekade das vorbildliche Biodiversitäts-Engagement des Vereins. Übergeben wurde die Auszeichnung vom Umweltdezernenten der Stadt Duisburg, Dr. Ralf Krumpholz.
 
Naturnah gestaltete Fläche der Firma ALB-GOLD Teigwaren GmbH Foto: WILA Bonn e.V.Die Verleihung fand im Rahmen der Veranstaltung „Aus grau wird bunt – Naturnahe Flächengestaltung in der Stadt" im Duisburger Kantpark statt. Dort stellte der Wissenschaftsladen Bonn in Zusammenarbeit mit der Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW Möglichkeiten und Beispiele zur Gestaltung und Aufwertung innerstädtischer Gewerbeflächen vor.
 
Das Projekt
Elf Unternehmen in Duisburg, Erfurt und Wiesloch beteiligen sich bisher am Projekt. Begleitet von Landschaftsgärtnern, nehmen sie die naturnahe Gestaltung von Teilen ihrer versiegelten Flächen in Angriff, um sie anschließend standortgerecht und naturnah umzugestalten. Während die Entsiegelung von den Unternehmen selbst getragen wird, wird die Bepflanzung im Rahmen öffentlichkeitswirksamer Aktionen zusammen mit lokalen Bürgerstiftungen durchgeführt. Im Rahmen von Pflanzaktionstagen können sich Mitarbeiter/innen der Betriebe und Bürger/innen an der Bepflanzung der Flächen mit einheimischen Pflanzgut beteiligen, Trockenmauern bauen etc. und für einzelne Bereiche Pflanzenpatenschaften übernehmen.
 
Das Modellprojekt wird mit Bundesmitteln aus dem Bundesprogramm Biologische Vielfalt gefördert. Ziel von „Natur in graue Zonen" ist es, Spielräume für die biologische Vielfalt im urbanen Raum auszuloten, anhand von Pilotprojekten Umsetzungsbeispiele zu schaffen und die Umgestaltungsprozesse in den teilnehmenden Kommunen zu verstetigen.
 
Über Aktionen, Vorträge und Veranstaltungen werden lokale Akteure, Unternehmen und Bürger und Bürgerinnen zum Mitmachen angesprochen. Für einen Transfer über das Projektgebiet hinaus werden die Erfahrungen und Ergebnisse des Projekts auch in überregionalen Netzwerken von Wirtschaftsverbänden und Bürgerstiftungen vorgestellt. Auf diese Weise sollen auch andere Städte, Gemeinden und Unternehmen angeregt werden, eigene Biodiversitäts-Projekte zu entwickeln.
 
Über die UN-Dekade Biologische Vielfalt
 In Deutschland zeichnet die UN-Dekade jede Woche ein Projekt aus, das einen besonderen Beitrag zur Erhaltung, Nutzung oder Vermittlung der biologischen Vielfalt leistet. Das Herausstellen und Bekanntmachen guter Beispiele sollen anregen, eigene Projektideen zu entwickeln. Mit einer kurzen Bewerbung auf der Webseite der UN-Dekade kann jeder ein eigenes Projekt oder einen Beitrag einreichen. Bewerben können sich sowohl Einzelpersonen oder -initiativen als auch institutionelle Projektträger wie Verbände, Stiftungen, Unternehmen und staatliche Organisationen. Über die Auszeichnung entscheidet eine Fachjury.
 
Die Auszeichnung steht im Zusammenhang mit den internationalen Aktivitäten zur UN-Dekade Biologische Vielfalt 2011–2020. Die Staatengemeinschaft ruft damit die Weltöffentlichkeit auf, sich stärker für die biologische Vielfalt einzusetzen. Es geht darum, die Bedeutung der Biodiversität für unser Leben und Wirtschaften bewusst zu machen und persönliches Handeln anzustoßen – zum Schutz und Erhalt der Vielfalt der Arten, Lebensräume und Gene. Hintergrund ist ein kontinuierlicher Rückgang an Biodiversität in fast allen Ländern der Erde.
 
Informationen zur UN-Dekade: www.undekade-biologischevielfalt.de
Informationen zum Projekt: www.natur-in-graue-zonen.de

Umwelt | Biodiversität, 29.04.2015

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