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Muskel-Skelett-Erkrankungen häufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit

Arbeitsmediziner geben Tipps für Rückenübungen am Arbeitsplatz

Muskel-Skelett-Erkrankungen sind die häufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit in Deutschland. Dies bestätigt der aktuelle BKK Gesundheitsreport. Damit setzt sich der Trend der letzten Jahre fort. Die BKK-Studie, die sich auf den Krankenstand des Jahres 2010 bezieht, gibt an, dass 26,6 % der Arbeitsunfähigkeitstage eines beschäftigen BKK-Pflichtmitglieds auf diese Erkrankungsform zurückzurückzuführen sind: Ein Anstieg um 1,2 Prozentpunkte zum Vorjahr.

Damit verzeichneten nur psychische Störungen mit 1,3 Prozentpunkten einen höheren Anstieg. Ursächlich für Muskel-Skelett-Erkrankungen sind sitzende Tätigkeiten, zu einseitige und damit für Verspannung sorgende Körperhaltungen, Fehlbeanspruchungen im Rahmen stark körperbetonter Arbeiten sowie Bewegungsmangel und Übergewicht. Aber auch durch Stress bedingte Verspannungen haben einen entscheidenden Einfluss auf die Rückengesundheit.
Foto: © by VDBW


Bereits am Arbeitsplatz lassen sich Funktionsstörungen im Skelett-Muskel-Bereich durch bewusstes Verhalten gezielt angehen. Gerade weil die Betroffenen aber reagieren, statt vorsorglich zu agieren, avancieren Muskel-Skelett-Erkrankungen zu einem Massenphänomen mit häufig chronischem Verlauf. Der VDBW wirbt daher für innerbetriebliche Gesundheitsprogramme, die verhaltens- und verhältnisorientiere Präventions-Komponenten effektiv miteinander verknüpfen. Wichtig ist eine gezielte Aufklärungsarbeit, damit der einzelne Mitarbeiter sein Bewusstsein dafür schärft, wie er mit seinem Verhalten einen Beitrag zur eigenen Gesundheit leistet. Daneben sollten die Rahmenbedingungen in den Betrieben Präventionsmaßnahmen systematisieren.
VDBW-Präsident Dr. Wolfgang Panter weist auf die Chancen individueller und systemischer Präventionsformen hin: "Berufstätige sollten ihrem Rücken verstärkt Aufmerksamkeit widmen, denn gerade sitzende Tätigkeiten, einseitige oder fehlerhafte Körperhaltungen können eine Reihe gesundheitlicher Beeinträchtigungen hervorrufen. Dabei lässt sich durch gezielte Prävention viel Schmerz und Schaden vermeiden." Wichtig sei außerdem, dem Rücken nicht erst Aufmerksamkeit zu schenken, wenn er bereits schmerzt: "Regelmäßige Bewegung ist die beste Prävention. Der richtige Sport stärkt die Rücken- und Bauchmuskulatur und wirkt damit als gesundes Korrektiv", weiß Dr. Panter, der selbst auch Sportmediziner ist.

Der Arbeitsmediziner als "Gesundheitscoach" im Unternehmen
Als Gesundheitscoach im Unternehmen kann der Betriebsarzt wertvolle Tipps geben und dazu beitragen, körperliche Fehlbelastungen aufzudecken und Haltungsschäden gezielt vorzubeugen. Gerade sehr einfache Übungen und Spielregeln haben oft einen dauerhaft positiven Effekt. "Bei akuten Beschwerden empfiehlt sich aber immer zunächst der Gang zum Betriebsarzt", rät der Verbands-Präsident.


5 effektive Rückenübungen am Arbeitsplatz
Gerade einfache Übungen für den Rücken haben einen positiven Effekt. Der Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW) empfiehlt zum Tag der Rückengesundheit fünf ausgewählte Übungen, die sich einfach in den Arbeitsalltag integrieren lassen. "Bei akuten Beschwerden empfiehlt sich aber immer zunächst der Gang zum Betriebsarzt", rät VDBW-Präsident Dr. med. Wolfgang Panter, der selbst Betriebsarzt und Sportmediziner ist.

1. Mobilisation
Im Stand: Kreisende Armbewegungen von vorn über den Kopf nach hinten beugen Muskelverkürzungen vor und lösen Verspannungen. Mit einer Seite beginnen, anschließend den anderen Arm weit kreisen lassen. Darauf achten, dass die Knie nicht ganz durchgedrückt sind. Die Beine sind dabei hüftbreit positioniert (= "aktiver Stand").

2. Entlastung
Aus der Sitzposition beide Arme zum Boden hängen lassen und in dieser Haltung den Rücken bewusst zum Katzenbuckel formen. Der Kopf hängt locker in Richtung Boden, der Nacken ist lang, das Kinn zeigt auf die Brust.

3. Dehnung
Im Stand: Mit der rechten Hand den linken Oberarm greifen und mit ausgestrecktem Arm die Schulter so weit wie möglich in Richtung Körpermitte ziehen. Einige Sekunden halten, dann die Seite wechseln und die Übung wiederholen. Die Beine sind hüftbreit aufgestellt, die Knie dabei nicht vollständig durchgedrückt (= "aktiver Stand").

4. Abwechslung
Nicht nur im Büroalltag ist lang andauerndes Arbeiten in gleicher Haltung an der Tagesordnung. Auch einseitige Haltungsbelastungen können Rückenschäden und Schmerzen verursachen. Lasten sollten daher stets gleichmäßig verteilt werden. Kurze Gehphasen oder Treppensteigen durchbrechen einseitige Positionen und beugen Verspannungen wirksam vor.

5. Stabilisation
Im aufrechten Sitz: Die linke Hand greift seitlich über den Kopf und drückt gegen die rechte Kopfseite, die Nackenmuskeln sind dabei angespannt. Anschließend dieselbe Bewegung mit der rechten Hand wiederholen. Wichtig: Gleichzeitig den Kopf nach oben hinausschieben. Diese Übung hilft, die Halswirbelsäule zu stabilisieren.


VDBW
Der Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW) ist der Berufsverband deutscher Arbeitsmediziner und der größte arbeitsmedizinische Fachverband Europas. Er vertritt seit 61 Jahren die Interessen seiner rund 3.000 Mitglieder, die aus internationalen Großunternehmen, Verwaltungen, Betriebsarztzentren oder aus der freiberuflichen eigenen Praxis stammen.

Quelle: DauthKaun Public Relations Gabriele Zapfe
Wirtschaft | Führung & Personal, 11.04.2012
Dieser Artikel ist in forum Nachhaltig Wirtschaften 02/2012 - Business Natur erschienen.
     
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