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Die SRI Study von Eurosif zeigt ein kontinuierliches Wachstum und eine Weiterentwicklung nachhaltiger und verantwortlicher Investments

Der europäische Dachverband für Nachhaltige Geldanlagen veröffentlicht seine 5. Studie zu Nachhaltigen und verantwortlichen Geldanlagen.

Die Studie stellt detaillierte Daten zu den von europäischen Investoren am häufigsten angewandten nachhaltigen und verantwortlichen Anlagestrategien bereit und zeigt, dass jede dieser Strategien den europäischen Markt seit 2009 überflügelt hat.

Die wichtigsten Erkenntnisse der Studie sind:


Das kräftige Marktwachstum wird von einem stark entwickelten Markt getragen.

Europäische Investoren wenden ein breites Spektrum an verantwortlichen Anlagestrategien an, häufig in Kombination: Nachhaltige Themenfonds, Best-in-Class, Normbasiertes Screening, Ausschlüsse, ESG Integration, Engagement und Stimmrechtsausübung sowie Impact Investment.
Das Wachstum jeder einzelnen Anlagestrategie, die im Rahmen der Studie untersucht wurde, war stärker als das Wachstum des gesamten Asset Management Marktes. Vier dieser Strategien sind zwischen 2009 und 2011 um mehr als 90 Prozent gewachsen.

Normbasiertes Screening ist die am schnellsten wachsende Strategie mit einem geschätzten Volumen von 2,3 Billionen Euro, was im Vergleich zum 2009 einem Plus von 137 Prozent entspricht. Daneben haben Ausschlüsse bestimmter Branchen, Unternehmen oder Verfahren und der Best-in-Class Ansatz ein Wachstum der Assets under Management in Höhe von 119 und 113 Prozent erfahren. Mit einem Zuwachs von fast 17 Prozent haben auch Engagement und die Stimmrechtsausübung zugelegt. Hierzu hat auch beigetragen, dass diese Strategien in neuen Märkten wie Spanien oder Italien erstmals Fuß fassen konnten. Integration ist im gleichen Zeitraum um 14 Prozent gewachsen.

Der Impact Investment Markt ist das erste Mal im Rahmen der Studie erfasst worden und spiegelt ein steigendes Interesse auf Seiten der Investoren wider.

Das Volumen des europäischen Marktes für Impact Investment beträgt schätzungsweise 8,75 Milliarden Euro. Dies zeigt das zunehmende Interesse der Investoren, mit Anlagen messbar die Bereiche Umwelt und Soziales positiv zu beeinflussen.

Die bedeutendste Triebfeder für ein weiteres Wachstum bleibt stärker als je zuvor die Nachfrage institutioneller Investoren, während Gesetzesänderungen als der zweitwichtigste Faktor in den kommenden Jahren gesehen wird.

Der Studie zufolge bleibt die Nachfrage institutioneller Investoren die wichtigste Triebfeder für ein weiteres Marktwachstum. Sie repräsentieren einen Marktanteil von 94 Prozent, während es 2009 noch 92 Prozent waren.
Seit der letzten Studie im Jahr 2009 hat sich die Änderung gesetzlicher Rahmenbedingungen vom fünft- zum zweitwichtigsten Faktor entwickelt. Der Fokus auf das Verhalten von Investoren und der Finanzmärkte ist wahrscheinlich der Grund dafür, denn viele Regulierungsbehörden haben Schritte unternommen, um Europa künftig vor Turbulenzen - verursacht durch kurzsichtiges Handeln - zu schützen und zu einem Pfad des wirtschaftlichen Wachstums zurückzukehren.

Europäische Investoren wenden zunehmend Investment-Politiken an, die bestimmte Typen von Waffen ausschließen.

Laut der Studie wird bei fast 50 Prozent der gesamten Assets under Management in Europa eine Investmentpolitik angewendet, nach der Unternehmen, die bestimmte Waffen produzieren, ausgeschlossen werden. Am häufigsten bezieht sich diese Investmentpolitik auf internationale Konventionen zu Streumunition und Anti-Personen-Minen.

EUROSIFs Geschäftsführer François Passant kommentierte die Studienergebnisse mit folgenden Worten: "The study shows the continuing sophistication of a fast evolving market as several players are adopting multiple responsible investment strategies, often in combination. This sophistication also highlights the need for enhanced transparency and clarification of practices. It also surely supports our conviction that SRI has the potential to bring some answers to the growing concern by society and policy-makers about reconciling finance with long-term, sustainable growth."

Eurosif (European Sustainable Investment Forum) ist ein Think Tank auf nicht profitorientierter Basis, dessen Mission darin besteht, Nachhaltigkeit im Finanzmarkt Europas zu fördern. Der Eurosif-Vorstand besteht aus Vorstandmitgliedern oder Geschäftsführern der nationalen Sustainable Investment Forums (SIFs) aus Frankreich, Deutschland, Österreich und der Schweiz, den Niederlanden, Spanien, Schweden und Belgien. Diese SIFs, darunter auch das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG), repräsentiert Eurosif auf europäischer Ebene. Als eine Multi- Stakeholder-Organisation ist Eurosif als wichtige Stimme im Bereich Nachhaltige Anlagen anerkannt. Darüber hinaus bietet es für seine Mitglieder ein Diskussionsforum und fördert nachhaltige Anlagestrategien und den Erfahrungsaustausch. Zu Eurosifs Mitgliedern zählen institutionelle Investoren, Forschungsinstitute, Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen. Der Verband ist nicht Profit orientiert und repräsentiert durch seine Mitglieder über eine Billion Euro an Vermögen.

Weitere Informationen unter www.eurosif.org und http://twitter.com/eurosif.

Das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG), der Fachverband für Nachhaltige Geldanlagen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, repräsentiert mehr als 180 Mitglieder aus dem deutschsprachigen Raum, die sich für mehr Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft einsetzen. Dazu zählen Banken, Kapitalanlagegesellschaften, Rating-Agenturen, Finanzberater und wissenschaftliche Einrichtungen. Das FNG fördert den Dialog und Informationsaustausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik und setzt sich seit 2001 für verbesserte rechtliche und politische Rahmenbedingungen für nachhaltige Investments ein. Das FNG verleiht das Transparenzlogo für nachhaltige Publikumsfonds, gibt die FNG-Nachhaltigkeitsprofile und die FNG-Matrix heraus und ist Gründungsmitglied des europäischen Dachverbandes Eurosif.

Weitere Informationen unter www.forum-ng.org und http://twitter.com/FNG_eV.
Quelle: Eurosif, François Passant
Lifestyle | Geld & Investment, 12.10.2012

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